habe die Tage ein ganzes Mofa in Teilen gekauft um ein vollständiges Ersatzteillager für meine Renn600er zu haben.
Jetzt die Frage wie gehe ich da am besten vor ?
Bisheriger Plan:
- alles so weit wie nötig und so wenig wie möglich zerlegen
- säubern und auf einsatzfähigkeit prüfen
- alles was ich gebrauchen kann kühl und trocken einlagern, Rest verkaufen, falls defekt wegschmeißen
Detailfragen:
- Sollte ich Bremssättel ohne Flüssigkeit einlagern oder mit Bremsflüssigkeit füllen und dann iwie verschließen ?
- Motor hat ca 30tkm weg und an der Dichtfläche Kupplungsdeckel/KW-Gehause ist n stück abgebrochen. Frage: schweißen lassen und als Ersatzmotor aufbauen oder ausbauen was noch gut ist und die Ersatzteile so weglegen ? wenn Ersatzmotor, was sollte alles erneuert werden und wie lager ich den am besten ein ?
Hey,
beim Einlagern von Bremsteilen gibt es je nach Lagerdauer immer wieder Probleme, und zwar ziemlich egal ob entleert oder befüllt. Die Drecksbremsflüssigkeit macht so ziemlich alles, bloss nicht so bleiben wie sie ist...
Wenn die Anlage jetzt noch komplett befüllt ist: Lass es so. Innerhalb von 2-3 Jahren wird nichts schlimmes passieren.
Wenn die Flüssigkeit schon runter ist - oder die Sättel sonstwie von den Leitungen / Pumpen ab: Reste der Flüssigkeit absaugen, mit Bremsenreiniger durchspülen, auspusten, trocken und staubsicher einpacken (Druckverschlussbeutel sind prima). Dann wird die nächsten 2-3 Jahre nichts schlimmes passieren.
Sollen die Sachen länger liegen, wird die Bremsflüssigkeit (oder auch nur winzige Reste davon) auskristallisieren und die Teile werden unbrauchbar. Dann müssen Reparatursätze verbaut werden.
Alternativ müssten die Kolben alle raus, alles penibelst gereinigt werden und mit Bremszylindermontagepaste wieder zusammengebaut werden - und zwar VORM einlagern. Dann funktioniert das Zeugs auch noch nach vielen Jahren.
Ich hab mal eine hintere Bremspumpe nach 10 Jahren Lagerdauer (trocken und sauber) wieder eingebaut, funktionierte prima - aber nur, wenn man schnell auf den Hebel drückt. Bei langsamem Drücken konnte man den Hebel einfach voll durchtreten, und gebremst hat nix. Da half nur ein neuer Kolbensatz....
Alles andere: sauber machen, empfindliches Zeugs in Tüten (siehe oben), etwas SURFACE SHIELD hilft auch (sehr geiles Korrosionsschutzspühzeugs), und gut.
Zum Motor sag ich mal nix. Bin kein Freund von geschweissten Gehäusen, besonders, wenn es Ersatz am Markt gibt.
Ciao,
Lonzo
Wer alles glaubt, weiss nichts.
Wer nichts weiss, muss alles glauben.
@Lonzo: da haste mir schonmal sehr weitergeholfen.
Ist schon richtig mit dem Schweißen, Problem ist ich find für die PC37 aktuell echt kein KW Gehause. Weiter rechnet es sich so schon fast nicht mehr den Motor zu behalten, je nachdem wieviel ich dafür zahle. Kann ich fast schon direkt n Funktionsbereiten kaufen, denn so Teuer gehen die auch nicht mehr weg.
Tanks immer leer lagern. Der Sprit ist mittlerweile so aggressiv, da rostet der Tank da wo Sprit steht...
Leer saugen und draussen unterm Schauer ausdunsten lassen.
Zum PC37-Gehäuse: Ich hab noch ein 03er, bei bike-teile.de im Angebot, aber die Kolben sind nicht mehr so dolle...
Komplette PC37-Motoren sind seriös nicht auf dem Markt zu haben. Hab neulich einen für einen Kunden gesucht, ist schon schwierig.
Wer alles glaubt, weiss nichts.
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was heißt "Kolben nicht mehr so schön" ? meinste ich kann mit einer "aus 2 mach 1" Aktion mit meinem und deinem Motor wider n standfestes Aggregat hinbekommen ? oder ist alles schon zu sehr aufeinander eingelaufen und nicht zu empfehlen ?