so, jetzt mach ich mal nen extra Thread auf, vielleicht bekomme ich dann mal eine Antwort.
Ich frage ja seit Jahren immer wieder in verschiedenen Threads, wenns wieder drum geht:
Warum sollten die Zeiten, die im GP in den Rennen gefahren werden, enger
zusammen rücken, wenn elektronische Helferlein – vor allem die TC – verboten wären?
Ich behaupte übrigens nicht das Gegenteil, mich würde es nur mal ernsthaft interessieren.
Als Antwort zählt natürlich nicht "so halt" oder "früher war's auch spannender"...
die zeiten werden nicht unbedingt zusammenrücken. dafür streuen sich die
skillz doch zu weit. aber das feld würde sich vermutlich mal eben komplett
umsortieren.
Der größte Vorteil für die Jungs ist sicher die weniger gewordenen Stürze.
Durch die Elektronik wird aber meines Erachtens das Gefühl fürs Setting, die Gashand etc. kaschiert. Soll heißen, die drehen den Hahn einfach voll auf, den rest macht die TC. Ist vielleicht übertrieben beschrieben, aber so ähnlich stelle ich es mir vor.
Ähnlich wie in der Formel 1, steht immer mehr das Motorrad und die Technik im Vordergrund, als der Fahrer.
Darüberhinaus, was nichts mit der eigentlichen frage zu tun hat, wird es für Privatteams immer schwerer, da die nicht das nötige Entwicklungsbudget auftreiben können. Und ich finde es gar lächerlich, wenn in der Königsklasse 18 Motorräder am Start stehen.
Aus technischer Sicht ist, denke ich, vor allem die Qualität der TC auschlagbebend, hat man technisch einen Vorteil durch eine bessere TC, so kann man das sofort in der Zeitenliste sehen.
Vielleicht ist eine Einheits TC ein kompromiss für Spannung und Sicherheit?
Eine Zeit lang kannst Du die Sau einsperren, aber irgendwann will Sie doch wieder raus !!!
Ich denke, dass die Zeiten ohne TC nicht näher zusammenrücken würden, da es Fahrer von der alten (500er Fahrer) und neuen Garde (nur MotoGP) gibt.
Ich denke aber, dass die TC ein entscheidender Faktor, wenn nicht sogar der entscheidende Faktor ist, um das Übermaß an Leistung kontrollierbar zu machen, denn nur beim Hinein- und Hinausfahren aus Kurven kann man die meiste Zeit gut machen.
Und wie gut so eine MotoGP TC funktionieren kann, haben wir ja bei Schumacher in Valencia gesehen. Ich denke, dass der auf der 500er V4 NSR von Doohan nicht so nah an der Spitze dran gefahren wäre.
Auch ist es so, dass wenn die im MotoGP heute driften, das alles von programmierten TC Sliplevels geregelt wird und nicht wie früher mit der Gashand.
Ich denke dass durch fehlendes zipp und zapp die nahezu perfekte Runde schwieriger zu fahren ist.
An manchen Stellen mag man ähnlich gut zurecht kommen wie mit Helferlein, dafür andere Stellen verhageln.
Da man nie die gleichen Stellen verhagelt, und auch nicht immer gleich viele Stellen, man dazu mehr auf seine Reifen aufpassen muss um sie nicht gleich zu verheizen, wird es eventuell auf die Renndistanz größere Zeitenschwankungen der einzelnen Fahrer geben, die natürlich auch von Fahrer zu Fahrer schwanken.
Und am Ende schwanken sie alle ganz dolle und eben nicht in Resonanz
also ich denke auch, dass die Zeiten nicht unbedingt näher zusammenrücken - sondern das Feld eher gestreuter ist ...
mit der TC und den Entwicklungskosten sehe ich das wie Chris - keine Chance mehr für Kundenteams, da die immer hinterherhinken werden...
eine Einheits-TC ist da echt ne gute Lösung um die Sicherheit trotzdem zu gewährleisten, die Entwicklungsvorteile vom Werk gegenüber Kundenteams in Puncto Elektronik aber zu kompensieren ...
wiederum, wenn alles einheitlich ist/wird (Reifen/Elektronik), wo bleibt dann der Prototypenstatus & der Wettbewerb - nur noch am Chassis & Motor
was nützt den ein volleres Starterfeld mit Kundenteams, wenn die alle 3-4 Sec. pro Runde verlieren ??
gar nicht so einfach die Sache - da ist schon ganz schön der Wurm drin á la Formel 1
Schaaaade
Mopante Mopante
nicht jeder kann ein Held sein - irgendwer muss ihnen auch am Streckenrand zujubeln
Stonie hat geschrieben:Ich denke dass durch fehlendes zipp und zapp die nahezu perfekte Runde schwieriger zu fahren ist.
An manchen Stellen mag man ähnlich gut zurecht kommen wie mit Helferlein, dafür andere Stellen verhageln.
Da man nie die gleichen Stellen verhagelt, und auch nicht immer gleich viele Stellen, man dazu mehr auf seine Reifen aufpassen muss um sie nicht gleich zu verheizen, wird es eventuell auf die Renndistanz größere Zeitenschwankungen der einzelnen Fahrer geben, die natürlich auch von Fahrer zu Fahrer schwanken.
hhmm... das ist ein Ansatz... aber nehmen wir mal das Qatar-Rennen. Glaubst du, ohne TC hätte Rossi fast jede Runde soviele Fehler gemacht und Lorenzo keine, sodass sie sich das Rennen über bekämpft hätten? Ich glaube es nicht wirklich. Im Gegenteil, ich denke die Unterschiede wären noch größer, weil "Uhrwerk-Fahrer" wie Rossi oder Stoner eine Runde nach der anderen zu 99% perfekt abspulen, wobei andere ab und an mal einen Fehler mehr einbauen und damit viel weiter hinten wären...
Chris hat geschrieben:Durch die Elektronik wird aber meines Erachtens das Gefühl fürs Setting, die Gashand etc. kaschiert. Soll heißen, die drehen den Hahn einfach voll auf, den rest macht die TC. Ist vielleicht übertrieben beschrieben, aber so ähnlich stelle ich es mir vor.
Ja Chris, das mein ich ja: Wenn durch die TC jeder "einfach den Hahn spannen" könnte, dann müssten doch auch die vielleicht ein Tick weniger talentierten Fahrer vorne mitfahren können. Das Feld sollte also mit TC sogar enger beieinander sein, wenns nach dieser Logik geht...
Wo sind die Leute, die immer schreien, TC muss verboten werden, damit die Rennen wieder spannender werden?
Und warum sind die SBK-Rennen spannender, obwohl die auch TC haben?
Hm echt spannend und schwer!
Machen wir doch mal den schon oft angebrachten Vergleich!
SBK:
Einheitsreifen und auch ne TC/Leistung wird nicht viel fehlen....
Spannungsfaktor hoch!
MotoGp:
Einheitsreifen/TC
Spannung vier Runden dann sind die Pos. bezogen!
Warum? Muss dem Herrn Abendessen recht geben, erschließt sich einem
nicht!