Schädel Hirn Trauma
Alles rund ums Thema Racing bzw. was in anderen Rubriken nicht wirklich passt,
aber zum Thema Racing gehört.
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- Diditotalbekloppt Offline
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Jaime hat geschrieben:Rehabilitation und Unterstützung der Familie ist, glaube ich, das wichtigste in so einer Situation. Da hat der Patient auch Mut und den Willen um weiter zu kämpfen. Ohne das, wäre es schwierig. Ich wünsche alles Gute!fsracingteam hat geschrieben:Hallo, hier kann ich evtl etwas beisteuern.
Mein Vater hat 2004 nach einem Treppensturz ebenfalls ein Schädelhirntrauma erlitten. Die ersten 3 Wochen ging es ebenfalls um Leben und Tod mit künstlichem Koma und Beatmung.
Danach kam eine Phase mit einem Wechselbad der Gefühle, er war Ansprechbar erkannte mich, war aber halbseitig bewegungsunfähig. Die rechte Hirnseite war betroffen. Da das Gehirn in einem Heilungsprozeß war, war jeder Besuch eine besondere Erfahrung, mal wurde man erkannt und über alte Zeiten gesprochen, mal wurde man als Pfleger angesprochen, eine harte Zeit die ca. 6 - 8 Wochen andauerte, anschließend gab es eine Reha von ca. 6-8 Wochen die nicht sehr effektiv gewesen ist. Die Anzahl der Besuch wo man mich nicht erkannte wurde drastisch weniger.
Dann Pflegeheim, weil eine Privatpflege nicht möglich war. Sehr viel Papierkram und Behördengänge, das war nervenaufreibend.
Im Heim kamen dann durch Bewegungstherapie erste Fortschritte im rechten Arm und am rechten Bein. Es wurde von Woche zu Woche besser. Nach über 14 Monaten, konnte mein Vater aus dem Heim entlassen, da er nicht mehr stationär gepflegt werden musste.
Heute kann er sich wieder selbst versorgen, auf eigenen Beinen laufen, hat einen 100% Behindertenschein, aufgrund der Hirnverletzung, ist vom Kopf her aber fast der Alte. Ich kann eine leichte Wesensveränderung feststellen, er ist ein wenig launisch geworden. Ist aber nicht dramatisch. Körperlich hat er eine Sichtsfeldbeeinträchtigung zurückbehalten, ebenso ist sein Reaktionsfähigkeit ein wenig langsamer geworden. Aufgrund dessen und hauptsächlich wegen der Sichteinschränkung darf er kein Auto mehr fahren.
Für Jemanden der eine Überlebenschance von 10% hatte, ist er wieder gut zurückgekommen. Dieses Ergebnis ist aber auch nur seinem Kämpferwillen und unnachgiebiegen Rehaübungen, die er auch ohne Anleitung gemacht hat, zuzuschreiben.
Ich hoffe, ich kann Dir mut machen... Es war für mich eine harte Zeit, aber ich hab aus Ihr gelernt und bin Heute dankbar dafür, weil es mich genügsamer gemacht hat. Es lohnt sich immer zu kämpfen!! Ich wünsche Dir und Deinem Lebensgefährten das Beste und eine ebenso wenn nicht sogar bessere Genesung, als wie sie mein Vater genossen hat. Mein Vater ist jetzt 55 Jahre alt...
aufmunternde Grüße,
Frank
Leider hat sich inzwischen der Gesundheitszustand meines Vaters wieder so sehr verschlechtert, dass er mit Pflegestufe 2 in einer Stationären Einrichtungen sich befindet.
Die linke Körperhälfte, insbesondere die Gliedmaßen sind sehr verkrampft. Sprechen und denken sind (leider) sehr verlangsamt.
Laufen ist nicht mehr möglich, aufgrund des mangelnden Gleichgewichts.
Bewegunstherapie schlägt eigentlich nicht mehr an.
Tendenz sieht eher schlechter als besser aus. Er wird dieses Jahr 60.
Ob dies nun nur auf das Schädelhintrauma oder eine Kombination der verschiedenen, sonstigen teilweise chronischen Kranksbilder ist, kann leider nicht von den Ärzten festgestellt werden. (Hypertonie, Diabetis Typ2,etc. )
Das Leben geht weiter und man muss das Beste draus machen. Ist aber als nicht Betroffener wohl auch einfacher zu sagen.
Gruss, Franky
Wer später bremst bleibt länger schnell...
http://www.fsracingteam.de
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Hallo,
ich bin Conny aus dem Speed-Forum.
Schädel Hirn Trauma und Schädelbasisbruch am 30.6.2006. Es hat etwa 1 Jahr gedauert bis ich wieder fast ganz ok war. Alles braucht seine Zeit.
Immerhin kann ich wieder alleine für mich sorgen und bin mobil.
Kämpfen, positives Denken und Geduld, dann wird das.
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Schädel Hirn Trauma und Schädelbasisbruch am 30.6.2006. Es hat etwa 1 Jahr gedauert bis ich wieder fast ganz ok war. Alles braucht seine Zeit.
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