Pubert hat geschrieben:
Klar. Das Prinzip ist genau umgekehrt wie beim Hochschalten.
Zum Runterschalten also Zug/Druck auf den Schalthebel geben und dann kurz etwas Gas geben.
Ich finde das eh kontraproduktiv! Man möchte ja Geschwindigkeit abbauen, aber das Hinterrad wir immer, wenn auch im Idealfall nur für nen paar Millisekunden, kurz beschleunigen!
Also ich könnte es, aber ich finde es halt blöd und deshalb lasse ich es!
Pubert hat geschrieben:
Klar. Das Prinzip ist genau umgekehrt wie beim Hochschalten.
Zum Runterschalten also Zug/Druck auf den Schalthebel geben und dann kurz etwas Gas geben.
Ich finde das eh kontraproduktiv! Man möchte ja Geschwindigkeit abbauen, aber das Hinterrad wir immer, wenn auch im Idealfall nur für nen paar Millisekunden, kurz beschleunigen!
Also ich könnte es, aber ich finde es halt blöd und deshalb lasse ich es!
den Vorgang nennt man Zwischengas!
Das ist eben der Generation "DIGI-KID" fremd da man sich ja auf Schaltautomat, Anti-hopping-kupplung etc etc verläßt.
Während des bremsens zurück schalten und dabei Zwischengas zu geben erfordert eben etwas Übung - ist aber wegen der komplexen, schnell aufeinander folgenden Abläufe nicht in 2 Minuten gelernt.
Dies ist aber alles andere als "kontraproduktiv" !
Nein im Gegenteil -> es schont das Material, macht eine Anti-hopping-kupplung fast überflüssig, das Motorrad bleibt stabil ....etc etc
Servus!
Ich glaub, das war die Antwort auf meine Frage, ob manche ohne Kuppeln oder "autoblip" zurückschalten. Um mit Zwischengas runterzuschalten muss man aber kuppeln. Oder versteh ich da was falsch?
Und nur weil manche nicht schon 20 Jahre auf der Rennstrecke unterwegs sind, heißt das nicht, dass sie automatisch besserwisserische Playstation Kids sind. Im Umkehrschluss ist nicht jeder, weil er ein paar Jahre Erfahrung, hat ein Experte.
Gruß
Chris
Zwischengas und Zwischengas ist auch nicht dasselbe.
"Früher" musste man beim runterschalten Zwischengas geben da die Gänge nicht synchronisiert waren (auch ich hab das so noch gelernt weil mein Vater der Meinung war das ich wohl irgendwann mal einen alten LKW fahren müsse und Ihn dann beim Versuch blamieren könnte... )und ohne Drehzahlanpassung der Gang eben nicht rein ging. Äquivalent dazu das Doppelkuppeln beim Hochschalten. Und bitte vergebt mir das ich mir als mid20er erlaube über solch einen ursprünglichen Vorgang zu schreiben von dem ich als "DIGI-KID" (wasn das überhaupt fürn Wort ???) ja keine Ahnung habe...
Was Schinnerhannes glaube ich (korrigier mich wenn ich falsch liege) meint ist das aus dem Rennsport übliche Zwischengas, um das Heck zu beruhigen (macht bei modernen Moppeds die Rutschkupplung).
Bei letzterem wird aber gekuppelt!
Schinnerhannes hatte aber Recht das es relativ viel Übung braucht bis man das Zwischengas beim runterschalten so hinbekommt das es einem wirklich was bringt...ich kann es leider nicht und mangels Rutschkupplung an meinem Mopped komm ich (bevorzugt nach Start-Ziel-Geraden) immer wie der größte Anfänger auf die Kurve zugehoppelt
Beim runterschalten ohne Kupplung nutzt man m.M.n. die Bauart eines Sequentiellen Getriebes eben in umgekehrter Funktion aus wie es eine Zündunterbrechung beim Hochschalten ohne Kupplung macht.
Anstatt Last wegzunehmen um Hochzuschalten muss man kurzzeitig Last aufbringen damit der Gang leichter runtergeht. Mit dem allgemein geläufigen Zwischengas hat das imho aber recht wenig zu tun, denn es dient nicht der Stabilisierung des Moppeds sondern sorgt überhaupt erst dafür das sich das Getriebe runterschalten lässt.
EDIT sagt an der Stelle: Bei dem Video des BMW Fahrers auf der ersten Seite sieht man am rechten Arm schön wie er kurz am Gas zupft und in dem Moment den Gang reinschiebt, bemerkenswert dabei das die Fuhre dabei komplett ruhig bleibt, kein Ruckler beim Gasgeben etc. der Mann scheint das echt zu können
Hier gab es mal einen Thread über das neue Getriebe der MotoGP Honda welches diese Saison irgendwann mal eingeführt wurde. Da wurde die funktionsweise eines "normalen" Sequentiellen Getriebes "umgekehrt" (unter wahnsinnigem konstruktivem Aufwand und einem guten Schuss Genialität imho...) so das sich das Getriebe unter Last hochschalten lässt, und zwar wirklich unter Last (!), keine Zündunterbrechung etc. Dafür wurde das runterschalten schwieriger, was man aber wohl dank Elektronik dann im Griff hatte.