Wenn man überhaupt schon mit sowas anfängt, sollte man sich auch die Mühe geben, es richtig zu machen. Kolben mit Ringen und Clips/Segerringen wiegen und danach Kolben auf 0,1gr. Toleranz angleichen. Sehr sinnvoll ist es, vorher die Brennräume auszulitern und die Verdichtung genau zu messen, um zu sehen, ob im Bereich des Kolbendoms oder innen am Hemd zu arbeiten ist. Wer es perfekt machen will, sorgt für axiale Ausgeglichenheit, was bei deachsierten Kolben noch ein wenig schwieriger ist.wolli hat geschrieben:Hallo Jungs !!!
Kram den Beitrag mal aus.![]()
Wieweit geht den das mit dem Auswiegen der Kolben und Pleul.
Habe z.B 4 NEUE Kolben von einer R6 RJ11 die zwischen 131,5 g und 131,7 g wiegen. Die Pleul liegen zwischen 232,5 g und 233,9 g.
Sollten die Pleul jetzt noch so ausgewogen werde das man weiß ob an der Seite der Kurbelwellenlagerung oder auf der Seite des Kolbenbolzen was weg nimmt.
Nimmt man bei den Werten noch was weg ???
Gruß
Wolli
Kolbenbolzen gesondert auf gleiche Toleranz angleichen. (von beiden Enden gleichmäßig innen konisch).
Bei Pleueln unbedingt darauf achten, das mit korrektem Messaufbau die Gewichte von rotierendem und oszillierenden Pleuelanteil SEPARAT richtig erfasst werden. Die müssen dann auch getrennt angeglichen werden, sonst macht man Murks³.
Beim Angleichen der Pleuel auch die Schrauben mit wiegen und bei möglichen Erleichterungen einbeziehen (nur Schaftende !) Ferner bei den Pleueln auf Stellen mit möglicher Kerbwirkung achten und diese "entschärfen", bevor an anderen Stellen für Erleichterungen/Angleichungen Material abgenommen wird. Toleranz ebenfalls 0,1gr.
Bei 4-Zyl. Reihenmotoren ist neues Auswuchten bei Änderung der Pleuel/Kolbengewichte zwingend. Wie schon beschrieben ist dabei zwischen Massenkräften und Massenmomenten zu trennen, ferner nach Kräften bzw. Momenten (Begriffe sind nicht deckungsgleich !) 1. und 2. Ordnung zu trennen !
Nur beim 2 Zylinder-Boxermotor
Einige Argumente, warum man sowas machen sollte, vor allem wenn der Motor sowieso schon zerlegt ist, sind ja schon beschrieben.
Ein weiterer Punkt sind mögliche Änderungen an der Welle wie zB. Rampennuten an den Hubzapfen und Hauptlagerzapfen oder gar Kreuzbohrungen an der Welle zur Verbesserung der Ölversorgung. Alle solche Arbeiten beseitigen die ursprüngliche Wuchtung und erfordern Anpassungsarbeiten.
Das Hervorholen von Mehr-PS SOLLTE unbedingt, vor allem wenn man viel PS hinzu gewinnt, auch die Frage hervor rufen, ob wegen der Mehrleistung, die meistens auch Mehrbelastung bedeutet, Maßnahmen zur Verbesserung bzw. Erhaltung der Standfestigkeit nötig sind.
Über dieses Thema könnte ich nach eigenen Erfahrungen und den Erfahrungen mehrerer Kumpels aus den letzten 2 Jahren Bände schreiben, obwohl ich nur ein Laie mit gutem Halbwissen bin.
Bei etlichen Leuten (nicht böse gemeint) würde ich empfehlen, erstmal gute technische Literatur zu diesem Thema zu lesen, sprich etwas Theorie zu büffeln, um das sehr schwierige und komplexe Thema besser zu überblicken......... die bekannten Profis, von denen einige hier gepostet haben sind natürlich nicht gemeint.