Wer möchte denn noch so im Zeitraum Oktober - Dezember auf Reisen gehen? Und weil ich ja so "siempre" bin, würde irgend jemand ein kleines Gelbes nach Jerez bringen wollen? Dann kann ich ein Flugzeug nehmen.
campari hat geschrieben: ↑Freitag 22. Mai 2026, 13:50
Hallo, werte Gemeinde.
Wer möchte denn noch so im Zeitraum Oktober - Dezember auf Reisen gehen? Und weil ich ja so "siempre" bin, würde irgend jemand ein kleines Gelbes nach Jerez bringen wollen? Dann kann ich ein Flugzeug nehmen.
Ich bin ein verdammter Junkie
da könnt der Toprak aber auch wieder da sein
Schau in den Spiegel und du siehst den Menschen der für deine Situation verantwortlich ist
campari hat geschrieben: ↑Freitag 22. Mai 2026, 13:50
Wer möchte denn noch so im Zeitraum Oktober - Dezember auf Reisen gehen? Und weil ich ja so "siempre" bin, würde irgend jemand ein kleines Gelbes nach Jerez bringen wollen? Dann kann ich ein Flugzeug nehmen.
Hallo Andrea,
diesmal gehts bei uns leider nicht mit. Wir haben in diesem Jahr nach 14 Jahren mal ein ganz anderes Programm zum Jahreswechsel geplant.
Wünsche Dir aber viel Glück bei der Suche und dann auch viel Erfolg in Jerez.
Redundanzroulette. Klack, die Kugel rollt hölzern. Es ist alles spiegelblank, und die Farben vermischen sich. Runde um Runde rollt die Kugel. Es dreht sich langsamer. Es sind wieder Zahlen zu sehen, und die Farben werden klarer. Die Kugel verliert immer mehr an Schwung und bleibt schließlich stehen, bevor sie zur Seite kippt.
In mein Feld.
Nun seid doch nicht so. Das ist vielleicht das letzte Jahr, in dem ich mir noch Späße erlauben kann.
campari hat geschrieben: ↑Freitag 22. Mai 2026, 13:50
Hallo, werte Gemeinde.
Wer möchte denn noch so im Zeitraum Oktober - Dezember auf Reisen gehen? Und weil ich ja so "siempre" bin, würde irgend jemand ein kleines Gelbes nach Jerez bringen wollen? Dann kann ich ein Flugzeug nehmen.
Ich bin ein verdammter Junkie
Es gibt bekanntlich Veranstalter, die auch den Transport zu fairen Preisen übernehmen. Habe diesbezüglich mit Bike Promotion gute Erfahrung gemacht.
Ist besonders interessant, wenn man über die Saison verteilt mehrere Veranstaltungen bucht. Einlagerung erfolgt dann jeweils in Almeria und anschließend lokaler Transport zu den gebuchten Strecken. Habe mir auf diese Weise im vergangenen Winter 1x Jerez, 2x Portimao, 2x Valencia und 1x Almeria gegönnt. Ja, das war Luxus, aber als Rentner hat man schließlich Zeit. ..
Größenwahn. Es war absoluter Größenwahn. Ich hatte 7 (in Worten: S I E B E N) Tage Brünn gebucht. Damit ich nicht völlig unvorbereitet war (mein letzter Termin war ja im März, was nun wirklich zu weit weg von Ende Juli war), hatte ich einen Termin Anfang Juli in Oschersleben gebucht. Und zu diesem Termin war ich fern von fit, denn mein kleines verkohltes Herz hatte mit Wasserschwankungen im Kreislauf zu kämpfen, die mir drei Tage Festival am Vorwochenende eingebrockt hatten. Es dauerte bis Mitte der Woche, bis meine Füße wieder ihre Sehnen zeigten und ich wieder Schuhe darüber ziehen konnte.
Ich brauchte wetterbedingt nicht einmal Reifen zu wechseln. Nach zusammengerechnet maximal einem Tag Fahrzeit und einer 1:40, die ich im freien Fahren zusammenbrachte, packte ich wieder ein. Das Highlight des Tages, neben der unerwarteten Bestzeit, war der Besuch von Herrn Kurvenjunkie samt Tochter.
Und jetzt war es Ende Juli. Genauer gesagt, der 24.7. Mir war immer noch leicht übel, aber ich hatte zwei Hausbesichtigungen hinter mich gebracht, wovon die eine die Übelkeit ansteigen ließ. Asbestschlösschen für an die 300k€. Die Dame von der Bank hatte verdeutlicht, dass man da direkt 100k€ abziehen könne, laut ihrem Bewertungssystem. Es gibt immer eine Wahl. Meine Alternative war: entweder um die 2k€ jeden Monat an Miete zu verlieren oder etwas passabel Wiederverkaufbares für die nächsten Jahre zu nutzen.
Mir war nicht nur deswegen schlecht. Der Kreislauf war immer noch nicht eingepegelt. Dabei hatte ich seit diesem Festival alles getan. Ich hatte fast jeden Tag mindestens eine halbe Stunde Schwimmen eingelegt, die letzten Tage sogar in der erfrischend kalten Ostsee. Ich war in der Muckibude gewesen und hatte, so wie Knie es erlaubte, die Beine mit Beugen trainiert. Und die Arme. Und den Schultergürtel. Und und und.
Und ich hatte Ansagen gemacht. Eine an mich selbst: Ich fahre 2:15 (nota bene: die letzte Zeit 2:31 mit GSXR 750k4) Und eine an Klaus, der es in Jerez in der Zeitenliste nicht an mir vorbei geschafft hatte - ich es wohl aber an ihm, und das sogar am Bergaufstück. Ich würde das in Brünn wiederholen.
Es sollte heiß werden in Brünn. Dann wieder nicht und dann wieder doch. Mit Hinterreifen hatte ich mich im Laufe der Zeit bewaffnet, aber dabei völlig vergessen, dass ich wohl auch am Vorderrad etwas Passendes brauchen würde.
Dämlich kommt von Dame, Herrlich kommt von Herr. Der Herr des Hauses, was nicht meins war, hatte noch einen V02 in medium abzugeben. Ob der mir nun zur Hälfte gehörte oder ganz oder ob der wegmusste - mir egal. Ich brauchte einen und zwar ziemlich zügig. An dieser Stelle noch ein offizielles Dankeschön dafür, denn ich hatte nur Softies und wäre damit nicht weit gekommen.
In den letzten Tagen ging es immer wieder hin und her. Pro Box - anti Box, anti Box - pro Box. Es sollte so heiß werden, dass man sich sogar Sorgen um das Öl der SC82 machte. Öl? Ich hatte den dringenden Auftrag, in Brünn das Öl wechseln zu müssen. Ich mochte meine Motoren. Aber "Ölkram" hatte ich nicht. Mit einer auf dem Weg in die Muckibude bei ATU eingesackten Ölschüssel am Fahrradrucksack radelte ich zu da, wo mein Moped stand, um den Rest vor Abfahrt zu sortieren und noch zu organisieren, was ich brauchen könnte.
Ich brauchte einen Anschluss-Schlauch für das Stahlbus-Ablassventil. Und ta-daaaa, nach etwas Suche hielt der Henning mir ein fast ganz neues Teil vor die Nase. Jawohl, das war Zugewinngemeinschaft!
Am Sonntag sollte es früh losgehen, aber nicht vor dem Aufstehen. Ich hatte mich langsam daran gewöhnt, dass mein Krempel kilometerweit weg war, und daran, dass ich zum nie so wirklich vor meiner Bude parkenden Auto alles einzeln tragen musste. Woran ich mich nicht gewöhnen konnte, war dass die Kindschaft woanders wohnte als ich. Also hatte ich den Würfel Hefe, der seinen Verfall andeutete, zu einem Hefezopf mit Quark-Honig-Füllung verarbeitet und in den Kühlschrank gestellt. Quark macht nicht nur Muskeln, sondern auch Gebäck lagerstabiler. Falls jemand nicht rechtzeitig etwas zum Essen bekäme, hätte ich etwas anzubieten - auch am Montag noch. Und wer wusste schon, wie lange ich selbst irgendwo im Stau stehen würde. Besser man sorgte vor.
Position für Position strich ich auf meiner Liste durch.
Der Hefezopf im Kühlschrank war mittlerweile dabei, die Abdeckung hochzuheben und schickte sich an, aus der Form zu krabbeln. Ja, dann backen wir doch besser direkt jetzt und nicht morgen früh. Noch einmal schlafen und dann sollte ich nach Brünn fahren, um dort eine <=2:15 zu schaffen und auf jeden Fall schneller zu sein als Klaus und das Ganze sieben Tage am Stück. Und natürlich war ich dazu aufgefordert, alle erdenklichen Rennen mitzufahren. Wer hatte sich das bloß ausgedacht?