Unterstreich! Dennoch sollte man bedenken, dass der Großteil der Diskussion zu einem Zeitpunkt geführt wurde, zu dem noch nicht bekannt war, dass er so schwere Depressionen hatte. Deshalb hätte man auch dort schon die Finger stiller halten sollen...Seitenstreifen hat geschrieben:Die hier teilweise ausgebrochene Diskussion kotzt mich echt an!
Rein nüchtern betrachtet hatte er ein gutes Leben. Das ist wohl der erste Gedanke den jeder hat.
Ich denke jedoch, wenn ein Vater den Tod seiner Tochter verkraften muss, die 2 Jahre alt war und einen angeborenen Herzfehler hatte, kommt man ins Grübeln... Hier drin einen Sinn zu sehen ist meiner Meinung nach unmöglich! In diesem Moment wird einem bewusst, dass Geld eben doch nicht alles. Denn alle Kohle die er hatte, konnte seine Tochter nicht vor dem Tod bewahren!! Er hat seine kleine 2 jährige absolut unschuldige Tochter verloren, macht euch das doch mal klar...
Depressive Menschen sind krank! Vergesst das mal nicht liebe Leute...
Das sind keine Kurzschlussreaktionen von Leuten die sich mal kurz überlegen vor einen Zug zu springen!! In der Regel sind die Selbstmorde über lange Zeit geplant und die Patienten versuchen auch sich helfen zu lassen! Leider nicht immer mit Erfolg.
Die menschliche Psyche ist nun mal leider nicht so einfach wie das manch einer denken mag...
Zu sagen, weil unbekannten Selbstmördern nicht nachgetrauert wird, tu ich das hier auch nicht finde ich einen Widerspruch in sich... Sollen wir jetzt jeden Tag trauern?? Ich würde in meiner Lage auch sicher nicht von trauern sprechen, aber ich war auch geschockt und finde das ganze sehr bedauerlich. Genauso bedauerlich wie es ist, wenn ein Idiot eine ägyptische Zeugin im Gerichtssaal absticht... Jedoch hatte man eine engere "Bindung" zu Robert Enke und damit ist man mehr geschockt...
Ich kann euch nur in einem Punkt Recht geben: Vor einen Zug zu springen ist nich unbedingt sozial, wenn ich an die Zugführer etc. denke... Es gibt sicher Todesarten, bei denen ich keinen anderen direkt mit ein binde... Aber lassen wir das...
Lange Rede, kurzer Sinn: RIP Robert Enke...
Die "Diagnose" rückt alles in ein anderes Licht, weil sich niemand von uns vermeintlich "Normaldenkenden" vorstellen kann, wie es ist, Depressionen und Angstzustände zu haben - wie schon mehrfach gesagt...
ist ein sehr treffender Ausspruch, den ich auch nur befürworten kann..."de mortuis nihil nisi bene" (="Über die Toten nur Gutes")
Besser noch so:
Abgesehen von allen Unbegreiflichkeiten ist es meiner Meinung nach nie schlecht -für keinen von uns-, sich hin und wieder mal mit dem Thema "Tod" beschäftigen zu müssen. Wir erkennen dann nämlich oftmals, dass er weitaus wichtigere Dinge im Leben gibt als Geld und Autos..."De mortuis nil (=nihil) nisi bene." - oft ungenau übersetzt als: Von Toten (soll man) nur Gutes (reden).; richtig übersetzt müsste es heißen: Von den Toten nichts außer auf gute Weise, was folgende Interpretationen zulässt: a) Wenn man über einen Toten nichts Gutes zu berichten weiß, sollte man schweigen, oder: b) Man darf Verstorbene auch kritisieren, aber auf eine faire Weise (da sie sich nicht mehr verteidigen können).
Keep the faith,
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