Es ist das Jahr Eintausendneunhunderteinundneunzig nach Christi Geburt.. Gottes allmächtige Hand gleitet anmächtig gleichmäßig über die virtuelle Weltkugel auf Google Earth (Gott hat`s erfunden). Momente wie diese gaben ihm immer eine besondere Zufriedenheit. Nach der all der Drecksarbeit welche die Erschaffung der Erde mit sich brachte, hat diese digitale Suchroutine nach einem Ort der Niederkunft etwas umfassendes, mächtiges, wenn auch etwas klinisch steriles, aber die Fingernägel bleiben sauber und das gefällt Gott. In Deutschland soll es in dieser besonderen Nacht sein, angrenzende südliche Kleinstaaten hat er in den letzten Wochen bereits besucht, aber nun nicht mehr in seine Wahl mit einbezogen, das Gefasel der Bergvölker schallt ihm immer noch in den Ohren.. "wieso haben wir unterschiedlich lange Beine" warum, weswegen bla bla bla. Er war es leid natürliche Gegebenheiten erklären zu müssen. Zwischen Aue und Zwickau verweilt Gottes Finger eine Weile auf dem Touchscreen, kurzweiliges niederschlagen der Augen und einen Fingerrutscher später ward der Ort des Geschehens gewählt.. Stollberg. Er begab sich wie ein jedes mal in tiefe Trance , schloß seine Augen und betete. Beim aufschlagen seiner Lider stand er zeitgleich in eines Hauses Zimmer, welches nicht seiner Wahl unterlag.. daran arbeitete er noch. Es war dunkel, nach Erdenzeit ward es schlafende Nacht gewesen sein. Gott schaute sich um und erblickte ein Bett mit einem schlafenden Knaben. Dessen bewußt welch heftige Reaktionen seine Besuche hervorriefen, schritt er leise an dessen Schlafstatt heran und sprach ihn leise an:
*Erwache Knabe"
Der Knabe öffnete seine Augen nicht vollständig, er erstarrte innerlich und bat in Gedanken Gott darum das dies ein Traum sei.. das der alte, reckenhafte, weißhaarige Mann mit langem Bart und merkwürdig riechendem farblosem Umhang nicht wirklich an seinem Bett stand...
"Fürchte dich nicht" sprach Gott und lächelte wissend..."leider kann ich deiner Bitte, ich sei ein Traum, nicht nachkommen. Denn ich bin es wahrlich. Doch sei unbefangen und antworte mir auf meine Fragen, dann kannst du deinen Schlaf fortsetzen und morgen wirst du versichert sein geträumt zu haben..."
Der Knabe schluckte und nickt mit dem Kopfe..
"Wie heißt du mein Sohn" fragte Gott und legte seine Hand auf seine Stirn.
"Mox"
"wie ?"
"M O X, Vater"
Gott entsinnte sich. Da ward einst ein Volk welches beim verteilen der
Lautsprache..aber..lassen wir das.
"Max.. ich grüße dich im Namen des.. ähhh.. ja. Hallo Max. Ich sehe nun dein bisheriges Leben, deine Freuden und dein Leid, deine Stunden der Lehre und die Liebe deiner Eltern, alles dies scheint mir eine gute erfüllte Kindheit zu sein. Dir mag ich wenig Halt und Rat geben müssen. (Gott sah aber vor seinem Auge einen dringenden Wunsch, er konnte ihn nur nicht deuten, diese Sprache..) Sprich Max.. magst du deinem Herrn mitteilen welch Verlangen dich erfüllt..ich spüre eine Macht.. ich vermag sie nicht zu.. zu.. aehm.. zu verstehen..
Mit errötetem Kopfe und unerwartet lauter Stimmer schallte es ihm entgegen:
"Isch will Ssussugiiii Indioner wärden" !!!
Sicher. Gott ist allwissend, jedoch ward dessen leerer und fragender Gesichtsausdruck auch dem kleinen Max nicht verborgen.
Es schallte im Raum als Max ihm zurief..
"Ssussuggiiii.. gänst du däs nischt, däs is ä Modohrrod, däs willisch wenn isch groohs bin fooohn"
Ah. Mit dem Interesse eines Goldfisches an der Herkunft seines Futters vernahm Gott den Wunsch des kleinen Max. Motorradfahrer.. so so... Junge sei froh das du nicht noch Beikär gesagt hast, auch Gott hatte seine Aversionen. Er seufzte und sehnte sich nach früheren Gesprächen und Wünschen seiner jüngsten Schäfchen. Lokomotivführer..jaa.. das war noch was. Gott sah den Jungen an, sah wie jung er noch war und wie sehr er seinem Traum nachfieberte. Er entsinnte sich an seinen Schwager Karl-Rudolph aus der Xmas FaceToFace Agentur und lächelte.. dieser würde dem kleinen Max zu gegebener Zeit eine Freude bereiten, eine Indianerperücke und ein Plastikmotorrad, ein wenig rote Farbe..
"Höre mir zu, kleiner guter Max, ich verspreche dir nun etwas:
Irgendwann kommt ein dicker Mann zu dir, er fährt einen sehr grossen dicken Wagen.. und der bringt dir deine Ssussuggii. Und wenn du dann noch eine Perücke aufziehst und dir ein paar rote Punkte auf deine Kleider malst, dann wird das alles in Erfüllung gehen was du dir wünschst, das verspreche ich dir."
Freudestrahlend drehte Max sich um und presste vor Glück sein Gesicht in sein Kissen... der alte Mann war schon wieder weg, er spürte das. Und er träumte wieder von Rainey, Schwantz und all den anderen Rennfahrern...und seiner Ssussssuuuggi...
©Ssussuggi by Bundy
komplett auf dem Pott geschrieben..