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Federbein für Race und Street

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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von R.I.P. steirair »

sonixx hat geschrieben:Hö? Wo hast du das denn her?

Auf der Rennstrecke wird generell weniger Negativfederweg gefahren. Generell sollte auf ner Feder zwischen 8-15 mm Vorspannung sein. Um den passenden Negativfederweg zu erreichen, müsste man ne weichere Feder viel zu sehr vorspannen.
Schlechtes Ansprechverhalten und fehlender Rückhalt durch die Federkraft wären die Folge.

Auf der Renne ne relativ harte Feder mit wenig Vorspannung. So kenne ich das.
Worum es geht, es ist "kein" großes Problem mit einem Federbein auf der Straße und auf der Rennstrecke
zu fahren :wink: .
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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von techam »

sonixx hat geschrieben:
steirair hat geschrieben:
Normen hat geschrieben:
steirair hat geschrieben:Ich fahre eigentlich auf der Rennstrecke weicher als auf der Straße *-).
Dann habt ihr aber sehr gute Straßen in Österreich :alright:

Das auch, aber im Ernst. Von der Feder her fährst auf der Rennstrecke nahezu immer weicher,
die Dämpfung ist härter. Aber das lässt sich ja mit ein paar Klicks einstellen.
Hö? Wo hast du das denn her?

Auf der Rennstrecke wird generell weniger Negativfederweg gefahren. Generell sollte auf ner Feder zwischen 8-15 mm Vorspannung sein. Um den passenden Negativfederweg zu erreichen, müsste man ne weichere Feder viel zu sehr vorspannen.
Schlechtes Ansprechverhalten und fehlender Rückhalt durch die Federkraft wären die Folge.

Auf der Renne ne relativ harte Feder mit wenig Vorspannung. So kenne ich das.
Ich kenne es wie steirAir genau umgekehrt.

Die Serienfedern sind in der Regel auf Soziusbetrieb ausgerichtet, also das Zulässige Gesamtgewicht, was selbst bei Supersportlern in der Regel bei 400KG liegt.

Wenn man seine Maschine nun jedoch konsequent abgespeckt hat auf so 180KG Vollgetankt, dazu nen Rennfahrerkörper hat von <80KG, dann sind diese Federn in der Regel zu Hart.

Damit bekommt man dann oftmals selbst bei völlig herrausgedrehter Vorspannung keinen statischen Negativfederweg zusammen und der Dynamische ist aufgrund der hohen Federrate auch sehr überschaubar.

Ist aber natürlich auch von Motorrad zu Motorrad anders, hängt auch vom fahrstil, dem Fahrergewicht und den Vorlieben des Fahrwerkstuners ab.

Vorne ist es natürlich genau andersherum, dort werden die Federn fast immer Härter gewählt. Aber es wurde hier ja nach dem Federbein gefragt.

MfG Christian
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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von sonixx »

Mhh. Ja kann sein, dass ich die Aussage etwas falsch aufgefasst habe. Kann sein, dass viele Serienfederbeine straffe Federn verbaut haben.
Mir ging es darum, dass wenn ich eine Feder frei auswählen würde. Einmal für die Straße und einmal für die Renne.
Dann würde ich für die Renne die härtere nehmen.

Aber nochmal kurz zum Negativfederweg statisch/ Free sag / nur Mopedgewicht oder wie man es nennen möchte. Da bekommt man mit einer härteren Feder und weniger Vorspannung auch größere Werte als mit einer weichen mit viel Vorspannung.
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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von R.I.P. steirair »

sonixx hat geschrieben:Mir ging es darum, dass wenn ich eine Feder frei auswählen würde. Einmal für die Straße und einmal für die Renne. Dann würde ich für die Renne die härtere nehmen.
Nicht unbedingt. Ich behaupte mal das 70% der Hobbypiloten viel zu hart unterwegs sind, und mit weicherer Abstimmung bei weitem besser und schneller unterwegs wären.

Ich habe ja des öfteren Bikes auf WM Niveau bei mir stehen, und viele wären überrascht wie "weich" da manche
abgestimmt sind.

Dazu kommt wohl das es verschiedene Settings gibt, weichere Feder und dafür härtere Dämpfung und umgedreht.

So eine entgültige Wahrheit gibt es da wohl nicht, nur einen Kompromiss und persönliche Vorlieben.

Ich z.b. bin bis jetzt mit knapp 98KG inkl. Leder und Helm mit 90er Feder hinten und 90er Federn vorne gefahren.
Erst jetzt stehe ich langsam an, bzw. fängt die Gabel zum durchschlagen an.

Wenn ich aber sehe das es Fahrer im Rookies Cup gibt, die mit 70KG und Zeiten um die 2,25 am Pann eine
130er Feder fahren, "weil es so gehört"..... :wink:
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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von sonixx »

steirair hat geschrieben:
Nicht unbedingt. Ich behaupte mal das 70% der Hobbypiloten viel zu hart unterwegs sind, und mit weicherer Abstimmung bei weitem besser und schneller unterwegs wären.

Ich habe ja des öfteren Bikes auf WM Niveau bei mir stehen, und viele wären überrascht wie "weich" da manche
abgestimmt sind.

Dazu kommt wohl das es verschiedene Settings gibt, weichere Feder und dafür härtere Dämpfung und umgedreht.

So eine entgültige Wahrheit gibt es da wohl nicht, nur einen Kompromiss und persönliche Vorlieben.

Ich z.b. bin bis jetzt mit knapp 98KG inkl. Leder und Helm mit 90er Feder hinten und 90er Federn vorne gefahren.
Erst jetzt stehe ich langsam an, bzw. fängt die Gabel zum durchschlagen an.

Wenn ich aber sehe das es Fahrer im Rookies Cup gibt, die mit 70KG und Zeiten um die 2,25 am Pann eine
130er Feder fahren, "weil es so gehört"..... :wink:
Uff. 90 zu 130 ist ja schon nen riesiger Unterschied. Auf dem gleichen Moped?
Sonst kann man es ja nicht wirklich vergleichen.
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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von R.I.P. steirair »

sonixx hat geschrieben:Uff. 90 zu 130 ist ja schon nen riesiger Unterschied. Auf dem gleichen Moped?
Sonst kann man es ja nicht wirklich vergleichen.
Natürlich nicht. Aber das gibt es :wink: .
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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von Normen »

techam hat geschrieben:
Chris hat geschrieben:Ist Serie nicht sogar immer Härter wegen möglichem Soziusbetrieb?
Die Feder ist oft härter, sprich höhere Federrate, damit das höhere Gewicht des Soziusbetriebs abgetragen werden kann.

Die Dämpfung wird jedoch meist wesentlich weicher ausgelegt, damit das Fahrwerk komfortabel ist.
Straßenfedern sind meist Progresiv (wegen Soziusbetrieb) und unsere Renner werden meist mit Linearen ausgerüstet - da liegt der eigentliche Unterschied. Trotzdem sind in der Regel die Straßenfedern weicher weil die Straßenbeschaffenheit schlechter als die Rennstrecken sind! Ich könnte mit meinem Rennbike nie bei mir hier auf der Straße fahren, da würden mir sämtliche Blomben rausfallen. :D
Und was für eine Feder gefahren wird hängt vom Motorrad, Speed, Gewicht usw. ab. Eine Aussage fahre eine 90er Feder kann also bedeuten daß diese Bockhart ist oder aber auch daß sie sehr weich ist - alles relativ :wink:
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Re: Federbein für Race und Street

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Beitrag von techam »

Normen hat geschrieben:
techam hat geschrieben:
Chris hat geschrieben:Ist Serie nicht sogar immer Härter wegen möglichem Soziusbetrieb?
Die Feder ist oft härter, sprich höhere Federrate, damit das höhere Gewicht des Soziusbetriebs abgetragen werden kann.

Die Dämpfung wird jedoch meist wesentlich weicher ausgelegt, damit das Fahrwerk komfortabel ist.
Straßenfedern sind meist Progresiv (wegen Soziusbetrieb) und unsere Renner werden meist mit Linearen ausgerüstet - da liegt der eigentliche Unterschied. Trotzdem sind in der Regel die Straßenfedern weicher weil die Straßenbeschaffenheit schlechter als die Rennstrecken sind! Ich könnte mit meinem Rennbike nie bei mir hier auf der Straße fahren, da würden mir sämtliche Blomben rausfallen. :D
Und was für eine Feder gefahren wird hängt vom Motorrad, Speed, Gewicht usw. ab. Eine Aussage fahre eine 90er Feder kann also bedeuten daß diese Bockhart ist oder aber auch daß sie sehr weich ist - alles relativ :wink:
Sicher? mir wäre noch kein Supersportler mit Progressiver Feder am Federbein untergekommen.
Lasse mich aber gern eines besseren belehren :wink:

Für vorne trifft das aber natürlich zu.

MfG Christian
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Beitrag von Wildsau »

Nicht unbedingt. Ich behaupte mal das 70% der Hobbypiloten viel zu hart unterwegs sind, und mit weicherer Abstimmung bei weitem besser und schneller unterwegs wären.
Das glaub ich auch.

"Gelobt sei was hart" ist im Bezug aufs Fahrwerk zwar vollkommener Unfug,
aber immer noch in den Köpfen vieler Fahrer.
Deswegen kommen auch viele Fahrer mit der butterweichen Karkasse der Pirellis so gut zu recht.
Wenns Fahrwerk eh schon viel zu hart ist, und man dann auch noch einen stocksteifen Reifen drauf machen würde...
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Re: Federbein für Race und Street

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Wildsau hat geschrieben:
Nicht unbedingt. Ich behaupte mal das 70% der Hobbypiloten viel zu hart unterwegs sind, und mit weicherer Abstimmung bei weitem besser und schneller unterwegs wären.
Das glaub ich auch.

"Gelobt sei was hart" ist im Bezug aufs Fahrwerk zwar vollkommener Unfug,
aber immer noch in den Köpfen vieler Fahrer.
Deswegen kommen auch viele Fahrer mit der butterweichen Karkasse der Pirellis so gut zu recht.
Wenns Fahrwerk eh schon viel zu hart ist, und man dann auch noch einen stocksteifen Reifen drauf machen würde...
:wink:
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