Zum Inhalt
NEU: Events vieler Veranstalter direkt auf R4F buchen. Bequem und einfach. Jetzt buchen

GP-News

hier könnt Ihr Alles rund um MotoGP; SSP; SBK; IDM u.s.w. diskutieren...

Moderatoren: as, Chris

  • Benutzeravatar
  • Roland Offline
  • Beiträge: 15562
  • Registriert: Freitag 14. November 2003, 11:46
  • Motorrad: Ducati
  • Lieblingsstrecke: Brünn
  • Wohnort: daheim
  • Kontaktdaten:

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von Roland »

fraggle hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 22:13
Boo hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 19:53 Man nimmt Gewicht vom Vorderrad, indem man hinten mehr bremst?
MM93 zieht mit der Hinterbremse das Heck nach „unten“, bzw. er versucht durch sein feinfühliges Betätigen (wofür er bekannt ist) der hinteren Bremse, mit diesem Beemsimpuls den Schwerpunkt weiter hinten und tiefer zu halten. Im Zusammenspiel mit der Vorderradbremse ergibt sich durch den tieferen Schwerpunkt weniger Gewicht (respektive Bremslast) auf dem Vorderrad. Das funktioniert im Zusammenspiel mit den “Ride height devices” natürlich noch viel ausgeprägter, als bei einem normalen Moped. Viel wichtiger ist dabei aber, dass es nicht nur um die reine Bremslast bei der Verzögerung auf der Geraden geht, sondern der Vorderreifen in Schräglage auch entlastet wird und man dadurch einen höheren Kurvenspeed fahren kann.

Lies mal nach, wie sich das Ducati bei ihrem Racing ABS beim Serienmoped zu Nutze macht. Die geben bei der Betätigung der Vorderradbremse einen kurzen Impuls (Millisekunden) auf die hintere Bremse, damit sich ebenfalls der Schwerpunkt nach unten verlagert. Dann erst greift die Vorderradbremse ein und Du hast weniger Last auf dem Vorderrad.

Danke!!

Könnte man wissen, würde man Ahnung haben. Dieses Prinzip haben früher schon zu Zwietaktzeiten die Protagonisten angewandt, zuerst auf die Hinterradbremse treten um das Heck abzusenken, weil man durch die Gewichtsverlagerung des Hecks nach unten vorne auch noch härter bremsen konnte.
Öhlins hatte mal einen elektronisch gesteuerten Dämpfer entwickelt, der genau das konnte, automatisch beim Bremsen das Heck abzusenken. Aber in weiser Vorraussicht wurden elektronische Fahrwerke verbotens. Getestet hat das damals ein gewisser Norick Abe auf seiner Werks-YZR 500. Das Prinzip muß hervorragend funktioniert haben.
Also fuhr man wie gewohnt weiter, die hintere Bremse zuerst mit dem Fuß zu betätigen bevor man vorne reinlangt!
>>>neue Dunlop Moto2 Slicks<<<
  • Benutzeravatar
  • Chris Offline
  • Site Admin
  • Beiträge: 17036
  • Registriert: Mittwoch 12. November 2003, 14:05
  • Motorrad: Keins :-(
  • Lieblingsstrecke: Schleiz
  • Wohnort: Chiemgau
  • Kontaktdaten:

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von Chris »

War/Ist das nicht Ogura, der das hervorragend kann?
  • Benutzeravatar
  • Boo Online
  • Beiträge: 1046
  • Registriert: Montag 28. Dezember 2009, 19:59
  • Motorrad: BMW
  • Lieblingsstrecke: Misano
  • Wohnort: Zürich

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von Boo »

Roland hat geschrieben: Mittwoch 6. Mai 2026, 06:16
fraggle hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 22:13
Boo hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 19:53 Man nimmt Gewicht vom Vorderrad, indem man hinten mehr bremst?
MM93 zieht mit der Hinterbremse das Heck nach „unten“, bzw. er versucht durch sein feinfühliges Betätigen (wofür er bekannt ist) der hinteren Bremse, mit diesem Beemsimpuls den Schwerpunkt weiter hinten und tiefer zu halten. Im Zusammenspiel mit der Vorderradbremse ergibt sich durch den tieferen Schwerpunkt weniger Gewicht (respektive Bremslast) auf dem Vorderrad

Danke!!

Könnte man wissen, würde man Ahnung haben.
Wollte Chris nicht mal härter durchgreifen bei solch herablassenden Kommentaren?
  • Benutzeravatar
  • Rudi Offline
  • Beiträge: 8761
  • Registriert: Montag 19. Januar 2004, 11:29
  • Motorrad: R1 RN22
  • Lieblingsstrecke: Rijeka, Zandvoort
  • Wohnort: Guetersloh
  • Kontaktdaten:

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von Rudi »

Dein Ernst ? Seit wann so mimosenhaft ?
Termine 2026
30.3-2.4 Rijeka mit Dreier
15.-17.5. Pann mit Stardesign
3.-5.8. Brünn mit Bimota
11.-13.9. Most mit CRMoto
28.9.-1.10. Rijeka mit Dreier
  • Benutzeravatar
  • Boo Online
  • Beiträge: 1046
  • Registriert: Montag 28. Dezember 2009, 19:59
  • Motorrad: BMW
  • Lieblingsstrecke: Misano
  • Wohnort: Zürich

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von Boo »

fraggle hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 22:13
Boo hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 19:53 Man nimmt Gewicht vom Vorderrad, indem man hinten mehr bremst?
MM93 zieht mit der Hinterbremse das Heck nach „unten“, bzw. er versucht durch sein feinfühliges Betätigen (wofür er bekannt ist) der hinteren Bremse, mit diesem Beemsimpuls den Schwerpunkt weiter hinten und tiefer zu halten. Im Zusammenspiel mit der Vorderradbremse ergibt sich durch den tieferen Schwerpunkt weniger Gewicht (respektive Bremslast) auf dem Vorderrad. Das funktioniert im Zusammenspiel mit den “Ride height devices” natürlich noch viel ausgeprägter, als bei einem normalen Moped. Viel wichtiger ist dabei aber, dass es nicht nur um die reine Bremslast bei der Verzögerung auf der Geraden geht, sondern der Vorderreifen in Schräglage auch entlastet wird und man dadurch einen höheren Kurvenspeed fahren kann.

Lies mal nach, wie sich das Ducati bei ihrem Racing ABS beim Serienmoped zu Nutze macht. Die geben bei der Betätigung der Vorderradbremse einen kurzen Impuls (Millisekunden) auf die hintere Bremse, damit sich ebenfalls der Schwerpunkt nach unten verlagert. Dann erst greift die Vorderradbremse ein und Du hast weniger Last auf dem Vorderrad.
Einverstanden, das Heck geht im Idealfall nach unten, Radstand wird grösser, mehr Stabilität.
Bei gleicher Verzögerunng wird bei mehr Hinterradbremse das Vorderrad entlastet im Sinn von es muss weniger Bremskräfte aufnehmen (ergo mehr Grip Reserven), aber nicht im Sinne von weniger Gewicht auf dem Vorderrad. Ist auch einleuchtend, dass es meist von Vorteil ist, beide Räder zu gebrauchen um zu verzögern. Insbesondere mit Anpressdruck aufm Heck. Dennoch macht Bremskraft hinten per se immer eine Radlastverschiebung nach vorne, diese Physik lässt sich nicht aushebeln.
Das mit dem Verschleiss ist sicher ein Argument, aber gerade Toprak hatte ja mit seinem Fahrstil in der WSBK vergleichsweise weniger Probleme mit Reifenverschleiss gehabt als andere Fahrer, wenn ich mich nicht täusche.
Was würdest du sagen: Ist diese Bremstechnik hinten nun eher von Vorteil für die generelle Rundenzeit wegen höherem Kurvenspeed, oder mehr auf Renndauer wegen des Verschleisses? Und ist das im Fall von Toprak mehr ein MotoGP (sprich Geometrie, Aerodynamik und Devices)-Problem oder mehr die andere Reifencharakteristik? Sprich wird das 2027 u.U. anders aussehen? Du sagst ja "momentan wird so gefahren..."
Oder anders gefragt, warum fahren die (erfolgreichen) Fahrer in der WSBK nicht auch so?
Gibt es nicht auch in der MotoGP Fahrer, die nicht so extrem mit der Hinterradbremse arbeiten und trotzdem gut abliefern? Man muss ja den Neuling nicht unbedingt bloss mit dem besten aller Zeiten vergleichen ;-)
Zuletzt geändert von Boo am Mittwoch 6. Mai 2026, 13:04, insgesamt 1-mal geändert.
  • Benutzeravatar
  • Chris Offline
  • Site Admin
  • Beiträge: 17036
  • Registriert: Mittwoch 12. November 2003, 14:05
  • Motorrad: Keins :-(
  • Lieblingsstrecke: Schleiz
  • Wohnort: Chiemgau
  • Kontaktdaten:

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von Chris »

Boo hat geschrieben: Mittwoch 6. Mai 2026, 10:29 Wollte Chris nicht mal härter durchgreifen bei solch herablassenden Kommentaren?
Na das ist doch werfen mit Wattebällchen ;-)
  • Benutzeravatar
  • Diditotalbekloppt Offline
  • Beiträge: 5335
  • Registriert: Mittwoch 16. August 2006, 18:40
  • Lieblingsstrecke: Osche/Zolder
  • Wohnort: Schwerte

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von Diditotalbekloppt »

Boo hat geschrieben: Mittwoch 6. Mai 2026, 10:29
Roland hat geschrieben: Mittwoch 6. Mai 2026, 06:16
fraggle hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 22:13
Boo hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 19:53 Man nimmt Gewicht vom Vorderrad, indem man hinten mehr bremst?
MM93 zieht mit der Hinterbremse das Heck nach „unten“, bzw. er versucht durch sein feinfühliges Betätigen (wofür er bekannt ist) der hinteren Bremse, mit diesem Beemsimpuls den Schwerpunkt weiter hinten und tiefer zu halten. Im Zusammenspiel mit der Vorderradbremse ergibt sich durch den tieferen Schwerpunkt weniger Gewicht (respektive Bremslast) auf dem Vorderrad

Danke!!

Könnte man wissen, würde man Ahnung haben.
Wollte Chris nicht mal härter durchgreifen bei solch herablassenden Kommentaren?
Darfst den Kerni einfach nicht ernst nehmen. Er hat nur das R4F-Forum :)
Long Live Chainsaw
  • Benutzeravatar
  • campari Offline
  • Beiträge: 5873
  • Registriert: Samstag 5. September 2009, 23:29
  • Lieblingsstrecke: Jerez
  • Wohnort: Lübeck

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von campari »

Ja und wo bliebe denn sonst der Spaß für die restlichen Leser!
:horseshit:

Öfter mal die Hände waschen!!!
  • fraggle Offline
  • Beiträge: 1085
  • Registriert: Freitag 7. Oktober 2016, 15:01

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von fraggle »

Boo hat geschrieben: Mittwoch 6. Mai 2026, 13:02
fraggle hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 22:13
Boo hat geschrieben: Dienstag 5. Mai 2026, 19:53 Man nimmt Gewicht vom Vorderrad, indem man hinten mehr bremst?
MM93 zieht mit der Hinterbremse das Heck nach „unten“, bzw. er versucht durch sein feinfühliges Betätigen (wofür er bekannt ist) der hinteren Bremse, mit diesem Beemsimpuls den Schwerpunkt weiter hinten und tiefer zu halten. Im Zusammenspiel mit der Vorderradbremse ergibt sich durch den tieferen Schwerpunkt weniger Gewicht (respektive Bremslast) auf dem Vorderrad. Das funktioniert im Zusammenspiel mit den “Ride height devices” natürlich noch viel ausgeprägter, als bei einem normalen Moped. Viel wichtiger ist dabei aber, dass es nicht nur um die reine Bremslast bei der Verzögerung auf der Geraden geht, sondern der Vorderreifen in Schräglage auch entlastet wird und man dadurch einen höheren Kurvenspeed fahren kann.

Lies mal nach, wie sich das Ducati bei ihrem Racing ABS beim Serienmoped zu Nutze macht. Die geben bei der Betätigung der Vorderradbremse einen kurzen Impuls (Millisekunden) auf die hintere Bremse, damit sich ebenfalls der Schwerpunkt nach unten verlagert. Dann erst greift die Vorderradbremse ein und Du hast weniger Last auf dem Vorderrad.
Einverstanden, das Heck geht im Idealfall nach unten, Radstand wird grösser, mehr Stabilität.
Bei gleicher Verzögerunng wird bei mehr Hinterradbremse das Vorderrad entlastet im Sinn von es muss weniger Bremskräfte aufnehmen (ergo mehr Grip Reserven), aber nicht im Sinne von weniger Gewicht auf dem Vorderrad. Ist auch einleuchtend, dass es meist von Vorteil ist, beide Räder zu gebrauchen um zu verzögern. Insbesondere mit Anpressdruck aufm Heck. Dennoch macht Bremskraft hinten per se immer eine Radlastverschiebung nach vorne, diese Physik lässt sich nicht aushebeln.
Das mit dem Verschleiss ist sicher ein Argument, aber gerade Toprak hatte ja mit seinem Fahrstil in der WSBK vergleichsweise weniger Probleme mit Reifenverschleiss gehabt als andere Fahrer, wenn ich mich nicht täusche.
Was würdest du sagen: Ist diese Bremstechnik hinten nun eher von Vorteil für die generelle Rundenzeit wegen höherem Kurvenspeed, oder mehr auf Renndauer wegen des Verschleisses? Und ist das im Fall von Toprak mehr ein MotoGP (sprich Geometrie, Aerodynamik und Devices)-Problem oder mehr die andere Reifencharakteristik? Sprich wird das 2027 u.U. anders aussehen? Du sagst ja "momentan wird so gefahren..."
Oder anders gefragt, warum fahren die (erfolgreichen) Fahrer in der WSBK nicht auch so?
Gibt es nicht auch in der MotoGP Fahrer, die nicht so extrem mit der Hinterradbremse arbeiten und trotzdem gut abliefern? Man muss ja den Neuling nicht unbedingt bloss mit dem besten aller Zeiten vergleichen ;-)
Diese Art zu fahren ist bestimmt ein Mix aus Reifenverschleiß UND schnellerer Rundenzeit. Schaut man sich Ai Ogura an, so hat er zum Ende des Rennens meist gute Reserven im Reifen. Wobei das auch mit der Tatsache zusammenhängt, dass er eben auch unter MotoGP Piloten wohl eher zu den Leichtgewichten gehört.

Der Grund für diese Fahrweise ist bestimmt auf mehre Faktoren zurückzuführen. Grundlegend ist ein Prototyp um einiges stabiler als ein WSBK es jemals sein wird. Daher musst, bzw. kannst Du das Moped zielgenauer fahren. Das erfordert schon mal eine andere Fahrweise. Ob dieser Fahrstil in Zukunft Vorteile bringen wird oder man anders fährt, kann man nur vermuten. Dieser Fahrstil wurde zusammen mit den Devices immer mehr perfektioniert, fallen sie weg, wer weiß wie die MotoGP Piloten darauf reagieren werden. Da es zur Zeit der Schlüssel zu den Siegen ist, werden die Fahrer versuchen den Fahrstil so gut wie möglich auf die kommenden Änderungen zu adaptieren. Klar wird 2027 einiges anders sein und es wird sicher Dinge geben, die man nicht übertragen kann.

Wie 2027 gefahren wird, weiß niemand. Die 850er Bikes werden im Moment auf Basis der aktuellen und somit schnellsten Technik entwickelt. Die Reifen werden dazu „angepasst“ weil Pirelli den Werken nicht vorschreiben kann das aktuell funktionierende Konzept über den Haufen zu werfen. Es ist auch eine gemeinsame Entwicklung von Herstellern und Reifenfirma. In wie weit sie in die Nähe des 2026er Fahrstils kommen, wird man erst sehen, wenn es um die Wurst geht. Wie wird sich die geringere Leistung und evtl. andere Leistungscharakteristik auf den Fahrstil auswirken ? Alles Dinge, die im Moment noch keiner Beantworten kann, weil niemand eine 850er auf finalem Niveau zur Verfügung hat. Aber ich gehe nicht davon aus, dass ein TR07 plötzlich allen davonfahren wird. Es wird Verschiebungen geben, aber das grobe Raster wird bleiben wie immer. Als man von den 500ern auf die MotoGP wechselte war es glaube ich der selbe Fahrer, der den letzten 500er Titel oder sogar das letzte 500er Rennen gewonnen hatte und dies in der MotoGP mit Rennen und Titel direkt fortführte ( VR46)? (Keine Garantie zum letzten Satz, ich bin nur zu faul um es nachzuschauen…)
Muss hier was stehen ?
  • Benutzeravatar
  • R6-Pille Offline
  • Beiträge: 1147
  • Registriert: Samstag 13. Februar 2010, 17:42
  • Motorrad: S1000RR

Re: GP-News

Kontaktdaten:

Beitrag von R6-Pille »

Das Anbremsen zusätzlich mit der Hinterradbremse zieht das HR etwas in die Feder und damit senkt sich der Schwerpunkt.
Ein tiefer Schwerpunkt ermöglicht eine höhere Bremskraft vorn bevor das Hinterrad abhebt.
Anpressdruck ist durch den "Flügel" bei hoher Geschwindigkeit genug vorhanden sodass die Kraft auch ohne Blockieren des Vorderrades übertragen werden kann.

Der Vorgang ist der die Umkehrung der aktuellen Heckabsenkung beim Beschleunigen.
Hier will man das Vorderrad am Boden halten und möglichst viel Kraft auf den Hinterradreifen zulassen.
Es gibt immer einen Schnelleren
Antworten