Nach meinem techn. Verständnis ist es mindestens sinnlos bis höchst kontraproduktiv, wenn sich die Gabelbrücken bei ausgebauter Gabelholmen zueinander verdreht lassen, wenn Steuerkopfmutter und Gabelbrückenmutter nicht geöffnet sind?
In nem anderen Forum wird behauptet, das sei völlig normal. Ich glaube, die reden Stuss
Wer hat Recht?
Edit: Einmal Gabelbrücke durch Gabelholme ersetzt
Zuletzt geändert von Johnny am Sonntag 4. März 2012, 15:37, insgesamt 1-mal geändert.
die Nutmutter (15) verspannt das Lager mit dem Steuerrohr und der unteren Gabelbrücke
darauf kommt die obere Gabelbrücke und die wird mit der Mutter (23) auf der Nutmutter verschraubt
so wie ich das verstehe ist das schon richtig, oberer Gabelbrücke und Steuerkopfmutter kontern dann die untere Nutmutter.
Nehm an das lässt sich verdrehen wegen der geringen Auflagefläche der oberen Gabelbrücke/ dem Lagerspiel.
Außerdem ist ja genug Hebel da wenn ich dire Brücken von außen drehe.
Würd ich abernicht machen weil sich so die untere Nutmutter verstellen könnte und somit Lagerspiel!??
Johnny hat geschrieben:die Nutmutter (15) verspannt das Lager mit dem Steuerrohr und der unteren Gabelbrücke
darauf kommt die obere Gabelbrücke und die wird mit der Mutter (23) auf der Nutmutter verschraubt
wo ist mein Denkfehler?
Wenn Du dir Nutmutter so fest anziehst wie Du meinst, dann würdest Du keine Lager benötigen weil sich dann nichts mehr dreht, weder die untere noch die obere Gabelbrücke. Diese sollte ja soweit angezogen werden, das das Lager relativ frei drehen kann. Also drehen sich auch die beiden Gabelbrücken unabhänig voneinander.
Ich trau mich ja fast nicht...
aber natürlich dürfen sich die Brücken nicht gegen einander verdrehen lassen.
Es sei denn.... aber....
Wir unterscheiden zwei Typen von Lagerungen:
Bei der einen Sorte (siehe Bild ein paar posts vorher) wird die obere Brücke gegen die Einstellmutter geschraubt. Wenn man die Zentralmutter auf der oberen Brücke gegen die Einstellmutter festzieht, dürfen sich die Brücken nicht mehr gegeneinander verdrehen lassen. Es sei denn: Das Lagerspiel ist zu gross. Dann verändere ich mit dem Verdrehen der oberen Brücke das Lagerspiel, da die Einstellmutter mit der oberen Brücke verschraubt ist.
Die andere Variante ist: Die Einstellmutter ist zweigeteilt, dazwischen liegt eine gewölbte Sicherungsscheibe zur Verdrehsicherung. Dabei kann ich mit der unteren Einstellmutter das Lagerspiel korrekt einstellen, die obere Einstellmutter wird lose gegen die zwischen den beiden Einstellmuttern Sicherungsscheibe gegengedreht, die obere Gabelbrücke mit der Zentralmutter gegen die obere Einstellmutter geschraubt. Dann kann man die obere Brücke wenige Grad (im Rahmen der Sicherungsscheibe) zur unteren verdrehen. Warum der Aufwand mit der zweiten Einstellmutter? Wenn ich das Lagerspiel korrekt mit unteren Mutter eingestellt habe und dann! die obere Brücke gegen diese Einstellmutter schraube, verringere ich das Lagerspiel um den Betrag an Spiel, den das Gewinde der Einstellmutter auf dem Steuerroht hat. Das kann man vermeiden, indem die Einstellmutter geteilt wird. Hier wird nach dem Festziehen der Zentralmutter das Lagerspiel nicht mehr verändert.
Bei Honda-Lagern ist übrigens Vorspannung vorgeschrieben. (Ich ahne was jetzt gleich kommt.... "völlig verrückt... total bekloppt..." gebts mir.....)
Wer alles glaubt, weiss nichts.
Wer nichts weiss, muss alles glauben.
Erst mal zu Honda: Das die das Lenkkopflager als "Reibungsdämpfer" Mißbrauchen ist (spätestens ) seit der 1000er Fireblade so ( wurde gemacht um gegen Lenkerschlagen anzugehen) .
Das sich das Spiel des Lenkkopflagers verändern würde ( wenn die Gabelrohre nicht montiert sind ) mag ja sein. Aber die wenigsten fahren ohne Gabelrohre durch die Gegend .
Außerdem: Überleg mal welche Kräfte auf das Lager wirken müßten bis sich die obere gegen die untere Gabelbrücke "sperrt".
Die untere Brücke ist auf dem Lenkschaftrohr verpresst.
Die obere Brücke wird je nach Model mit der Lenkschaftmutter gegen die Lenkschaftsicherungsmutter oder die Lenkkopflagereinstellschraube gekonntert. Bei den GSXR mit 90 NM, also ordentlich fest.
Somit sind beide Brücken auf dem Lenkschaftrohr fest, komplett unabhängig vom Lager.