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Reifenwärmer nur bei Slicks?

Fahrwerk, Tuning, Reifen, Tips&Tricks,...

Moderatoren: as, Chris

  • tenchu2x Offline
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Beitrag von tenchu2x »

ich habe zwar keine ahnung aber ich kann mal meine sicht als Rookie beisteuern.

ich habe letztes jahr mit dem rennstreckenfahren angefangen. am salzburgring, mit strassenmotorrad und strassenreifen , motorrad r1 rn04 serie.

anfang des jahres hatte ich power pure drauf bei den ersten 2 traings am sbg ring ging das auch gut, beim dritten dann hatte ich ausfahrt eine schikane einen higshider und 2 turns davor einen lowsider in der nockstein. es war an dem tag sehr heiss . ich bin mir sicher dass zu mindest der highsider mit vorgeärmeten slicks nicht apssiert wäre, denn ich hatte da überhaupt nicht den eindruck besonders schnell zu sein oder krass gas gegeben zu haben aus der schräglage heraus.

aus diesem grund habe ich da beschlossen mir dieses jahr ein motorrad nur für die rennstrecke abzustellen, entsprechend aufgebaut und mit RENNREIFEN.

beim letzten trainig letzes jahr hatte ich dann die rosso corsa drauf, die waren deutlich besser als die power pure, aber dennoch hatte ich kein perfektes gefühl durch die stürze.

also ich würde sagen beim ersten training strassenreifen ohne wärmer und dann langsam gscheit.
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  • tiffernine Offline
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Beitrag von tiffernine »

Lutze hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:Wenn du in der langsamen Gruppe in der vorderen Hälfte mitfährst (zeitenmässig natürlich :lol: ) bist du schnell genug, dass ein vorgewärmter Slick beim fahren nicht auskühlt.
das ist doch mal eine klare Definition :roll:

Warum wird hier immernoch von Slicks gesprochen? Warum denken immernoch viele nur ein Slick ist ein Rennreifen?

Für nahezu jeden der nicht gerade das erste mal hinter dem Instruktor auf der Rennstrecke unterwegs ist, ist ein Slick oder profilierter Rennreifen die richtige Wahl, es sei den es ist Winter und kälter als 10 Grad.
Sagt mal habt ihr noch nie bei Außentemparaturen zwischen 10-15 Grad nach dem Reinfahren mit der Hand z.B. auf den Vorderreifen gegriffen.

Der Reifen hat bei diesen Temparaturen vielleicht gerade noch gute Handtemparatur - also so ca. 30 bis 35 Grad. Beim Rausfahren war der aber mit 80 Grad aufgeheizt und brenn heiß. Von einer optimalen Betriebstemparatur ist der dann weit entfernt. Der Hinterreifen hat dann vielleicht auch gerade mal 50 Grad.

Das ist weit von der optimalen Temparatur entfernt und daher auch vom optimalen Griplevel. Ich wundere mich immer, dass die Reifen trotzdem noch verhältnismaßig gut grippen.

Ich wage die These, dass bei diesen Temparaturen ein Reifen wie ein K3 oder SC pro mehr Grip haben, da sie näher an Ihrem optimalen Temparaturfenster arbeiten. Ein slick bei den o.a. Reifentemparaturen hat dann vielleicht nur 50-60% seines Griplevels (was scheinbar immer noch für die meisten reicht), ein K3 vielleicht 80-90% und dadurch absolut mehr Grip.


Spannendes Thema 8) .
Ciao


Alfred
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  • lenkungsdaempfer Offline
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Beitrag von lenkungsdaempfer »

tiffernine hat geschrieben:
Sagt mal habt ihr noch nie bei Außentemparaturen zwischen 10-15 Grad nach dem Reinfahren mit der Hand z.B. auf den Vorderreifen gegriffen.

Der Reifen hat bei diesen Temparaturen vielleicht gerade noch gute Handtemparatur - also so ca. 30 bis 35 Grad. Beim Rausfahren war der aber mit 80 Grad aufgeheizt und brenn heiß. Von einer optimalen Betriebstemparatur ist der dann weit entfernt. Der Hinterreifen hat dann vielleicht auch gerade mal 50 Grad.
Kann ich so nicht unterschreiben, zumindest beim Vorderreifen nicht.
Gruß von #132
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Beitrag von onkel tom »

tiffernine hat geschrieben:
Lutze hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:Wenn du in der langsamen Gruppe in der vorderen Hälfte mitfährst (zeitenmässig natürlich :lol: ) bist du schnell genug, dass ein vorgewärmter Slick beim fahren nicht auskühlt.
das ist doch mal eine klare Definition :roll:

Warum wird hier immernoch von Slicks gesprochen? Warum denken immernoch viele nur ein Slick ist ein Rennreifen?

Für nahezu jeden der nicht gerade das erste mal hinter dem Instruktor auf der Rennstrecke unterwegs ist, ist ein Slick oder profilierter Rennreifen die richtige Wahl, es sei den es ist Winter und kälter als 10 Grad.
Sagt mal habt ihr noch nie bei Außentemparaturen zwischen 10-15 Grad nach dem Reinfahren mit der Hand z.B. auf den Vorderreifen gegriffen.

Der Reifen hat bei diesen Temparaturen vielleicht gerade noch gute Handtemparatur - also so ca. 30 bis 35 Grad. Beim Rausfahren war der aber mit 80 Grad aufgeheizt und brenn heiß. Von einer optimalen Betriebstemparatur ist der dann weit entfernt. Der Hinterreifen hat dann vielleicht auch gerade mal 50 Grad.

Das ist weit von der optimalen Temparatur entfernt und daher auch vom optimalen Griplevel. Ich wundere mich immer, dass die Reifen trotzdem noch verhältnismaßig gut grippen.

Ich wage die These, dass bei diesen Temparaturen ein Reifen wie ein K3 oder SC pro mehr Grip haben, da sie näher an Ihrem optimalen Temparaturfenster arbeiten. Ein slick bei den o.a. Reifentemparaturen hat dann vielleicht nur 50-60% seines Griplevels (was scheinbar immer noch für die meisten reicht), ein K3 vielleicht 80-90% und dadurch absolut mehr Grip.


Spannendes Thema 8) .
also im Frühjahr bzw. im Herbst sind es bei den ersten Turns schon mal unter 10°C und meine Slicks waren heiss wie immer...

...nach dem Turn :wink:
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Beitrag von nafF »

Die Frage von Spatz würde mich auch sehr interessieren, gibt es denn sowas wie offizielle Angaben über die Arbeitstemperatur von den verschiedenen Reifen ?

Hätte jetzt spontan auch getippt das ein Pipo oder ähnlicher Straßenreifen wenn man ihn mit 80° vorheizt schon aus der Box raus quasi überhitzt, habe aber leider noch viel zu wenig Ahnung als das man auf meine Aussage was geben könnte :roll:
  • Markus2802 Offline
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Beitrag von Markus2802 »

Also ich würde sagen dass du nicht generell slicks/semislicks oder Strasseprofilreifen mit der aussentemperatur ins Verhältnis stellen kannst. Gibt ja auch beim Slick Mischungen für warme und kalte Bedingungen....
Nicht zu vergessen...Fahrlevel.

Wenn du schnell unterwegs bist ist der slick auch bei niedrigen Temperaturen nach dem Reinfahren so heiss dass du die Hand nicht unbedingt lange drauf liegen lassen kannst.

Ich würde dir in jedem Fall empfehlen für das erste, zweite mal Rennstrecke nen guten Strassenreifen zu wählen und die Heizdecken zu sparen. Wenn Du vom niveau schneller wirst brauchst du auch Rennreifen. Hierbei ist es prinzipiell (Du wirst ja nicht gleich auf IDM Niveau fahren :D ) egal ob Slick oder mit profil. Fakt ist, beide brauchen nen Reifenwärmer! Vorteil Profilrennreifen (oder semislick) ist dass das Gummi durch das Profil schneller auf Temperatur kommt bzw. Du die notwendige Temperatur für Grip besser halten kannst auch wenn du nicht soooo schnell unterwegs bist. Der Slick kühlt schneller aus uns braucht mehr beanspruchung um auf der notwendigen Temperatur zu bleiben...
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Beitrag von That´s Me »

Langer hat geschrieben:Moin,
Und selbst die Instruktoren bei Phillipp z.b. fahren oft mit "Hypersport" Reifen auch wenn sie jemand betreuen der vll nicht zu den langsamen gehört.


gruß

Du vergisst das Leute wie Phillipp Hafenegger "IDM-Piloten" die Reifen ganz anders im Grenzbereich fahren können wie ein Anfänger, der noch fehler macht beim beschleunigen usw. Phillipp z.b. fährt ihn dann vllt am Limit aber weiß ganz genau was er dem Reifen zu muten kann und was nicht...
Der Anfänger hat garkein Gefühl dafür wie der reifen arbeitet wo das limit ist usw. Und legt sich auf den Bart.... :roll:
MfG

Gerrit #16
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Beitrag von Lutze »

tiffernine hat geschrieben:Sagt mal habt ihr noch nie bei Außentemparaturen zwischen 10-15 Grad nach dem Reinfahren mit der Hand z.B. auf den Vorderreifen gegriffen.
Ja hab ich bei meinem letzten Termin 2010 hatten wir zwischen 10-15 Grad.
Die Reifen waren weit weg von dem jetzt hab ich mich verbrannt, aber selbst der Dunlop hinten hatte noch recht gut Grip. Ich kanns nicht belegen aber bei zügigen Runden würde ich auf Temperaturen um die 60-70 Grad tippen und bis das Moped in der Box stand sicher deutlich weniger. Aber selbst Rennreifen entwickeln schon bei 40 Grad reichlich Grip.
Trotzdem kann natürlich bei 10-15 Grad ein Ableger eines straßenzugelassenen Rennreifens eine gute Alternative sein.
Nur die Panikmache man würde die Rennreifen kalt fahren halte ich für etwas übertrieben.
Als ich in Oschersleben muß so 2005 gewesen sein morgens einen neuen Pirelli SC2-Slick montiert hatte war mir mangels Zeit kein heizen mehr möglich. Es waren deutlich unter 10 Grad. Das Ding hat nach 1-2 Runden genial gut funktioniert.
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Beitrag von campari »

Lutze hat geschrieben:...Nur die Panikmache man würde die Rennreifen kalt fahren halte ich für etwas übertrieben.
Kann sein, dass Paul (oder sonstwer) mir gleich wieder auf den Helm gibt, aber ich möchte mich als ganz laaaangsaaaaaaam fahrende Person auch mal zum "neuen" Thema äußern (da wir ja schon etwas vom originalen Thema weg sind).

Ich habe schon beides probiert.

Die PiPos draufgelassen, weil ja langsam usw. Auf meinem Niveau würde ich wohl nie die Reifen schmierig fahren, ist zumindest noch nie passiert. Vielleicht, weil mir das zum Fahren meist selbst viel zu heiß ist. Dass ich unbedingt damit im Regen spielen wollte, kommt nicht wieder vor.

Genau so gut bin ich schon mit Racetecs (die "für kalt", hab die Nummer nu nich im Kopf, vorn ist profiliert) losgefahren, mit Reifenwärmern usw. blabla
In Calafat war ich ja zuerst in Instruktorengruppe und danach in der langsamen darüber. Die Hälfte der Leute in der instruierten Gruppe lachte mich quasi dafür aus. (naja, manchmal muss man nach einem blöden Vorderradrutscher aus psychologischen Gründen die Reifen wechseln...) Und sie lachen auch manchmal immer noch...nur die Reifen, die sehen sehr gut abgefahren aus. "kalt fahren"...das halte ich aus eigener Erfahrung auch für Panikmache. Wenn man so langsam fährt, dass man so gut wie nie bremst, und keine Schräglage hat, dann mag das vllt. stimmen. Ich bin tatsächlich ganz beschissen langsam, und meine Rennreifen waren noch nie so "kalt", dass ich ansatzweise durch Gripverlust hätte abfliegen müssen.
Das Problem taucht vielleicht eher auf, wenn man fast den ganzen Turn total rumschneckt, und dann auf einmal zum Racer mutiert. Wenn man sich innerhalb seiner Grenzen bewegt, der Fahrstil sich nicht schlagartig ändert, dann sollte doch auch alles passen?!?
Wenn der Reifen nicht zum Fahrstil passt, dann müsste man doch schon in der dritten Kurve, oder so, abfliegen. Gibt es solche Stürze? Vielleicht mit "zu harten Reifen"? Oder ist es nur so, dass man als gestandener Minimalrundenzeitler "kalt fahren" als Risiko empfindet, weil man von viel mehr Schräglage und dem entsprechenden Grenzbereich ausgeht? Wer langsam ist, wird vermutlich auch nicht so schräg fahren, daher könnte das doch gar nicht zählen...Ich habe hier immer so ein wenig den Eindruck, dass das besagte "kalt Fahren" so böse ist wie >Regen und Slicks<.

?

Mit einer weichen Mischung ("Wintermischung"), da sollte man doch grippen ohne Ende, auch bei weniger Racermodus. Ist mir zumindest bisher so passiert. Und ich bin wirklich, wirklich langsam...

Bitte erkläre mal einer das Prinzip des "kalt Fahrens" (falls es dieser Fred zulässt), was ich nicht ganz begriffen habe; ich lerne gern was dazu, bevor ich auch mit meinen Rennreifen abfliege ;)
:horseshit:

Öfter mal die Hände waschen!!!
  • Markus2802 Offline
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Beitrag von Markus2802 »

Na mit "kaltfahren" ist gemeint dass der Reifen trotz Fahrens die Temperatur verliert die er durch die Reifenwärmer bekommen hat :D :lol:
Das passiert nämlich wenn du ne Blümchenpflückertour mit Slicks machst :oops:
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