GSXR Junkie hat geschrieben:Du bist mein Held, eine wandelnde alleswissende Statistik. http://www.mtw-ev.de/pages/Kinder_Hunde ... pfhund.pdf
besonderes Augenmerk kannst du mal auf das Thema Bauernopfer Kampfhund legen
Wobei diese Statistik ja eher gegen die sogenannten Kampfhunderassen spricht und damit die Vorurteile bestätigt. Ca. 5% zählen zu diesen Rassen verursachen aber ca. 20% der Beißunfälle. Wobei sich das bei den Schäferhunden etwa die Waage hält 26% Anteil am Bstand und etwa so viel Prozent Anteil an den Beißunfällen.
Erstens:
Lisa ist kein Pitbull sondern ein Stafford! Da ist ein gehöriger Unterschied (auch wenn der Gesetzgeber alles über einen Kamm geschoren hat!). In England und den USA gilt der Staff als ganz normaler Haus-und Familienhund und die verstehen dort nicht warum man diese Rasse als gefährlich einstuft!
Zweitens:
Zur Wesensfestigkeit dieser Rassen mal ein paar Worte die viele nicht so wissen. Es stimmt, dass im Ursprung diese Rassen mal gezüchtet wurden um im Ring (Pit) gegen Artgenossen zu kämpfen. Bei solchen Kämpfen ist aber immer ein Mensch in Funktion eines Kampfrichters mit in der Pit gewesen. Um sicher zu stellen, dass diese Hunde keinesfalls und wirklich nie auf den Menschen los gehen wurde jeder Hund der Aggressivität gegenüber Menschen zeigt sofort aus der Zucht genommen und galt als wertlos. Daraus resultiert, dass zwar viele Tiere dieser Rassen eine angezüchtete Aggressivität gegenüber Artgenossen haben aber im Gegensatz dazu völlig Menschenbezogen sind. Fast immer, wenn man sich mal mit Haltern der "Anlagehunde" unterhält, bekommt man zu hören, dass dieser Hund alles drum gibt seiner Familie zu gefallen, die Kinder beschützt und mit Vorliebe auf dem Bauch des Herrchens ruht wenn dieser auf dem Sofa liegt um fernzusehen! So auch bei mir!
Ich wollte tatsächlich nie solch einen Hund und habe auch Zweifel gehabt warum man sich ein vermeindlich aggressives Tier zulegen sollte. Dann ist mein Golden Retriever Anfang 2003 nach 12 Jahren leider verstorben. Bei einem Gang durchs Tierheim, das so fürchterlich war und wo ich alle Idioten die dort arbeiteten vermöbeln hätte können (vollgeschissene, viel zu kleine Verschläge, verängstigte Tiere, einfach unsägliche Zustände), fiel mir dann Lisa auf. Sie sass ganz hinten im Eck und traute sich nicht an den Zaun. Sie zitterte und erst als ich in die Knie ging und ganz leise zu ihr sprach, kam sie grinsend nach vorne. Ja, grinsend! Lisa hat leider die dumme und auch lustige Angewohnheit die Zähne zu zeigen wenn sie sich freut. Sie hat einfach das Lachen der Menschen kopiert. Es gibt Hunde, die das tun. Wenn nun aber ein schwarzer Staff auf jemanden zuläuft und dabei die Zähne zeigt, klingt es immer komisch wenn ich sage"Die freut sich nur!"
Kurzum, das war Zuneigung auf den ersten Blick. Hab mich dann erstmal über diese Rasse schlau gemacht und war erstaunt wieviel Falsches ich da gedacht habe. Manchmal muss man erstmal Infos einholen bevor man eine fundierte Aussage treffen kann...
Drittens:
Die vier Anlagehunderassen Bullterrier, American Staff, Pitbulls und Staffordshire Bullterrier liegen in der Beissstatistik (auch prozentual geshen an der Zahl der Tiere) beileibe nicht vorne. Führend sind dort die kleinen Hunderassen und vor allem der Schäferhund. Dieser hat aber eine so grosse Lobby in Deutschland, dass da keiner drüber redet. Geht mal auf einen Ausbildungsplatz für Schäferhunde und schaut euch das Treiben und den Ton dort an. Sowas nenne ich krank und gefährlich. Mir missfällt auch die Tatsache, dass in Deutschland jeder Volldepp seinen Hund scharf machen und auf den Mensch abrichten darf. Für mein Verständnis sollte das Polizei-und Wachhunden alleine vorbehalten bleiben...
Viertens:
Die Aussage, dass 90% der Anlagehunde in Händen von Asozialen seien ist schlichtweg falsch! Das war früher tatsächlich mal so. Aber seit dem Landeshundegesetz bzw der Verordnung kann sich ein Asozialer eine solche Hunderasse gar nicht mehr erlauben. Wie gesagt, mich kostet Lisa 700 Euro im Jahr an Steuern, ich musste einen Sachkundenachweis beim Veterinärsamt bestehen und ein polizeiliches Führungszeugnis vorbringen. Und selbst dann bleibt es dem Tierheim überlassen ob sie dir ein solches Tier anvertrauen. Ich bin froh, dass es so einige Leute wie mich gibt, die diesen Tieren eine Chance geben. Habe in den letzten 5 Jahren keinen Asozialen oder 17jährigen Ausländer mehr mit solchen Hunden gesehen wie es früher halt öfter mal der Fall war.
Und das ist gut so. Aufgrund des Zuchtverbots und der Zwangskastrierung dieser Tiere werden diese Rassen eh langsam aussterben. Auch das ist in Ordnung denn es tut tatsächlich nicht Not Kampfhunde zu züchten. Aber tut euch selbvst einen Gefallen nicht alle über einen Kamm zu scheren!
Wenn schon Vorurteile dann lasst uns dabei bleiben, dass hässlich schnell macht!
So, das soll´s von mir zum Thema Hund gewesen sein.
Und Entschuldigung dafür, dass ich das Video wie der Hund am Ast hängt irgendwie lustig fand...
Habs gelesen und da steht, dass nur 1,x% aller Hunde "Kampfhunde" sind und nun zu Deiner Grafik diese 1,x% schaffen es auf Platz 4 bei den tödlichen Vorfällen, obwohl es 40 mal so viele Mischlinge und 26mal soviele Schäferhunde gibt. Rechnen kannst Du jetzt selbst.
Jetzt kommst Du
Ich sage es nochmal damit selbst Du es verstehst. Ich mag Hunde sehr. Es ist aber nunmal so, dass bestimmte Rassen vor vielen Jahren nur zum Zweck des Kampfes gezüchtet wurden. Die Bisskraft und der Körperbau ist übernatürlich hoch, Und diese Hunde sind dem Mensch körperlich überlegen. Und das in falschen Händen können Waffen sein. Die Hunde können dafür natürlich nichts.
SP-12 Harry hat geschrieben: Mir missfällt auch die Tatsache, dass in Deutschland jeder Volldepp seinen Hund scharf machen und auf den Mensch abrichten darf. Für mein Verständnis sollte das Polizei-und Wachhunden alleine vorbehalten bleiben...
Die Polizei macht ihre Hunde nicht scharf!
Ein "scharf gemachter" Hund ist für die Polizei völlig nutzlos!
SP-12 Harry hat geschrieben: Mir missfällt auch die Tatsache, dass in Deutschland jeder Volldepp seinen Hund scharf machen und auf den Mensch abrichten darf. Für mein Verständnis sollte das Polizei-und Wachhunden alleine vorbehalten bleiben...
Die Polizei macht ihre Hunde nicht scharf!
Ein "scharf gemachter" Hund ist für die Polizei völlig nutzlos!
Ich weiss was du meinst aber ein Hund der auf Kommando einen Menschen attackiert IST für mich scharf! Als Polizeihund muss er das ja aber auch!