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Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von Jakob86 »

Sorry Leute ich finde es schade dass dieses Thema so zerrissen wird.
Könnt Ihr auch normal Antworten ? ohne Ah ist alles Lächerlich oder Falsch ? eure Antworten haben bis jetzt auch keinen Aufschluss über meine Angeblichen Falsch aussagen gegeben.
Find ich echt relativ respektlos aber das ist wohl auch der Grund warum leute sich immer mehr aus solchen Foren zurück ziehen.
Und für mich ist der Apfelbeck ausreichend

Ich habe Lediglich gesagt, dass dieses Meistergewicht, welches man auf meinem Bild sehen kann Rechts ! ein besseres Ergebnis erzielen wird als das linke.
Beide Gewichte wiege exakt das selbe ( theoretisch ... natürlich nur Anschauung wobei beide tatsächlich nur 1,5 g unterschied haben )

Ja die Aussage mit der Kraft enthält tatsächlich einen Fehler, Masse der Unwucht / Gewicht der Unwucht müsste es heissen und nicht der Welle, kann mal passieren am Sonntag morgen, ist mir leider erst relativ spät aufgefallen.

Wie man eine Kraft von Unwucht berechnet...

Die Unwucht wird ausgegeben in G in Bezug auf einen Radius oder einfacher Ausgedrückt wie ihr sicherlich wisst in G*mm.

Jetzt habe ich eine definierte Masse durch meine Unwucht, eine Betriebsdrehzahl und einen Durchmesser.
Damit lässt sich Fliehkraft errechnen, diese wird erzeugt durch die Unwucht / meine Welle.

Und diese Fliehkraft ist auch nicht statisch
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IMG_6154.JPG
Zuletzt geändert von Jakob86 am Dienstag 8. Mai 2018, 14:17, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von Sordo »

2018012218425800.jpg
Ich Wuchte auch Kurbelwellen jedoch sind die etwas (viel) größer bei geringerer Drehzahl.
(Schiffsdiesel, Großaggregate Eisenbahn.....)
Hab aber auch schon Kurbelwellen von Spitfire Motoren aus der Damalszeit gewuchtet die heut gerne für Tracktorpull verwendet werden.
Meistergewichte brauchte ich bislang nicht selber berechenen da ich bislang immer Herstellervorgaben dafür hatte oder die vom Motoreninstandsetzer mitgeliefert wurden.
Generell braucht man zum wuchten kein Abitur da die moderen maschinen dir winkellage und die zu bearbeitende Masse vorgeben.
Ist die Kurbelwelle an genau dieser vorgegebenen stelle nicht zu bearbeiten weil keine Wange in dem bereich ist muss man sich mit bearbeitung an anderen Wangen in einen wuchtbaren Bereich vorarbeiten. Das geht allerdings nur mit Erfahrung die man halt im Laufe der Jahre so ansammelt. Natülich gibt es auch Maschinen / Software die in mehr als zwei ebenen Werte anzeigt bzw extra Software für Kurbelwellen aber wer hat das schon oder gibt dafür 20 bis 30 Mille zusätzlich aus.
Ich für meinen Teil kann generell das wuchten nur empfehlen denn schlechter wird es dadurch nicht und wenn man schon soviel Geld für eine Komplettrevision in die Hand nimmt dann fallen die 150€ extra auch nicht mehr ins Gewicht.
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von scm »

Jakob86 hat geschrieben:Sorry Leute ich finde es schade dass dieses Thema so zerrissen wird.
Könnt Ihr auch normal Antworten ? ohne Ah ist alles Lächerlich oder Falsch ? eure Antworten haben bis jetzt auch keinen Aufschluss über meine Angeblichen Falsch aussagen gegeben.
Find ich echt relativ respektlos aber das ist wohl auch der Grund warum leute sich immer mehr aus solchen Foren zurück ziehen.
Hi Jakob!

Ja, das ist ein bißchen unglücklich gelaufen hier ...

Um's ganz klar zu sagen: ich hab nichts gegen dich und auch nicht
dagegen daß du hier über deine Auswuchtarbeiten berichtest (andere
finden vielleicht: "dafür Werbung machst", das nur am Rande).
Aber das racing4fun ist nicht deine homepage, sondern ein Diskussions-
forum, und da werden Beiträge von vielen gelesen und eben auch kom-
mentiert, das ist der Sinn der Sache.

Das hab ich getan, und mich dabei womöglich ein bißchen im Ton vergrif-
fen, dafür entschuldige ich mich. Das ändert aber nichts an der Sache, du
magst ja einiges an Erfahrung mit dem Thema "dynamisch Wuchten" haben,
mit den zugrundeliegenden physikalischen Prinzipien bist du nicht allzu gut
vertraut und deshalb sind einige deiner Aussagen eben einfach falsch.
Ein paar Dinge hab ich angesprochen, und auf die Gefahr hin mich zu wieder-
holen sag ich dir hier nochmal: halt dich nicht auf mit irgendwelchen sinnlosen
Versuchen zur "optimalen Form" von Meistergewichten, das ist reine Zeitver-
schwendung! Die Dinger dürfen rund, eckig oder kartoffelförmig sein, das
spielt keine Rolle. Es geht, ich sagte es bereits, nur darum daß ihr Schwerpunkt
da liegt wo du ihn haben wolltest, und das ist bei der naheliegendsten Wahl
ihrer Masse eben das Zentrum des Hubzapfens. Wenn das gewährleistet ist
ist praktisch alles im Lot, und wenn das Ding aus Balsaholz besteht und teilweise
über die Drehachse der Welle bis auf die gegenüberliegende Seite reicht, völlig egal,
das macht nichts.

Soviel für heute, die anderen Punkte können wir wenn's dich interessiert später
mal besprechen!

Viele Grüße und viel Erfolg!
Sven
Zuletzt geändert von scm am Dienstag 8. Mai 2018, 23:01, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von scm »

Sordo hat geschrieben: ... Ist die Kurbelwelle an genau dieser vorgegebenen stelle nicht zu bearbeiten weil keine Wange in dem bereich ist muss man sich mit bearbeitung an anderen Wangen in einen wuchtbaren Bereich vorarbeiten. Das geht allerdings nur mit Erfahrung die man halt im Laufe der Jahre so ansammelt. Natülich gibt es auch Maschinen / Software die in mehr als zwei ebenen Werte anzeigt bzw extra Software für Kurbelwellen aber wer hat das schon oder gibt dafür 20 bis 30 Mille zusätzlich aus.
Hi Sordo!

Um Unwuchten auf andere Wuchtebenen umzurechnen braucht's keine 20 bis 30 Mille und eigentlich
auch keine jahrelange Erfahrung (die kann natürlich nicht schaden), sondern es reichen Papier, Bleistift
und Taschenrechner um das Ganze exakt zu berechnen.
Wenn dich das interessiert weil es dir möglicherweise bei der Arbeit nutzt kann ich dir da gern weiterhelfen,
das ist wirklich kein Hexenwerk.

Viele Grüße
Sven
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von robs97 »

Mal eine Frage von einem Ahnungslosen :wink:
Also was wuchten bedeutet ist mir schon klar, aber kann mir einer mal im groben erklären was ist dieses Meistergewicht und für was wird das benötigt ??

Keine Doktorarbeit, nur mal so eine grobe Erklärung dazu. Danke

Gruß Robs
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von robs97 »

@ Axel,

danke für die Erklärung. Ich bin immer nur vom abnehmen von Gewicht ausgegangen, "aufdoppeln" ist mir komplett entfallen :oops: :oops:
Aber logisch Deine Erklärung
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von tommi »

ahhhh.... deshalb sehen die Wangen manchmal aus wie ein schweizer Käse... wieder was gelernt
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von robs97 »

Axel_F. hat geschrieben:
An der Serienwelle kann man gut sehen daß die Wangen von der Masse immer so ausgelegt sind, daß ein Euchten immer über bohren zu erreichen ist weil eben billiger und schneller. Dazu kommt daß eine leichtere Welle eben nicht nur Vorteile hat was die Leistungsabgabe betrifft. Siehe BMW Welle die für 2011 auch schwerer gemacht wurde um eine sanftere Leistungsabgabe zu schaffen.
Da ich immer davon ausgegangen bin, die Welle ab zu specken, war mir das mit dem schwerer machen nicht bewusst.
Man lernt halt nie aus.
Aber schöne Pics hast Du da.
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Re: Auswuchten Motor instandsetzen und ähnliches

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Beitrag von kurzaberdünn »

Axel_F. hat geschrieben:das Meistergewicht ist ein Zusatzgewicht welches sn der Welle angebracht wird, wenn sie eben für die Wucht dort schwerer werden muss. Ähnlich der Gewichte beim Rad.
Da bauartbedingt meist kein Platz ist um an den Wangen etwas anzuheften wird meist in die Wange bebohrt und Dtopfen deutlich höherer Dichte und somit Gewicht eingebracht. Oft Wolfram meine ich.

Metzger und Frisöre sind in Foren Ingenieure.
...Sorry, das musste sein.

Ein Meistergewicht stellt beim Wuchten einer Kurbelwelle den rotierenden und anteilig oszillierenden Teil der Pleuelstangen und Kolben mit Ringen etc. dar. Das Gewicht wird berechnet je nach gewünschtem Wuchtfaktor (also z.B. plus 30% der oszillierenden Massen, weil man empirisch festgestellt hat, dass die Lagerlast und die ins Chassis eingeleiteten Schwingungen damit am geringsten sind).
Das hat nix mit Wolframgewichten zu tun um eine Kurbelwange schwerer zu machen.

Das Meistergewicht wird nach dem Auswuchten wieder entfernt. Klar, wo soll sonst das Pleuel hin ;)
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