Könnte sich aber so zugetragen haben.
Neulich in Tibet:
Es ist morgens, halb zehn in Lhasa, der Dalai Lama würgte sein Frühstückchen mit einem Schluck vergorener Yakmilch hinunter und verzog sein Gesicht.
Schmeckte mal wieder wie ausgekochte Mönchslatschen, dachte er bei sich, genau so wie ich`s gerne mag.
Das Thermometer zeigte 5C° Grad, in fröstelte als er die Kühlschranktüre wieder schloß.
Er zog den schulterfreien Lamalappen höher, nahm sich einen Löffel aus dem Besteckkörbchen und setzte sich mit einem Becher „Fruchtbombe- Kartoffel „ in der Hand ans Fenster und sah grübelnd über Lhasa- City hinweg.
Was für eine scheiß Nacht dachte er, lag es an den gedämpften Schafshoden in Reispampe das sein Tantra Achterbahn fuhr ?
In der Nacht war er mehrfach aus dem unruhigen Schlaf geschreckt, Bilder von jubelnden, rote Tücher schwenkenden Gläubigen der Kerpener- Breitkinnsekte gingen ihm nicht mehr aus dem Kopf. Nonnen in kurzer Mönchstracht, hochhackigen Hochschaftsandale und Schirmen in bunten Farben ließen seinen kleinen Lama orangene Großraumzelt erschaffen.
Hinzu kam, das er, als er letzte Nacht auf dem Weg zum Klo war, mal wieder über einen seiner Gebetsschals gestolpert war, lang auf den polierten Steinboden aufschlug und nur der Umstand, das der kleine Lama schon wieder seine Zelte abgebaut hatte dafür sorgte, das ihm nicht mehr als aufgeschlagenen Knie beschert wurden.
Was hat er, was ich nicht habe dachte er bei sich.
Niemand konnte das „ Ommmmmmh „ tiefer ommen als er, niemand hatte orangenere Lamalappen als er, niemand hatte eine so große Brille ohne Zuzahlung.
Und dennoch gab es einen dem man noch mehr zujubelte als ihm, einer der kam sie alle mit seiner Optik zu knechten, einer der Vakuumhirne verschiedenster Nationalitäten dazu brachte wirre Wörter aneinander zu reihen, diese in Foren zu posten und dafür auch noch Applaus und Zuspruch zu ernten. Verrückte Welt.
Dieser eine, der hässlichste unter den Hässlichen, der Guru der Kerpener-Breitkinnsekte, den alle nur „ Das rasende Kinn“ nannten, war seit Wochen das Gesprächsthema Nr. 1.
Die Anhänger, welche dem Breitkinn noch vor ein Paar Jahren huldigten, hatten ihn schon fast wieder vergessen, als das Breitkinn beschloss mit Motorrädern im Kreis zu fahren.
Und schon war die Breitkinngemeinde wieder da, ließ sich Autogramme auf Kinderwindeln und eingegipste Körperteile geben.
Vielleicht sollte ich auch im Kreis fahren, dachte Dalai, er war ja zu Kindertagen auch mit seinem Holzfahrrad einer der schnellsten in der Tempelauffahrt.
In der darauf folgenden Nacht träumte er von sich im Hinterrad verfangenden Gebetsschals und verrutschenden Protektoren in seinem einteiligen Rennlamalappen, er träumte von hässlichen Menschen die in drängten doch endlich seine Yakmilch mit Rotwein zu mischen, Menschen die gröhlend, Grimassen ziehend und wirres Zeug redend in einer Sprache sprachen die er noch nie gehört hatte.
Da wusste er das dies nicht seine Weltscheibe sein würde.
Stattdessen schob sich eine andere Idee immer weiter in den Vordergrund, schon länger hatte er eine, wie er meinte, einmalige Idee, die sich bestimmt auch weltweit vermarkten lassen würde.
Er träumte von einem tibetweiten Ommmmmmh- Wettbewerb an dem alle jungen Tibeter teilnehmen sollten, er suchte nur noch nach dem richtigen Namen, so etwas wie.................... „ Tibet sucht das Superommmmmh..........“ oder „ Tibet`s next Top- Ommer „
Das wird ein schöner Tag dachte er und wickelte sich aus dem Gebetsschal in dem er sich mal wieder verfangen hatte.
Dann machte er sich auf den Weg zur Toilette um sich die Bikinizone zu rasieren.
In diesem Sinne
Carpe Kartoffelsalatum
@Bundy, diese Geschichte ist möglicherweise, vielleicht, eventuell nicht passiert.