Erfahrungen mit Titanachsen
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- Walnussbaer Offline
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eine aluachse muss nicht "brechen" nur weil sie aus alu ist. es geht vielmehr darum wie sich die achse im verhältnis zu ihrer dimensionierung biegt, verformt, dauerhaft verformt bleibt und bricht.afro-r1 hat geschrieben:Zurueck zu ursprungliche Frage. Was meint ihr ueber Achsen aus 7075T6 Alu? Fest genug, oder viel zu riskant?
Hier ein Beispiel:
...Il sont assez fort... (Es ist stark genug)
http://www.1000rr.net/forums/showthread ... 26&page=10
Gruess, AF
zum thema spanende bearbeitung von titan will ich nur soviel sagen, dass eine bearbeitung mit den richtigen werkzeugen und schnittdaten kein problem ist. und wenn ich 8std. für eine bohrung brauch, gehen 10 min. aufs bohren und 7h 50min. aufs biertrinken.
btw: copy/paste ist doch grad in mode bei studienarbeiten
In der Kurve kann jeder schnell fahren, auf der Geraden, da brauchst Du Leistung !
- nafF Offline
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da dieser text eh von sehr vielen seiten kopiert wurde, spare ich mir eine Quelle.Hinweise zur spanabhebenden Bearbeitung von Titan
Titan und Titanlegierungen lassen sich ähnlich wie die austenitischen Stähle zerspanen. Die Bearbeitung mittels der verschiedenen Zerspanungsverfahren bereitet dabei keine grundsätzlichen Schwierigkeiten, wenn beachtet wird, dass
1. die Werkzeugschneide aufgrund der relativ geringen spezifischen Wärme, Wärmeleitfähigkeit und Dichte des Titans thermisch hoch belastet wird,
2. Titan aufgrund seines geringen Elastizitätsmoduls dem Druck des Schneidwerkzeuges nachgibt und
3. Titan dazu neigt, mit dem Werkzeug zu verschweißen.
Titan muss daher mit geringer Schnittgeschwindigkeit, relativ großem und gleichmäßigem Vorschub unter reichlicher Zuführung von Kühlmittel mit einem möglichst schwingungsfrei eingespannten, scharfen Werkzeug bearbeitet werden. Darüber hinaus ist zu beachten, dass eventuell harte Oberflächenschichten zu einem erhöhten Werkzeugverschleiß führen und vor der mechanischen Bearbeitung durch z. B. Strahlen und/oder Beizen entfernt werden sollten.
Bohren
Titan sollte bei großem Vorschub mit geringer Schnittgeschwindigkeit auf einer starren, vibrationsfreien Bohrmaschine mit starker Kühlung gebohrt werden. Bei tiefen Bohrungen sind chlorierte Schneidöle zur Reibungsverminderung zu empfehlen. Das Bohren von Hand sollte möglichst vermieden werden.
Schnellarbeitsstähle und Hartmetalle werden als Werkstoffe für Bohrer verwendet.(HSSE,HM oder HSCO) Die Bohrer müssen unbedingt ausgespitzt werden und die Querschneide soll nicht mehr als 1,5 - 2 mm betragen. Bei Durchgangsbohrungen muss der Spitzenanschliff ca. 140° betragen, um den Durchbruchweg zu verkürzen. Der Freiwinkel sollte zwischen 10 und 15° betragen.
Kühlmittel
Die gebräuchlichsten Kühlmittel zur spanabhebenden Formgebung sind Lösungen auf Wasserbasis (Rostschutzmittel oder Emulsionsöle). Folgende Kühlmittel haben sich bei der Zerspanung von Titanwerkstoffen bewährt:
1. 5 %-ige wässrige Lösung von Natriumnitrid
2. 5 - 10 %-ige wässrige Lösung von wasserlöslichem Öl
3. Geschwefeltes oder chloriertes Öl - Einsatz bei geringen Schnittgeschwindigkeiten. Chlorhaltige Kühlmittel führen zu einer erhöhten Anfälligkeit zur Spannungsrißkorrosion und zur Bildung von Oberflächenrissen bei einer Erwärmung oberhalb 200 °C. Daher ist nach der Zerspanung eine Reinigung des Werkstückes durchzuführen.
4. Spiritus - Einsatz bei geringer Spanabnahme und geringen Schnittgeschwindigkeiten.
Wenn Stauchspäne auftreten, muss der Spanwinkel durch Einschleifen einer Hohlkehle vergrößert werden, da diese Späne häufig zum Verschweißen des Bohrers mit dem Werkstück führen.
noch was zum thema
http://www2.coromant.sandvik.com/coroma ... e33_37.pdf
@robs
wenn ich dein post vom anfang richtig lese nimmst du an, dass es sich bei deiner achse damals um titan hadelte.
gruß
windy
In der Kurve kann jeder schnell fahren, auf der Geraden, da brauchst Du Leistung !
Genau. Hat mir ein Spetzl gemacht, der als Meister bei MBB in der Versuchsabteilung in München arbeitet. Und daher hatte ich auch diese Info.@robs
wenn ich dein post vom anfang richtig lese nimmst du an, dass es sich bei deiner achse damals um titan hadelte.
gruß
windy
Wie gesagt, ich wollte selbst so ein bis 2 hunderstel zuhause abdrehen weil die so streng in die Vorderachse ging. Da hats mir aber nur den Drehstahl ausgeglüht und an der Achse war nicht mal ein Kratzer. Und wie gesagt, beim ablegen auf der RS war nicht mal das Gewinde an der Hinterachse beschädigt während die Originalachse bei so was ne keilförmige Form am Ende hatte.
Also deswegen jetzt bitte nicht schlagen wenn ich einem Ing. oder Zerspanungsmeister wiedersprochen habe.