Yeti Race 2011 - Der Bericht
Hier könnt Ihr posten was nicht mit dem Thema Racing zusammenhängt
Jokes, jeglicher Dummfug oder einfach nur um zu quatschen
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- edefauler Offline
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Yeti Race 2011 - Der Bericht
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Nichts läuft so wie man es plant! Dem kann man sich immer sicher sein!
Montag, eine Mail vom Tigger kommt rein, der Idiot war doch tatsächlich vor so einem wichtigen Ereignis Snowboarden und hat sich sein Knie verdreht ?! Es heißt Daumen drücken das es nicht so schlimm ist!
Montagabend, es kommt ein Anruf von meinem Motorenbauer, der Motor wird nicht fertig!
Na toll, es ist zwar nur der Ersatzmotor, aber.....
Ich treffe auf Katrin schaue sie an und sage "wenn du mir irgendwas wegen dem kommenden Wochenende sagen willst, dann jetzt!" Sie schaut mich natürlich nichts ahnend an.
nein von ihr kam keine Absage, puuuh.
Nächste Änderung
Donnerstag um 19 Uhr los fahren um bei mir alles zu verladen geht nicht, Katrin hat noch eine Sitzung beim DMC wegen der kommenden Saison. Frühster Start Termin um 22 Uhr ich rechne eher mit 23 Uhr
Donnerstag 22:30Uhr es geht los, irgendwas gegen 2 Uhr sind wir an der Werkstatt, alles wurde über den Haufen geworfen, nein wir fahren nicht am Freitag gegen 8 oder 9 Uhr los, nein wir fahren nach dem verladen gleich durch die Nacht. So werden wir wohl pünktlich zum Frühstück bei Roman in der Tschechei sein. Bis Dresden habe ich auch noch fahren können, dann musste Katrin ran. Wie sie vom Parkplatz gefahren ist habe ich gar nicht mehr bemerkt.
gegen 10 Uhr waren wir dann bei Roman und konnten so nun einen etwas längeren Besuch bei ihm einschieben, wenn man schon mal dran vorbei fährt, kann man auch anhalten. So um 16 oder 17 Uhr ging es dann weiter Richtung Ungarn, 4 Länder an einem Tag und gegen 20 Uhr am Pan.
Irgendwie geht das ohne Schnee alles viel schneller mit der Anreise.
Samstag war dann nur lockeres Training mit kl.schuh angesagt, ein riesen Spaß endlich mal wieder mit einer Duke 1 zu spielen! Schon Urzeiten her das ich das mal wirklich erlebt habe.
Samstagabend wurde dann bei lockerem K%rea der Abend in der Box beendet und dann ging es noch ins Restaurant etwas essen und die Strategie für das Rennen durchzusprechen.
Meine Ansage Top10 empfand kl.schuh schon als große Herausforderung doch ich sah es als mindest Maß und wirklich realistisch empfand ich auch in die Nähe des Podestes zu kommen.
So galt es!
Kl.schuh fährt den erste Start und ich dann den zweiten Turn und den 2. Start wenn die Richtung gewechselt wurde. Abends auf dem Zimmer wurde mir dann aber bewusst, dass ich innerhalb der 15 Minuten Pause niemals mein Knie in den Griff bekomme, das es das macht was ich will. Ist halt immer noch nicht ausgeheilt!
Dazu stellte sich die Frage wie lange 9 Liter Sprit reichen
Also mit Katrin alle Variationen noch einmal durch gegangen und dazu gekommen das es anders laufen muss
Ich fahre den ersten Start, dann der Wechsel auf kl.schuh und der fährt dann den 1. Turn des 2. Heat.
Vielleicht müssen wir ihn etwas eher reinholen, was er auch schon sagte, aber das sollte nicht das Problem sein.
Montag, eine Mail vom Tigger kommt rein, der Idiot war doch tatsächlich vor so einem wichtigen Ereignis Snowboarden und hat sich sein Knie verdreht ?! Es heißt Daumen drücken das es nicht so schlimm ist!
Montagabend, es kommt ein Anruf von meinem Motorenbauer, der Motor wird nicht fertig!
Na toll, es ist zwar nur der Ersatzmotor, aber.....
Ich treffe auf Katrin schaue sie an und sage "wenn du mir irgendwas wegen dem kommenden Wochenende sagen willst, dann jetzt!" Sie schaut mich natürlich nichts ahnend an.
nein von ihr kam keine Absage, puuuh.
Nächste Änderung
Donnerstag um 19 Uhr los fahren um bei mir alles zu verladen geht nicht, Katrin hat noch eine Sitzung beim DMC wegen der kommenden Saison. Frühster Start Termin um 22 Uhr ich rechne eher mit 23 Uhr
Donnerstag 22:30Uhr es geht los, irgendwas gegen 2 Uhr sind wir an der Werkstatt, alles wurde über den Haufen geworfen, nein wir fahren nicht am Freitag gegen 8 oder 9 Uhr los, nein wir fahren nach dem verladen gleich durch die Nacht. So werden wir wohl pünktlich zum Frühstück bei Roman in der Tschechei sein. Bis Dresden habe ich auch noch fahren können, dann musste Katrin ran. Wie sie vom Parkplatz gefahren ist habe ich gar nicht mehr bemerkt.
gegen 10 Uhr waren wir dann bei Roman und konnten so nun einen etwas längeren Besuch bei ihm einschieben, wenn man schon mal dran vorbei fährt, kann man auch anhalten. So um 16 oder 17 Uhr ging es dann weiter Richtung Ungarn, 4 Länder an einem Tag und gegen 20 Uhr am Pan.
Irgendwie geht das ohne Schnee alles viel schneller mit der Anreise.
Samstag war dann nur lockeres Training mit kl.schuh angesagt, ein riesen Spaß endlich mal wieder mit einer Duke 1 zu spielen! Schon Urzeiten her das ich das mal wirklich erlebt habe.
Samstagabend wurde dann bei lockerem K%rea der Abend in der Box beendet und dann ging es noch ins Restaurant etwas essen und die Strategie für das Rennen durchzusprechen.
Meine Ansage Top10 empfand kl.schuh schon als große Herausforderung doch ich sah es als mindest Maß und wirklich realistisch empfand ich auch in die Nähe des Podestes zu kommen.
So galt es!
Kl.schuh fährt den erste Start und ich dann den zweiten Turn und den 2. Start wenn die Richtung gewechselt wurde. Abends auf dem Zimmer wurde mir dann aber bewusst, dass ich innerhalb der 15 Minuten Pause niemals mein Knie in den Griff bekomme, das es das macht was ich will. Ist halt immer noch nicht ausgeheilt!
Dazu stellte sich die Frage wie lange 9 Liter Sprit reichen
Also mit Katrin alle Variationen noch einmal durch gegangen und dazu gekommen das es anders laufen muss
Ich fahre den ersten Start, dann der Wechsel auf kl.schuh und der fährt dann den 1. Turn des 2. Heat.
Vielleicht müssen wir ihn etwas eher reinholen, was er auch schon sagte, aber das sollte nicht das Problem sein.
Zuletzt geändert von edefauler am Freitag 25. Februar 2011, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
- edefauler Offline
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Sonntagmorgen, nicht wirklich gut geschlafen und es ist kalt draußen!
Ich bekomme die Kälte irgendwie auch nicht aus den Knochen und genug Kaffee bekomme ich auch nicht! So muss der Tag trotzdem irgendwie beginnen. Die übliche Prozedere gemacht mit der Anmeldung, dann gefrühstückt und dann in den Kombi und den Transponder geholt. Auf zum ersten Training rechts rum, so wie man es kennt. Kl. Schuh ist schon draußen und dreht fleißig seine Runden, während ich mich nur ein paar Runden einrollen will um zu sehen ob der Transponder auch ein Signal liefert.
Gedanke mache ich mir zu dem LeMans Start! Bin seit meiner 1. Knie OPvor 8 Jahren nie mehr wirklich gelaufen.... wie klappt das ? komme ich überhaupt an an der Duke ?
Egal, wieder drin in der Box konnte man sich dank Heizkanone etwas aufwärmen.
Das zweite freie Training kommt, es geht links herum!
Für alle was neues! Das der Kurs das letzte mal links herum gefahren wurde ist so lange her das sich keiner mehr daran erinnern kann. Also rauf auf die Dukes und raus!
Relative schnell übernehmen kl.schuh und ich die Führung, ja es ist nur Training, aber auch das ist schon ein kleiner Erfolg! Die Dukes lassen sich halt wesentlich einfacher in der Richtung korrigieren als die Joghurtbecher und genug Power haben wir da auch drin! Verstecken muss sich keiner von uns beiden!
Mir macht linksrum schon fast mehr Spaß als rechts rum und so passt es auch das der erste Heat bei dem ich starten werde auch linksrum gefahren wird.
Ach , hab ich schon erwähnt das ich seit Samstag irgendwie Luft in die Hydraulische Kupplung bekomme ? Vor einigen Kurven muss ich erst mal pumpen damit ich ohne Gewalt schalten kann!
12:50 Uhr ich fahre ganz allein für mich zur Boxenausfahrt, sammeln hinter dem Saftycar, hinter dem wir dann zwei Runden her fahren und dann erst in die Startaufstellung fahren.
Links rum, die Duke ganz vorne, ich habe noch nie einen LeMans Start gemacht.
Der Motor brabbelt vor sich hin, kl.schuh hält die Duke fest und ich gehe auf die andere Seite, irgendwie nehme ich nichts mehr so richtig wahr. Ich suche den Mann der die Flagge fallen lässt und den Start freigibt.
Ich habe ihn gefunden, nein ich bin nicht mehr nervös, mein Kopf ist leer ich starre nur noch auf die Flagge, sie fällt, ich laufe ohne zu denken zur Duke, setze mich drauf, versuche den Gang einzulegen, aber es geht nicht, Luft im System, kurz pumpen, den Gang einlegen und die ersten sind schon an mir vorbei, also hinter her! jagen gefällt mir sowieso besser als der gejagte zu sein.
Drei sind durch, der vierte nimmt mich noch recht zügig bis ich so wirklich eins mit mir werden und anfange den ContiRoadAttack zu vertrauen. So ziehe ich eigentlich mehr oder weniger meine Bahnen, was großes zu kämpfen gibt es nicht, einfach alleine so schnell wie möglich sein.
Die halbe Stunde ist fast um.
Da zeigt mir Uli das erstemal die Boxentafel, noch zweimal rum, noch zweimal alles geben, Uli zeigt mir zum zweitemal die Boxentafel, mir friert es im Gesicht, die Nase läuft, ich habe vom Wind Tränen in den Augen und die Finger sind klamm. Da ist es eine Wohltat die Boxentafel zu bestätigen, damit das Team Weiß das ich sie gesehen habe.
Das zeigt Uli mir das Dukecity Schild was heißt am Ende der Runde geht es rein, nur noch einmal rum um den Kurs, dann hab ich es geschafft.
Rein in die Box, passend neben kl.schuh angehalten und Katrin wechselte den Transponder und kl.schuh rauscht ab.
Katrin hilft mir noch aus den Handschuhen zu kommen und dann merke ich wie die Finger so langsam auftauen! Es tut weh, es tut so richtig weh! Ich glaube den Schmerz habe ich das letztemal als kleines Kinde gehabt!
Doch die Finger werden relative schnell wieder warm und so bereite ich die Duke für den nächsten Stint schon vor. Auftanken, die Überlegung ob es jetzt reicht oder ich den Tank wirklich vollmache, ich beschließe ihn wirklich voll zu machen, aber so das nichts raus schwappen kann. Dann bleibt mir nur zu warten und kl.schuh anzufeuern oder nach Zeiten zu gucken bzw. nach Platzierungen, denn die Zeiten nimmt Katrin und die passen mit der offiziellen überein!
Alles relative unspektakulär, doch irgendwie macht man sich da gar keine Gedanken zu, es freut einen ohne drüber nachzudenken wenn es einfach rund läuft.
Der Erste Head ist vorbei!
Die ersten 60 Minuten in der Ungarischen Kälte haben wir hinter uns.
Kl.Schuh fährt die Auslaufrunde recht langsam um Sprit zu sparen und fährt dann durch die Boxengasse zum ParcFerme. Dort steht er nun und wartet das alle anderen auch kommen und das die Strecke umgebaut wird, denn ab jetzt geht es rechts rum, wie die meisten die Strecke kennen!
Für uns bleibt nur das Warten
Nach zwei Aufwärmrunden hinter dem Saftycar wird die Startaufstellung wieder eingenommen und die Flagge fällt, im LeMans Startmanier sprinten die Fahrer zu den Motorrädern und kl.schuh gewinnt den Start und donnert mit der Duke die Start/Ziel gerade runter, ich verlasse die Strecke und bereite mich so langsam in der Box darauf vor das ich auch bald wieder dran bin.
Dann durchbricht ein ruf die "Stille", die 94 ist ausgefallen, der Transponder ist auf dem Weg zur Rennleitung, ich lasse alles stehen und liegen, setze mit die Sturmhaube auf, den Helm drüber, die Brille wieder auf, in die Unterhandschuhe rein und dann die Lederhandschuhe drüber, die Duke vom Bock geholt und den Kickstarter gerade runter getreten, da kommt Katrin mit den Transponder und macht ihn an der Duke fest und raus geht es auf die Strecke.
Die erste Runde wird wegen der kalten Reifen etwas verhalten unter die Räder genommen, doch die RoadAttack kommen so schnell auf Temperatur das es ab der 2. Runde gilt nach vorne zu kommen, jeden den ich vor mir sehe will ich überholen, gebe alles um an den vor mir fahrenden ran zukommen und ihn einzukassieren, bei den meisten klappt es die anderen ziehen mich nur.
Ich schaue nach 2 oder 3 Runden auf die Uhr an der Strecke und sehe noch 41 Minuten!
Gedanken mache ich mir ob wir nochmal wechseln oder wie es kl.schuh geht! Was passiert ist? Ich wusste nur das er einen Ausflug ins Kiesbett gemacht hat. Runde um Runde beiße ich mich an den vorrausfahrenden fest und versuche sie zu überholen und hinter mir zu lassen.
Katrin signalisiert das alles ok ist! Ich beziehe es auf kl.schuh und hoffe trotzdem das ich ihn an der Boxenmauer sehen werde!
es fährt sich beruhigender wenn der Teamkollege ok ist!
Ich schaue wieder einmal auf die Uhr, noch 21 Minuten und ich ziehe meine Bahnen, wieder die Uhr, 17 Minuten, mir wird so langsam klar das wir nicht mehr wechseln werden!
Das Knie schmerzt so langsam aus der Haltung heraus, also auf der Start/Ziel geraden auf die Duke legen, den linken Arm nach hinten ganz klein machen und das rechte Bein baumeln lassen. Das 150 Meter Schild kommt, den Lenker anfassen, mit der linken Hand Druck auf die Kupplung pumpen, mit der rechten Hand bremsen und mit den Augen nach unten schauen wo ich meinen rechten Fuß hinsetze, das machte ich aber nur zweimal, dann wurde es mir zu riskant vor der Kurve zu schauen was mein Fuß macht.
Zwischendrin wurde es mir kurz etwas langweilig und ein Schnitzer reihte sich an den anderen, sammeln war angesagt, was hilft besser zum sammeln als die Fotografen zu unterhalten? Wo es nur ging zog ich die Duke aufs Hinterrad und auch wenn ich es nicht so wirklich kann, so klappt es immer besser, die Übung macht es!
Aber der Sinn ist nicht Wheely fahren zu üben sondern schnellst möglich viele Runden abzuspulen
Also versuchte ich herauszubekommen auf welchem Platz wir sind. Doch meine Boxenmannschaft konnte leider nicht erraten was ich will und zeigte mir an wer wo vor und hinter mir ist, das wollte ich aber wieder nicht wissen.
Da war das Classic Superbike wieder!
Wo kommt das denn her ?
Das habe ich doch ein paar Runden vorher überholt! Also wieder dran geheftet! Auf dem Rückweg der Strecke so langsam angefangen ihn mir zurecht zu legen und dann geht es in die 180 Grad links, danach sollte er fällig sein!
Eine Zehntelsekunden entscheidet aber darüber!
Bei mir entschied sie das ich ihn nicht überhole, sondern die Duke nach rechts auskeilt! Den Hahn zu weit gespannt, das Hinterrad eingefangen keilt es nach links, wieder gefangen aber das nächste nach rechts konnte ich nicht mehr einfangen. Ich lag!
Die Duke in Griffweite erreichte ich die Kupplung zog diese, damit der Motor nicht ausgeht, hebe sie auf, zweimal auf den ganghebel getreten und wieder drauf und weiter. Der Lenker zeigt in eine Richtung die nicht wirklich förderlich ist zum fahren, aber es wird gehen. Es sind nur noch 4 Runden und neben dem schiefen Lenker mache ich mir auch langsam Gedanken um die Spritmenge!
Ich hatte den 9 Litertank ja nicht randvoll gemacht!
5 Sekunden hat der Ausrutscher gekostet im Vergleich zu den anderen Zeiten also wohl keine Platzierung, die TM die auch noch durchgerutscht ist, die kriege ich schon wieder!
Drei Runden werden angezeigt! Es gilt noch einmal alles aus der Duke zu holen, wieder in Richtung Start/Ziel unterwegs kommt die erlösenden noch 2 Rundenanzeige und dann passiert es, die Duke stottert genau vor meiner Crew! Umschalten auf Reserve und beten das sie für 2 Runden hält. ind er Box haben sie so viele Kerzen angezündet das jede Kirche neidisch geworden wäre! Die vorletzte Runde versuchte ich nur noch das Vollgasgeben zu vermeiden und die letzte Runde fuhr ich sogar recht langsam nur bloß kein DNF im Protokoll! In den Linkskurven stotterte der Motor schon
Ich hätte die Duke im Notfall auch über die Ziellinie getragen!
Da kommt die vorletzte Kurve, ich denke mir die Zuschauen sollen ja auch was haben, als raus auf die Start/Ziel, den dritten Gang drin haben und die Duke locker aufs Hinterrad ziehen, das ganze durch schalten in den 4. Gang noch verlängern, doch nichts war mit dem dritten Gang! Der 4. war drin und da geht sie nicht so locker aufs Hinterrad, also auf die Rasten gestellt, mit aller Gewalt am Lenker gezogen und die Duke kam hoch! mein erster stehend gefahrener Wheely und das nach so einem Rennen, jetzt bloß nicht auf die Klappe fallen!
Die Duke setzt das Vorderrad ab, Mitte der Start/Ziel geraden stottert der Motor, ich fahre nach rechts an die Boxenmauer, lassen die Duke ausrollen und stelle den Motor am Ende ab!
Das war es der Tank war leer!
Ich schiebe die Duke durch die Boxengasse zurück bis zu unserer Box 8, wieso muss die so weit hinten sein ? Und sehe in den Gesichtern wie sie sich alle freuen und ich alles habe richtig gemacht!
Der Kombi ist am Hintern kaputt, da hat mich der Yeti erwischt und in den Hinterngebissen! Muss ja keinem sagen das es durch einen Sturz kam!
Insgesamt sind wir noch auf Platz 6 gekommen, ich habe es geschafft vom letzten Platz(20) wieder bis auf 10 vorzufahren!
Gruss
Norbert
Ich bekomme die Kälte irgendwie auch nicht aus den Knochen und genug Kaffee bekomme ich auch nicht! So muss der Tag trotzdem irgendwie beginnen. Die übliche Prozedere gemacht mit der Anmeldung, dann gefrühstückt und dann in den Kombi und den Transponder geholt. Auf zum ersten Training rechts rum, so wie man es kennt. Kl. Schuh ist schon draußen und dreht fleißig seine Runden, während ich mich nur ein paar Runden einrollen will um zu sehen ob der Transponder auch ein Signal liefert.
Gedanke mache ich mir zu dem LeMans Start! Bin seit meiner 1. Knie OPvor 8 Jahren nie mehr wirklich gelaufen.... wie klappt das ? komme ich überhaupt an an der Duke ?
Egal, wieder drin in der Box konnte man sich dank Heizkanone etwas aufwärmen.
Das zweite freie Training kommt, es geht links herum!
Für alle was neues! Das der Kurs das letzte mal links herum gefahren wurde ist so lange her das sich keiner mehr daran erinnern kann. Also rauf auf die Dukes und raus!
Relative schnell übernehmen kl.schuh und ich die Führung, ja es ist nur Training, aber auch das ist schon ein kleiner Erfolg! Die Dukes lassen sich halt wesentlich einfacher in der Richtung korrigieren als die Joghurtbecher und genug Power haben wir da auch drin! Verstecken muss sich keiner von uns beiden!
Mir macht linksrum schon fast mehr Spaß als rechts rum und so passt es auch das der erste Heat bei dem ich starten werde auch linksrum gefahren wird.
Ach , hab ich schon erwähnt das ich seit Samstag irgendwie Luft in die Hydraulische Kupplung bekomme ? Vor einigen Kurven muss ich erst mal pumpen damit ich ohne Gewalt schalten kann!
12:50 Uhr ich fahre ganz allein für mich zur Boxenausfahrt, sammeln hinter dem Saftycar, hinter dem wir dann zwei Runden her fahren und dann erst in die Startaufstellung fahren.
Links rum, die Duke ganz vorne, ich habe noch nie einen LeMans Start gemacht.
Der Motor brabbelt vor sich hin, kl.schuh hält die Duke fest und ich gehe auf die andere Seite, irgendwie nehme ich nichts mehr so richtig wahr. Ich suche den Mann der die Flagge fallen lässt und den Start freigibt.
Ich habe ihn gefunden, nein ich bin nicht mehr nervös, mein Kopf ist leer ich starre nur noch auf die Flagge, sie fällt, ich laufe ohne zu denken zur Duke, setze mich drauf, versuche den Gang einzulegen, aber es geht nicht, Luft im System, kurz pumpen, den Gang einlegen und die ersten sind schon an mir vorbei, also hinter her! jagen gefällt mir sowieso besser als der gejagte zu sein.
Drei sind durch, der vierte nimmt mich noch recht zügig bis ich so wirklich eins mit mir werden und anfange den ContiRoadAttack zu vertrauen. So ziehe ich eigentlich mehr oder weniger meine Bahnen, was großes zu kämpfen gibt es nicht, einfach alleine so schnell wie möglich sein.
Die halbe Stunde ist fast um.
Da zeigt mir Uli das erstemal die Boxentafel, noch zweimal rum, noch zweimal alles geben, Uli zeigt mir zum zweitemal die Boxentafel, mir friert es im Gesicht, die Nase läuft, ich habe vom Wind Tränen in den Augen und die Finger sind klamm. Da ist es eine Wohltat die Boxentafel zu bestätigen, damit das Team Weiß das ich sie gesehen habe.
Das zeigt Uli mir das Dukecity Schild was heißt am Ende der Runde geht es rein, nur noch einmal rum um den Kurs, dann hab ich es geschafft.
Rein in die Box, passend neben kl.schuh angehalten und Katrin wechselte den Transponder und kl.schuh rauscht ab.
Katrin hilft mir noch aus den Handschuhen zu kommen und dann merke ich wie die Finger so langsam auftauen! Es tut weh, es tut so richtig weh! Ich glaube den Schmerz habe ich das letztemal als kleines Kinde gehabt!
Doch die Finger werden relative schnell wieder warm und so bereite ich die Duke für den nächsten Stint schon vor. Auftanken, die Überlegung ob es jetzt reicht oder ich den Tank wirklich vollmache, ich beschließe ihn wirklich voll zu machen, aber so das nichts raus schwappen kann. Dann bleibt mir nur zu warten und kl.schuh anzufeuern oder nach Zeiten zu gucken bzw. nach Platzierungen, denn die Zeiten nimmt Katrin und die passen mit der offiziellen überein!
Alles relative unspektakulär, doch irgendwie macht man sich da gar keine Gedanken zu, es freut einen ohne drüber nachzudenken wenn es einfach rund läuft.
Der Erste Head ist vorbei!
Die ersten 60 Minuten in der Ungarischen Kälte haben wir hinter uns.
Kl.Schuh fährt die Auslaufrunde recht langsam um Sprit zu sparen und fährt dann durch die Boxengasse zum ParcFerme. Dort steht er nun und wartet das alle anderen auch kommen und das die Strecke umgebaut wird, denn ab jetzt geht es rechts rum, wie die meisten die Strecke kennen!
Für uns bleibt nur das Warten
Nach zwei Aufwärmrunden hinter dem Saftycar wird die Startaufstellung wieder eingenommen und die Flagge fällt, im LeMans Startmanier sprinten die Fahrer zu den Motorrädern und kl.schuh gewinnt den Start und donnert mit der Duke die Start/Ziel gerade runter, ich verlasse die Strecke und bereite mich so langsam in der Box darauf vor das ich auch bald wieder dran bin.
Dann durchbricht ein ruf die "Stille", die 94 ist ausgefallen, der Transponder ist auf dem Weg zur Rennleitung, ich lasse alles stehen und liegen, setze mit die Sturmhaube auf, den Helm drüber, die Brille wieder auf, in die Unterhandschuhe rein und dann die Lederhandschuhe drüber, die Duke vom Bock geholt und den Kickstarter gerade runter getreten, da kommt Katrin mit den Transponder und macht ihn an der Duke fest und raus geht es auf die Strecke.
Die erste Runde wird wegen der kalten Reifen etwas verhalten unter die Räder genommen, doch die RoadAttack kommen so schnell auf Temperatur das es ab der 2. Runde gilt nach vorne zu kommen, jeden den ich vor mir sehe will ich überholen, gebe alles um an den vor mir fahrenden ran zukommen und ihn einzukassieren, bei den meisten klappt es die anderen ziehen mich nur.
Ich schaue nach 2 oder 3 Runden auf die Uhr an der Strecke und sehe noch 41 Minuten!
Gedanken mache ich mir ob wir nochmal wechseln oder wie es kl.schuh geht! Was passiert ist? Ich wusste nur das er einen Ausflug ins Kiesbett gemacht hat. Runde um Runde beiße ich mich an den vorrausfahrenden fest und versuche sie zu überholen und hinter mir zu lassen.
Katrin signalisiert das alles ok ist! Ich beziehe es auf kl.schuh und hoffe trotzdem das ich ihn an der Boxenmauer sehen werde!
es fährt sich beruhigender wenn der Teamkollege ok ist!
Ich schaue wieder einmal auf die Uhr, noch 21 Minuten und ich ziehe meine Bahnen, wieder die Uhr, 17 Minuten, mir wird so langsam klar das wir nicht mehr wechseln werden!
Das Knie schmerzt so langsam aus der Haltung heraus, also auf der Start/Ziel geraden auf die Duke legen, den linken Arm nach hinten ganz klein machen und das rechte Bein baumeln lassen. Das 150 Meter Schild kommt, den Lenker anfassen, mit der linken Hand Druck auf die Kupplung pumpen, mit der rechten Hand bremsen und mit den Augen nach unten schauen wo ich meinen rechten Fuß hinsetze, das machte ich aber nur zweimal, dann wurde es mir zu riskant vor der Kurve zu schauen was mein Fuß macht.
Zwischendrin wurde es mir kurz etwas langweilig und ein Schnitzer reihte sich an den anderen, sammeln war angesagt, was hilft besser zum sammeln als die Fotografen zu unterhalten? Wo es nur ging zog ich die Duke aufs Hinterrad und auch wenn ich es nicht so wirklich kann, so klappt es immer besser, die Übung macht es!
Aber der Sinn ist nicht Wheely fahren zu üben sondern schnellst möglich viele Runden abzuspulen
Also versuchte ich herauszubekommen auf welchem Platz wir sind. Doch meine Boxenmannschaft konnte leider nicht erraten was ich will und zeigte mir an wer wo vor und hinter mir ist, das wollte ich aber wieder nicht wissen.
Da war das Classic Superbike wieder!
Wo kommt das denn her ?
Das habe ich doch ein paar Runden vorher überholt! Also wieder dran geheftet! Auf dem Rückweg der Strecke so langsam angefangen ihn mir zurecht zu legen und dann geht es in die 180 Grad links, danach sollte er fällig sein!
Eine Zehntelsekunden entscheidet aber darüber!
Bei mir entschied sie das ich ihn nicht überhole, sondern die Duke nach rechts auskeilt! Den Hahn zu weit gespannt, das Hinterrad eingefangen keilt es nach links, wieder gefangen aber das nächste nach rechts konnte ich nicht mehr einfangen. Ich lag!
Die Duke in Griffweite erreichte ich die Kupplung zog diese, damit der Motor nicht ausgeht, hebe sie auf, zweimal auf den ganghebel getreten und wieder drauf und weiter. Der Lenker zeigt in eine Richtung die nicht wirklich förderlich ist zum fahren, aber es wird gehen. Es sind nur noch 4 Runden und neben dem schiefen Lenker mache ich mir auch langsam Gedanken um die Spritmenge!
Ich hatte den 9 Litertank ja nicht randvoll gemacht!
5 Sekunden hat der Ausrutscher gekostet im Vergleich zu den anderen Zeiten also wohl keine Platzierung, die TM die auch noch durchgerutscht ist, die kriege ich schon wieder!
Drei Runden werden angezeigt! Es gilt noch einmal alles aus der Duke zu holen, wieder in Richtung Start/Ziel unterwegs kommt die erlösenden noch 2 Rundenanzeige und dann passiert es, die Duke stottert genau vor meiner Crew! Umschalten auf Reserve und beten das sie für 2 Runden hält. ind er Box haben sie so viele Kerzen angezündet das jede Kirche neidisch geworden wäre! Die vorletzte Runde versuchte ich nur noch das Vollgasgeben zu vermeiden und die letzte Runde fuhr ich sogar recht langsam nur bloß kein DNF im Protokoll! In den Linkskurven stotterte der Motor schon
Ich hätte die Duke im Notfall auch über die Ziellinie getragen!
Da kommt die vorletzte Kurve, ich denke mir die Zuschauen sollen ja auch was haben, als raus auf die Start/Ziel, den dritten Gang drin haben und die Duke locker aufs Hinterrad ziehen, das ganze durch schalten in den 4. Gang noch verlängern, doch nichts war mit dem dritten Gang! Der 4. war drin und da geht sie nicht so locker aufs Hinterrad, also auf die Rasten gestellt, mit aller Gewalt am Lenker gezogen und die Duke kam hoch! mein erster stehend gefahrener Wheely und das nach so einem Rennen, jetzt bloß nicht auf die Klappe fallen!
Die Duke setzt das Vorderrad ab, Mitte der Start/Ziel geraden stottert der Motor, ich fahre nach rechts an die Boxenmauer, lassen die Duke ausrollen und stelle den Motor am Ende ab!
Das war es der Tank war leer!
Ich schiebe die Duke durch die Boxengasse zurück bis zu unserer Box 8, wieso muss die so weit hinten sein ? Und sehe in den Gesichtern wie sie sich alle freuen und ich alles habe richtig gemacht!
Der Kombi ist am Hintern kaputt, da hat mich der Yeti erwischt und in den Hinterngebissen! Muss ja keinem sagen das es durch einen Sturz kam!
Insgesamt sind wir noch auf Platz 6 gekommen, ich habe es geschafft vom letzten Platz(20) wieder bis auf 10 vorzufahren!
Gruss
Norbert
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Cooler Bericht....aber jetzt muss ich die heizung mal an machen 

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Yeti Race 2011
erfolgreich entyetifiziert
Nach der erfolgreichen Yeti-Jagd 2010 haben sich auch dieses Jahr im Februar wieder zahlreiche Yetivertreiber in Ostffyasszonyfa zusammengerottet, um mit vereinten Kräften dieses grauenhafte, unbarmherzige Wesen der Kälte und des Antigrips zu bekämpfen. Auch 2011 wurden die unterschiedlichsten Waffen gewählt, die jedoch alle zumindest zwei Räder und einen Motor gemeinsam hatten.
Ein kleiner Teil der unerschrockenen Kämpfer rottete sich in Box 8 zu einem kleinen, kompakten Haufen zusammen um mit vereinten Kräften direkt an der Front zuzuschlagen. Und ein kleines Rädchen in dieser Kampfmaschine aus Box 8 war meine Wenigkeit, und ich habe die grauenhafte Jagd überlebt! Aber der Reihe nach:
Benny #75 (mopedseite.com) und ich sind ja schon voriges Jahr im Team gegen den Yeti überraschend erfolgreich angetreten und haben uns noch am selben Tag geschworen, es im darauffolgenden Jahr wieder zu tun. Das Jahr 2010 verging so unglaublich schnell, dass wir nahezu von der Nachricht, dass der Yeti wieder aufgetaucht sei, überrascht wurden. Ich war regelrecht erschrocken, und in diesem Schockzustand habe ich natürlich sofort die Anmeldung zur Jagd abgegeben. Ziemlich ähnlich musste es unseren Vorjahresboxenkollegen kl.Schuh und Edefauler von Dukecity.de gegangen sein, denn es handelte sich quasi nur um Sekundenbruchteile, dass sie uns -wie voriges Jahr- die Poleposition weggeschnappt haben. Es ergeben sich gewisse Parallelen. Pole Dukecity, wir (diesmal als Team "invalid racing" am Start) auf startplatz 2. Auch die Box teilen wir uns heuer wieder, weil das voriges Jahr echt super funktioniert hat, ausserdem freuen wir uns, den wirklich hässlichen Edefauler, der extra 1000km Anreise/Richtung auf sich nimmt, wieder zu sehen.
Meine liebe Gattin ist auch dieses Jahr wieder mit von der Partie, und wir beschliessen, nachdem am Vortag schon alles schön gepackt wurde, dass wir eigentlich schon am 19. anreisen können, reservieren uns noch ein Zimmer in unserer Stammpension und fahren los. Diesmal im Bus meine geliebte GSX-R 750 K1, welche schon jahrelang unbenutzt in der Garage vor sich hinschlief. Ich hab mir fest vorgenommen, sie wieder zu aktivieren, darum hat sie auch vorab ein schönes Service bekommen, die Gabel wurde mit neuen Simmeringen und frischem Öl auf das folgende Gemetzel vorbereitet und sie durfte Lichtanlage und Originalverkleidung gegen eine gebrauchte aber intakte, unlackierte Rennverkleidung tauschen. Steht ihr gut. Bei zu erwartenden Temperaturen um den Gefrierpunkt und eventuell feuchter Strecke habe ich mich dann doch entschieden einen Pilot Power aufzuziehen, obwohl ich kein Fan dieses Reifens bin, aber für die Yeti-Hatz ist er einer der besten Kompromisse.
Anreise bis nach Kophaza zum Glück ereignislos, der Hunger treibt uns wie immer ins Tercia, wo wir -auch wie immer- ausgezeichnet speisen, bevor wir uns weiter in Richtung Ostffyasszonyfa begeben. Ich glaub, in den letzten 14 Jahren hab ich es nicht geschafft, auch nur einmal in Kophaza am Tercia vorbeizufahren, ohne zumindest meine Tintenfischerl als Gustohappen zu inhalieren. Mit jedem Kilometer weniger am Navi werde ich immer nervöser, die Musik im Auto wird lauter, ich spüre die Nähe. Am Schlachtfeld Pannoniaring angekommen wird sofort die Box bezogen und es beginnt das Schmieden der Pläne für die am nächsten Morgen folgende Schlacht. Um sich selbst zu beweisen, wie hart und stark im Nehmen man nicht sei, greifen die Kämpfer aus Germanien zu gar grausamen Ritualen, wie das Trinken von Mutproben bestehend aus rotem Tetra*spuck*packwein und billigem Cola in einem nicht genau definierten Mischungsverhältnis. Die etwas kultivierteren Kämpfer stimmen sich zur gleichen Zeit mit gut gekühltem Soproni auf die unausweichlich folgende Schlacht am nächsten Morgen ein. So nimmt das Pläneschmieden am Abend dann ein Ende, Kati (mein Knappe *äh* meine Frau) und ich begeben uns in die Therme Sarvar, ich geniesse dort noch ein Bierchen, danach beziehen wir unser Appartement bei Eva und ca. 5 Minuten, nachdem ich mein Gutenacht-Tetrazepam (gegen grausame Rückenschmerzen) eingeworfen hab, bin ich auch schon im Land der Träume verschwunden. Nix ist mit DSDSS und dem lieben Diedää im TV.
Guten Morgen Sonnenschein trällert es aus dem Apfeltelefon, wobei es sich für mich eher wie ein Halali zum Angriff darstellte. Ratzfatz ward ich geduscht, das Frühstück im Vorbeigehen erledigt und wir sind auch schon wieder am Pannoniaring angekommen. Pünktlich wie immer ist auch schon Reinhard aka Benny #75 da und so ist unsere Truppe komplett. Fast komplett, denn leider konnte Tigger #77 dieses Jahr an der Schlacht verletzungsbedingt nicht teilnehmen, gute Besserung auf diesem Wege.
Die Box wurde bezogen, es wird getankt, geschraubt, gezittert und gefroren. Aber es wird nicht aufgegeben. Der Yeti muss wieder dahin zurückgeschickt werden, wo er herkommt. Weiiiiit, weit weg. Darum wird vor der eigentlichen Schlacht auch schön fleissig trainiert. Nämlich einmal rechts rum, und einmal links rum.
Das Dukecity-Team kl.Schuh und Edefauler sind am Vortag ja schon ein paar Trainingsrunden gefahren, was das boxeninterne Duell ja nun dann doch ein wenig spannender macht. Verdammt, das war ja letztes Jahr doch recht knapp, schliesslich waren die ja nur einen Platz hinter uns. Können wir das dieses Jahr noch halten? Ich mit meiner alten Dame, die ich schon jahrelang nicht gefahren bin, der Benny mit seiner 450er SMR. Ja, die Kombination ist schon witzig, oder? Dahingegen das DC-Team mit ihren hochgezüchteten Renneisen, frisch getuned und poliert, voll im Saft stehend... Hm.
Es geht los. Erste Runden werden gedreht. Boah, fährt sich die GSX-R komisch, verdammt, das kenn ich aber ganz anders. Gut, es ist scheisskalt, ich bin die Superduke gewöhnt und ausserdem ist da dieser komische Pilot Power drauf. Das Motorrad fühlt sich an, als würde es sich in der Mitte verbiegen, das gibts doch nicht, und was noch dazu kommt ist, dass ich diesen Benny mit seiner verdammten 50PS 450er nicht aus dem Windschatten kriege. Gut, auf den Geraden kann ich meine fahrerischen Qualitäten voll ausspielen, da hat er keine Chance, der Rennfahrer, aber in Summe ist er halt immer direkt an oder gar vor mir. So geht das nicht. Ich komm nicht aufs Knie, hab Angst, eiere herum und ausserdem und überhaupt, eben. Geht nicht.
Als er dann noch bei mir vorbei fährt, finde ich mich damit ab, eine Schwuchtel zu sein. Eine Runde später, nachdem wir dann seine zerrissene Jacke und sein durchgescheuertes Leder mit Racetape repariert und die Supermoto vom Kiesbettdreck befreit haben, finde ich diesen Schwuchtelgedanken garnicht mal sooo schlimm. Gut is gangen, nix is gschehn.
Also rein in die Box und Ausrede suchen. Tja, was soll ich sagen, mein Verdacht hat sich bestätigt, es liegt nur teilweise -nein eigentlich ganz- an mir: Im Vorderreifen, lauwarmer Zustand gemessene 1,25bar. Hinten 1,4bar. Das ist nicht gerade der empfohlene Reifendruck. Harhar. Blöd ist nur, dass der Benny auch viel zu wenig Druck im Reifen hat. Egal, Druck korrigiert, wieder raus. Verdammt, geht das gleich um gefühlte 20 Sekunden pro Runde besser. Jetzt rennts. Ich schau mich um, und plötzlich ist der Benny....
noch immer da. Des gibts jo net! Aber da wir im gleichen Team fahren, passts eh.
kl.Schuh kommt mit stolzesgeschwollener Brust vom Turn rein und faselt was von "a Wahnsinn, i bin so schnell, i pflüg da durchs Feld, an Supersportler links, an rechts und grad, dass i net no an oben drüber überhol". Boah, dem is der Knopf aufgegangen, glaub ich. Tja, dann werd ich mich da mal dranhängen und was lernen. Ok, dann nicht, sonst kühlen meine Reifen zu stark aus. *harharhar*
Und irgendwann ist es soweit, es kommt die für mich grösste Überwindung. Es wird links rum gefahren. Ich haben schon viel darüber gehört, es soll toll sein, es soll hässlich sein, es soll viele blinde Ecken geben, dafür macht alles wunderbar auf, usw... Ich lass mich überraschen. Und ich war überrascht. Nicht davon, dass ich keinerlei Linie fand, oder dass ich keine Ahnung hatte, wann und wie stark ich bremsen sollte, sondern, wie geil es links rum eigentlich wäre, wenn an bestimmten Stellen noch Curbs wären, wo dann doch nur die weisse Begrenzungslinie mit Stufe zum Dreck ist. Aber nachdem man zeimal am Kurvenausgang seine Enduroeinlage abgeliefert hat, merkt mans sich für die nächsten Runden, geht also und macht echt Spass. Der Yeti kann kommen!
Die Rundenzeiten sind naturgemäss nicht mit denselben im Sommer zu vergleichen, aber das ist vollkommen egal, da ja alle in etwa im selben Verhältnis langsamer sind. Ausserdem, und das macht die Veranstaltung so toll, ist es reiner Fun ohne irgendwelche Ambitionen auf Punkte oder Jahreswertungen oder so. Wer hier mitfährt, muss halt in gewissem Maße positiv einen in der Birne haben. Unsere zeiten pendeln sich im vorderen Drittel ein, Benny und ich fahren ziemlich gleich schnell. Tja, so kann ich behaupten, ich fahr so schnell wie ein Rennfahrer mit Rennmotorrad. Auch net schlecht. Für uns wichtig ist jedoch, dass das Team Dukecity so ziemlich direkt hinter uns ist, und das, obwohl der Edefauler den kl.Schuh im Team hat. Harharhar.
Training ist beendet, die Schlacht kann beginnen. Es werden teamintern Taktiken besprochen, unsere ist klar die Beste.
Und zwar: Nicht stürzen!
Benny Startfahrer linksrum.
Doppel-R übernimmt zweite Hälfte links.
Doppel-R Startfahrer rechtsrum.
Benny fährt der karierten Flagge entgegen.
Als tatkräftige Unterstützung im Kampf gegen den Yeti haben wir zum Glück meine liebe Frau Kati *bussi Schatzi* und den mcidea, dem ich hier nochmal ein herzliches Danke und "hat uns gefreut, dass Du dabei warst" senden möchte.
Tjo. Benny macht den Startfahrer, und bei der Hälfte sollen wir ihn reinholen, damit ich übernehmen kann. Seine SMR hat ja nur einen kleinen Tank und so wie der die da über den Ring prügelt, ist der Tank dann doch ein gewisser Risikofaktor. Ich überrede also Kati etwas ungeduldig, dass sie die Tafel zum Wechsel raushalten soll, was sie auch tut, nur ist dem Benny das vollkommen wurscht, weil der orientiert sich eher an der Uhr an Start/Ziel. Eh ok, wenn ich nicht schon gleich in voller Montur und ohne Reifenwärmer mit laufendem Motor in der Boxengasse auf der Suzuki sitzen würd. Egal, Temperatur im Reifen wird überbewertet. Benny kommt rein, ich krieg den Transponder drauf und es geht los. Linksrum. Adrenalin, Herzklopfen, Geilheit und ein bissl Angst. Irgendwie genau die richtige Mischung, die ich da abkrieg. Trotzdem muss ich es die ersten beiden Runden eher sanft angehen, die Reifen sind kalt. Und, ganz wichtig, ich muss zweimal eine halbe Stunde plus ein paar Auslauf/Einführungsrunden fahren, ohne nachzutanken. Bei einem Durchschnittstempo von 135km/h und eine reinen Fahrzeit von etwas über einer Stunde sollten es max. 150km werden, das soll sich mit einem Tank ausgehen, sonst klappt unser Plan net. Daher bissl zarter am Gas, etwas früher schalten, so der Plan.
Tja, aber wenn das so geil ist, dass die alte, geile Lady bei jeder Bodenwelle aufs Hinterrad hupft und mich kreischen nach vorne katapultiert... da soll ich spritsparend fahren? Also ehrlich. Ich fahre meinen Turn zu Ende, fühle mich komischerweise topfit, keine Spur von Erschöpfung oder Erfrierungen irgendwo, jetzt muss es schnell weiter gehen. Die Auslaufrunde etwas gemächlicher angehen, weil alle zusammenwarten müssen, damit man nicht ewig in der Boxengasse steht und warten muss. So der Plan. Tja, wie das mit Plänen so ist, stehen wir verschwitzt, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gut 10 Minuten herum, ohne der Möglichkeit, sich was umzuhängen, oder sich zu wärmen. Fuck, die Reifen kühlen aus, man spürt, wie die Kälte durchs Leder unter den Rückenprotektor in die feuchte Unterwäsche zieht.
Boaaaah, ist das scheissendreck kalt. Bitte, fahren wir. Bitte. Und dann gehts los. Hinter dem Safetycar rechts rum in die Einführungsrunde, und dann zur Startaufstellung zum Le-Mans-Start die Zweite. Alle meine versuche, den kl.Schuh, der da neben mir auf Pole steht, abzulenken schlagen fehl, denn er hat den deutlich besseren Start per pedes, was ich aber dank der Mehrleistung von rund 60PS wieder hinbiegen könnte. Ausserdem war er der Meinung, er möchte, wenn er denn schon mal hier ist, auch die natürliche Umgebung des pannonischen Kiesbettvogels näher betrachten. Es soll aber an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass der fliegende.Schuh nicht ein paar Minuten vorher auf die eher geringe Temperatur seiner Slicks hingewiesen wurde.
Eine Runde später sah ich ihn schon wieder stehen, was natürlich eine deutliche Erleichterung bedeutet und ich mich gedanklich wieder mehr meiner eigenen Fahrerei zuwenden konnte, welche ich zwar etwas verhalten, aber dennoch in vollen Zügen auskosten konnte. Die Senke runter geht der Gixxer auf Befehl aufs Hinterrad, sowas bin ich von der Superduke einfach nicht gewöhnt, das ist soooo schön, das macht so viel Laune. Nicht schnell, aber schön. Auch schön ist, dass das Fahrerfeld sich schön aufgeteilt hat, so dass man nicht immer alleine unterwegs ist, sondern immer einen Kameraden im Kampf gegen den Yeti um sich hat. Im Idealfall dann auch hinter sich, was sich meistens auch einrichten liess, aber leider nur meistens. Denn ein Kollege, der hatte da einen ähnlichen Plan wie ich, nur konnte er ihn etwas besser umsetzen. Diesen hässlichen, grünen Kollegen hat es in einer Runde an mir vorbeigeschossen, dass ich dachte, ich stehe. Da wollte ich mich anhängen, der wusste, was er tat, oder er war einfach nur absolut schmerzbefreit, egal, ich will mit. Tja, nur leider war da dieser verschi**ene, grüne Roller auf der Strecke, der mir drei oder viermal derartig in die Linie geschnitten ist, dass ich ihn am liebsten von der Strecke geschossen hätte. DAS war absolut wertlos, echt. Ist in etwa so, als fährt man auf der germanischen Autobahn auf ein Mopedauto auf. Macht nicht gerade Spass. Tja, und dann war er weg, das grüne, schnelle Männchen.
Ich hab mich damit abgefunden und ausserdem war mein Turn bald vorbei, das merkte ich, als ich den Karton mit der Startnummer 75 von der Boxenmauer gezeigt bekam. Soll ich jetzt noch eine fahren, oder soll ich gleich raus? Naaa, ich fahr gleich raus, bin eh schon länger draussen, vielleicht hab ich ja schon ein Signal übersehen. Also, Runde fertig fahren, raus in die Box, dort steht schon Benny mit seiner KTM und wartet sehnsüchtigst auf den Transponder, den der Chris mit seinen klammgefrorenen Fingern recht zackig umsteckte. Aufgehts Benny, gib Gas!
Wo stehma eigentlich? Wie gehts dem kl.Schuh?
Wir stehn gut, der fliegende.Schuh ist gesund, der Edefauler ist draussen, ich bin voll mit Adrenalin. Wie lange dauerts noch? Hat der Benny vollgetankt? Hält der kleine Einzylinder die Prügelei vom Benny aus? Ich tanke sicherheitshalber noch meinen Gixxer nach, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, laufe wie ein aufgeschrecktes Huhn die Boxengasse auf und ab, feuere meinen Teamkollegen an und hoffe, dass alles glatt geht. Benny überholt irgendwie permanent, das schaut echt lässig aus, wie er da mit seiner kleinen Supermoto auf Startziel einbiegt und kann den Edefauler relativ gut auf Distanz halten. Der widerum fährt trotz seines schmerzenden Knies ein famoses Rennen und bringt in den letzten zwei Runden so einige Herzchen aus dem Schritt, als ihm haargenau auf der Zielgeraden der Sprit ausgeht. Ob er DAS noch irgendwie heimbringt? Eine Runde geht, aber zwei? Wir hoffen mit ihm, als dann in der letzten Runde ein Edefauler mit einem lässigen Wheelie die letzten Tropfen Sprit sammelt, um bis ans Ende der Geraden zu kommen, wo er uns dann sein Rennschwein schiebend die Boxengasse entgegen kommt. Benny hingegen hat wie immer voll abgeliefert, die SMR hat gehalten, jetzt beginnt das heitere Platzierungsraten. Wir sind irgendwo relativ weit vorne im vorderen Drittel. Das ist unter diesen Bedingungen schon mehr, als wir uns erwartet haben, schliesslich hat sich z.B. auch ein IDM-SBK-Team angemeldet. Inzwischen gibt es Burnouts, Gratulationen und Bier, und es geht mit dem Transponder zur Rennleitung. Dort sieht man die Zeiten und Platzierungen. Heeeey, wir sind einmal dritter und einmal zweiter Platz. Das könnte ein Stockerl für uns bedeuten, verdammt, das wärs ja.
Für die Dukecity wurde es trotz zweier Stürze noch ein beachtlicher 6. Gesamtrang und Team "invalid racing" schaffte es heuer auch wieder auf den 2. Platz. Yieeeehaaaaa!
Yeti, Du Kreatur, mit uns legst Di net an!
Nach der Siegerehrung dann noch ein nettes Pläuschchen, ein Radler, ein Besuch im Tercia und zügige Heimreise. Total erledigt, müde und glücklich und vor allem gesund wieder zuhause angekommen.
Danke für die lässige Veranstaltung, herzlichen Dank unseren Helfern und Unterstützern und Gratulation an alle Mistreiter. Wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr wieder.
Doppel-R
PS: ad BMW-IDM-Team: Entweder haben wir die massivst hergebrannt, oder sie hatten dann doch nicht die Eier, mit uns Seite an Seite gegen den Yeti zu kämpfen.
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erfolgreich entyetifiziert
Nach der erfolgreichen Yeti-Jagd 2010 haben sich auch dieses Jahr im Februar wieder zahlreiche Yetivertreiber in Ostffyasszonyfa zusammengerottet, um mit vereinten Kräften dieses grauenhafte, unbarmherzige Wesen der Kälte und des Antigrips zu bekämpfen. Auch 2011 wurden die unterschiedlichsten Waffen gewählt, die jedoch alle zumindest zwei Räder und einen Motor gemeinsam hatten.
Ein kleiner Teil der unerschrockenen Kämpfer rottete sich in Box 8 zu einem kleinen, kompakten Haufen zusammen um mit vereinten Kräften direkt an der Front zuzuschlagen. Und ein kleines Rädchen in dieser Kampfmaschine aus Box 8 war meine Wenigkeit, und ich habe die grauenhafte Jagd überlebt! Aber der Reihe nach:
Benny #75 (mopedseite.com) und ich sind ja schon voriges Jahr im Team gegen den Yeti überraschend erfolgreich angetreten und haben uns noch am selben Tag geschworen, es im darauffolgenden Jahr wieder zu tun. Das Jahr 2010 verging so unglaublich schnell, dass wir nahezu von der Nachricht, dass der Yeti wieder aufgetaucht sei, überrascht wurden. Ich war regelrecht erschrocken, und in diesem Schockzustand habe ich natürlich sofort die Anmeldung zur Jagd abgegeben. Ziemlich ähnlich musste es unseren Vorjahresboxenkollegen kl.Schuh und Edefauler von Dukecity.de gegangen sein, denn es handelte sich quasi nur um Sekundenbruchteile, dass sie uns -wie voriges Jahr- die Poleposition weggeschnappt haben. Es ergeben sich gewisse Parallelen. Pole Dukecity, wir (diesmal als Team "invalid racing" am Start) auf startplatz 2. Auch die Box teilen wir uns heuer wieder, weil das voriges Jahr echt super funktioniert hat, ausserdem freuen wir uns, den wirklich hässlichen Edefauler, der extra 1000km Anreise/Richtung auf sich nimmt, wieder zu sehen.
Meine liebe Gattin ist auch dieses Jahr wieder mit von der Partie, und wir beschliessen, nachdem am Vortag schon alles schön gepackt wurde, dass wir eigentlich schon am 19. anreisen können, reservieren uns noch ein Zimmer in unserer Stammpension und fahren los. Diesmal im Bus meine geliebte GSX-R 750 K1, welche schon jahrelang unbenutzt in der Garage vor sich hinschlief. Ich hab mir fest vorgenommen, sie wieder zu aktivieren, darum hat sie auch vorab ein schönes Service bekommen, die Gabel wurde mit neuen Simmeringen und frischem Öl auf das folgende Gemetzel vorbereitet und sie durfte Lichtanlage und Originalverkleidung gegen eine gebrauchte aber intakte, unlackierte Rennverkleidung tauschen. Steht ihr gut. Bei zu erwartenden Temperaturen um den Gefrierpunkt und eventuell feuchter Strecke habe ich mich dann doch entschieden einen Pilot Power aufzuziehen, obwohl ich kein Fan dieses Reifens bin, aber für die Yeti-Hatz ist er einer der besten Kompromisse.
Anreise bis nach Kophaza zum Glück ereignislos, der Hunger treibt uns wie immer ins Tercia, wo wir -auch wie immer- ausgezeichnet speisen, bevor wir uns weiter in Richtung Ostffyasszonyfa begeben. Ich glaub, in den letzten 14 Jahren hab ich es nicht geschafft, auch nur einmal in Kophaza am Tercia vorbeizufahren, ohne zumindest meine Tintenfischerl als Gustohappen zu inhalieren. Mit jedem Kilometer weniger am Navi werde ich immer nervöser, die Musik im Auto wird lauter, ich spüre die Nähe. Am Schlachtfeld Pannoniaring angekommen wird sofort die Box bezogen und es beginnt das Schmieden der Pläne für die am nächsten Morgen folgende Schlacht. Um sich selbst zu beweisen, wie hart und stark im Nehmen man nicht sei, greifen die Kämpfer aus Germanien zu gar grausamen Ritualen, wie das Trinken von Mutproben bestehend aus rotem Tetra*spuck*packwein und billigem Cola in einem nicht genau definierten Mischungsverhältnis. Die etwas kultivierteren Kämpfer stimmen sich zur gleichen Zeit mit gut gekühltem Soproni auf die unausweichlich folgende Schlacht am nächsten Morgen ein. So nimmt das Pläneschmieden am Abend dann ein Ende, Kati (mein Knappe *äh* meine Frau) und ich begeben uns in die Therme Sarvar, ich geniesse dort noch ein Bierchen, danach beziehen wir unser Appartement bei Eva und ca. 5 Minuten, nachdem ich mein Gutenacht-Tetrazepam (gegen grausame Rückenschmerzen) eingeworfen hab, bin ich auch schon im Land der Träume verschwunden. Nix ist mit DSDSS und dem lieben Diedää im TV.
Guten Morgen Sonnenschein trällert es aus dem Apfeltelefon, wobei es sich für mich eher wie ein Halali zum Angriff darstellte. Ratzfatz ward ich geduscht, das Frühstück im Vorbeigehen erledigt und wir sind auch schon wieder am Pannoniaring angekommen. Pünktlich wie immer ist auch schon Reinhard aka Benny #75 da und so ist unsere Truppe komplett. Fast komplett, denn leider konnte Tigger #77 dieses Jahr an der Schlacht verletzungsbedingt nicht teilnehmen, gute Besserung auf diesem Wege.
Die Box wurde bezogen, es wird getankt, geschraubt, gezittert und gefroren. Aber es wird nicht aufgegeben. Der Yeti muss wieder dahin zurückgeschickt werden, wo er herkommt. Weiiiiit, weit weg. Darum wird vor der eigentlichen Schlacht auch schön fleissig trainiert. Nämlich einmal rechts rum, und einmal links rum.
Das Dukecity-Team kl.Schuh und Edefauler sind am Vortag ja schon ein paar Trainingsrunden gefahren, was das boxeninterne Duell ja nun dann doch ein wenig spannender macht. Verdammt, das war ja letztes Jahr doch recht knapp, schliesslich waren die ja nur einen Platz hinter uns. Können wir das dieses Jahr noch halten? Ich mit meiner alten Dame, die ich schon jahrelang nicht gefahren bin, der Benny mit seiner 450er SMR. Ja, die Kombination ist schon witzig, oder? Dahingegen das DC-Team mit ihren hochgezüchteten Renneisen, frisch getuned und poliert, voll im Saft stehend... Hm.
Es geht los. Erste Runden werden gedreht. Boah, fährt sich die GSX-R komisch, verdammt, das kenn ich aber ganz anders. Gut, es ist scheisskalt, ich bin die Superduke gewöhnt und ausserdem ist da dieser komische Pilot Power drauf. Das Motorrad fühlt sich an, als würde es sich in der Mitte verbiegen, das gibts doch nicht, und was noch dazu kommt ist, dass ich diesen Benny mit seiner verdammten 50PS 450er nicht aus dem Windschatten kriege. Gut, auf den Geraden kann ich meine fahrerischen Qualitäten voll ausspielen, da hat er keine Chance, der Rennfahrer, aber in Summe ist er halt immer direkt an oder gar vor mir. So geht das nicht. Ich komm nicht aufs Knie, hab Angst, eiere herum und ausserdem und überhaupt, eben. Geht nicht.
Als er dann noch bei mir vorbei fährt, finde ich mich damit ab, eine Schwuchtel zu sein. Eine Runde später, nachdem wir dann seine zerrissene Jacke und sein durchgescheuertes Leder mit Racetape repariert und die Supermoto vom Kiesbettdreck befreit haben, finde ich diesen Schwuchtelgedanken garnicht mal sooo schlimm. Gut is gangen, nix is gschehn.
Also rein in die Box und Ausrede suchen. Tja, was soll ich sagen, mein Verdacht hat sich bestätigt, es liegt nur teilweise -nein eigentlich ganz- an mir: Im Vorderreifen, lauwarmer Zustand gemessene 1,25bar. Hinten 1,4bar. Das ist nicht gerade der empfohlene Reifendruck. Harhar. Blöd ist nur, dass der Benny auch viel zu wenig Druck im Reifen hat. Egal, Druck korrigiert, wieder raus. Verdammt, geht das gleich um gefühlte 20 Sekunden pro Runde besser. Jetzt rennts. Ich schau mich um, und plötzlich ist der Benny....
noch immer da. Des gibts jo net! Aber da wir im gleichen Team fahren, passts eh.
kl.Schuh kommt mit stolzesgeschwollener Brust vom Turn rein und faselt was von "a Wahnsinn, i bin so schnell, i pflüg da durchs Feld, an Supersportler links, an rechts und grad, dass i net no an oben drüber überhol". Boah, dem is der Knopf aufgegangen, glaub ich. Tja, dann werd ich mich da mal dranhängen und was lernen. Ok, dann nicht, sonst kühlen meine Reifen zu stark aus. *harharhar*
Und irgendwann ist es soweit, es kommt die für mich grösste Überwindung. Es wird links rum gefahren. Ich haben schon viel darüber gehört, es soll toll sein, es soll hässlich sein, es soll viele blinde Ecken geben, dafür macht alles wunderbar auf, usw... Ich lass mich überraschen. Und ich war überrascht. Nicht davon, dass ich keinerlei Linie fand, oder dass ich keine Ahnung hatte, wann und wie stark ich bremsen sollte, sondern, wie geil es links rum eigentlich wäre, wenn an bestimmten Stellen noch Curbs wären, wo dann doch nur die weisse Begrenzungslinie mit Stufe zum Dreck ist. Aber nachdem man zeimal am Kurvenausgang seine Enduroeinlage abgeliefert hat, merkt mans sich für die nächsten Runden, geht also und macht echt Spass. Der Yeti kann kommen!
Die Rundenzeiten sind naturgemäss nicht mit denselben im Sommer zu vergleichen, aber das ist vollkommen egal, da ja alle in etwa im selben Verhältnis langsamer sind. Ausserdem, und das macht die Veranstaltung so toll, ist es reiner Fun ohne irgendwelche Ambitionen auf Punkte oder Jahreswertungen oder so. Wer hier mitfährt, muss halt in gewissem Maße positiv einen in der Birne haben. Unsere zeiten pendeln sich im vorderen Drittel ein, Benny und ich fahren ziemlich gleich schnell. Tja, so kann ich behaupten, ich fahr so schnell wie ein Rennfahrer mit Rennmotorrad. Auch net schlecht. Für uns wichtig ist jedoch, dass das Team Dukecity so ziemlich direkt hinter uns ist, und das, obwohl der Edefauler den kl.Schuh im Team hat. Harharhar.
Training ist beendet, die Schlacht kann beginnen. Es werden teamintern Taktiken besprochen, unsere ist klar die Beste.
Und zwar: Nicht stürzen!
Benny Startfahrer linksrum.
Doppel-R übernimmt zweite Hälfte links.
Doppel-R Startfahrer rechtsrum.
Benny fährt der karierten Flagge entgegen.
Als tatkräftige Unterstützung im Kampf gegen den Yeti haben wir zum Glück meine liebe Frau Kati *bussi Schatzi* und den mcidea, dem ich hier nochmal ein herzliches Danke und "hat uns gefreut, dass Du dabei warst" senden möchte.
Tjo. Benny macht den Startfahrer, und bei der Hälfte sollen wir ihn reinholen, damit ich übernehmen kann. Seine SMR hat ja nur einen kleinen Tank und so wie der die da über den Ring prügelt, ist der Tank dann doch ein gewisser Risikofaktor. Ich überrede also Kati etwas ungeduldig, dass sie die Tafel zum Wechsel raushalten soll, was sie auch tut, nur ist dem Benny das vollkommen wurscht, weil der orientiert sich eher an der Uhr an Start/Ziel. Eh ok, wenn ich nicht schon gleich in voller Montur und ohne Reifenwärmer mit laufendem Motor in der Boxengasse auf der Suzuki sitzen würd. Egal, Temperatur im Reifen wird überbewertet. Benny kommt rein, ich krieg den Transponder drauf und es geht los. Linksrum. Adrenalin, Herzklopfen, Geilheit und ein bissl Angst. Irgendwie genau die richtige Mischung, die ich da abkrieg. Trotzdem muss ich es die ersten beiden Runden eher sanft angehen, die Reifen sind kalt. Und, ganz wichtig, ich muss zweimal eine halbe Stunde plus ein paar Auslauf/Einführungsrunden fahren, ohne nachzutanken. Bei einem Durchschnittstempo von 135km/h und eine reinen Fahrzeit von etwas über einer Stunde sollten es max. 150km werden, das soll sich mit einem Tank ausgehen, sonst klappt unser Plan net. Daher bissl zarter am Gas, etwas früher schalten, so der Plan.
Tja, aber wenn das so geil ist, dass die alte, geile Lady bei jeder Bodenwelle aufs Hinterrad hupft und mich kreischen nach vorne katapultiert... da soll ich spritsparend fahren? Also ehrlich. Ich fahre meinen Turn zu Ende, fühle mich komischerweise topfit, keine Spur von Erschöpfung oder Erfrierungen irgendwo, jetzt muss es schnell weiter gehen. Die Auslaufrunde etwas gemächlicher angehen, weil alle zusammenwarten müssen, damit man nicht ewig in der Boxengasse steht und warten muss. So der Plan. Tja, wie das mit Plänen so ist, stehen wir verschwitzt, bei Temperaturen um den Gefrierpunkt gut 10 Minuten herum, ohne der Möglichkeit, sich was umzuhängen, oder sich zu wärmen. Fuck, die Reifen kühlen aus, man spürt, wie die Kälte durchs Leder unter den Rückenprotektor in die feuchte Unterwäsche zieht.
Boaaaah, ist das scheissendreck kalt. Bitte, fahren wir. Bitte. Und dann gehts los. Hinter dem Safetycar rechts rum in die Einführungsrunde, und dann zur Startaufstellung zum Le-Mans-Start die Zweite. Alle meine versuche, den kl.Schuh, der da neben mir auf Pole steht, abzulenken schlagen fehl, denn er hat den deutlich besseren Start per pedes, was ich aber dank der Mehrleistung von rund 60PS wieder hinbiegen könnte. Ausserdem war er der Meinung, er möchte, wenn er denn schon mal hier ist, auch die natürliche Umgebung des pannonischen Kiesbettvogels näher betrachten. Es soll aber an dieser Stelle nicht verschwiegen werden, dass der fliegende.Schuh nicht ein paar Minuten vorher auf die eher geringe Temperatur seiner Slicks hingewiesen wurde.
Eine Runde später sah ich ihn schon wieder stehen, was natürlich eine deutliche Erleichterung bedeutet und ich mich gedanklich wieder mehr meiner eigenen Fahrerei zuwenden konnte, welche ich zwar etwas verhalten, aber dennoch in vollen Zügen auskosten konnte. Die Senke runter geht der Gixxer auf Befehl aufs Hinterrad, sowas bin ich von der Superduke einfach nicht gewöhnt, das ist soooo schön, das macht so viel Laune. Nicht schnell, aber schön. Auch schön ist, dass das Fahrerfeld sich schön aufgeteilt hat, so dass man nicht immer alleine unterwegs ist, sondern immer einen Kameraden im Kampf gegen den Yeti um sich hat. Im Idealfall dann auch hinter sich, was sich meistens auch einrichten liess, aber leider nur meistens. Denn ein Kollege, der hatte da einen ähnlichen Plan wie ich, nur konnte er ihn etwas besser umsetzen. Diesen hässlichen, grünen Kollegen hat es in einer Runde an mir vorbeigeschossen, dass ich dachte, ich stehe. Da wollte ich mich anhängen, der wusste, was er tat, oder er war einfach nur absolut schmerzbefreit, egal, ich will mit. Tja, nur leider war da dieser verschi**ene, grüne Roller auf der Strecke, der mir drei oder viermal derartig in die Linie geschnitten ist, dass ich ihn am liebsten von der Strecke geschossen hätte. DAS war absolut wertlos, echt. Ist in etwa so, als fährt man auf der germanischen Autobahn auf ein Mopedauto auf. Macht nicht gerade Spass. Tja, und dann war er weg, das grüne, schnelle Männchen.
Ich hab mich damit abgefunden und ausserdem war mein Turn bald vorbei, das merkte ich, als ich den Karton mit der Startnummer 75 von der Boxenmauer gezeigt bekam. Soll ich jetzt noch eine fahren, oder soll ich gleich raus? Naaa, ich fahr gleich raus, bin eh schon länger draussen, vielleicht hab ich ja schon ein Signal übersehen. Also, Runde fertig fahren, raus in die Box, dort steht schon Benny mit seiner KTM und wartet sehnsüchtigst auf den Transponder, den der Chris mit seinen klammgefrorenen Fingern recht zackig umsteckte. Aufgehts Benny, gib Gas!
Wo stehma eigentlich? Wie gehts dem kl.Schuh?
Wir stehn gut, der fliegende.Schuh ist gesund, der Edefauler ist draussen, ich bin voll mit Adrenalin. Wie lange dauerts noch? Hat der Benny vollgetankt? Hält der kleine Einzylinder die Prügelei vom Benny aus? Ich tanke sicherheitshalber noch meinen Gixxer nach, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein, laufe wie ein aufgeschrecktes Huhn die Boxengasse auf und ab, feuere meinen Teamkollegen an und hoffe, dass alles glatt geht. Benny überholt irgendwie permanent, das schaut echt lässig aus, wie er da mit seiner kleinen Supermoto auf Startziel einbiegt und kann den Edefauler relativ gut auf Distanz halten. Der widerum fährt trotz seines schmerzenden Knies ein famoses Rennen und bringt in den letzten zwei Runden so einige Herzchen aus dem Schritt, als ihm haargenau auf der Zielgeraden der Sprit ausgeht. Ob er DAS noch irgendwie heimbringt? Eine Runde geht, aber zwei? Wir hoffen mit ihm, als dann in der letzten Runde ein Edefauler mit einem lässigen Wheelie die letzten Tropfen Sprit sammelt, um bis ans Ende der Geraden zu kommen, wo er uns dann sein Rennschwein schiebend die Boxengasse entgegen kommt. Benny hingegen hat wie immer voll abgeliefert, die SMR hat gehalten, jetzt beginnt das heitere Platzierungsraten. Wir sind irgendwo relativ weit vorne im vorderen Drittel. Das ist unter diesen Bedingungen schon mehr, als wir uns erwartet haben, schliesslich hat sich z.B. auch ein IDM-SBK-Team angemeldet. Inzwischen gibt es Burnouts, Gratulationen und Bier, und es geht mit dem Transponder zur Rennleitung. Dort sieht man die Zeiten und Platzierungen. Heeeey, wir sind einmal dritter und einmal zweiter Platz. Das könnte ein Stockerl für uns bedeuten, verdammt, das wärs ja.
Für die Dukecity wurde es trotz zweier Stürze noch ein beachtlicher 6. Gesamtrang und Team "invalid racing" schaffte es heuer auch wieder auf den 2. Platz. Yieeeehaaaaa!
Yeti, Du Kreatur, mit uns legst Di net an!
Nach der Siegerehrung dann noch ein nettes Pläuschchen, ein Radler, ein Besuch im Tercia und zügige Heimreise. Total erledigt, müde und glücklich und vor allem gesund wieder zuhause angekommen.
Danke für die lässige Veranstaltung, herzlichen Dank unseren Helfern und Unterstützern und Gratulation an alle Mistreiter. Wir sehen uns hoffentlich nächstes Jahr wieder.
Doppel-R
PS: ad BMW-IDM-Team: Entweder haben wir die massivst hergebrannt, oder sie hatten dann doch nicht die Eier, mit uns Seite an Seite gegen den Yeti zu kämpfen.


User ohne Racingzubehöronlineshop.
- edefauler Offline
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ach kalt wird es nur wenn man steht oder sich nicht richtig anzieht, aber bei der Veranstaltung wird einem ganz warm ums Herz 
http://www.1000ps.de/motorrad-bildergal ... 98-seite-1
http://www.1000ps.de/motorrad-bildergal ... Teil2-5799
http://www.1000ps.de/motorrad-bildergal ... Teil3-5800
http://www.sport-pix.at/galerie-dawolf/yetirace-2011/
http://www.sport-pix.at/galerie-iceman64/yetirace-2011/
Da findet ihr Bilder!
oder auch nen Video
http://www.youtube.com/watch?v=xL5YKQs4o4E
Gruss
Norbert

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Norbert