An die Journalisten
Hier könnt Ihr posten was nicht mit dem Thema Racing zusammenhängt
Jokes, jeglicher Dummfug oder einfach nur um zu quatschen
Jokes, jeglicher Dummfug oder einfach nur um zu quatschen
An die Journalisten
Kontaktdaten:
unter Euch. Ich versuche mich seit einiger Zeit am Sport-Journalismus in den Bereichen MotoGP, IDM etc...
Getreu dem Motto.." Hobby zur Arbeit machen " versuche ich erste Schritte.
Habe so einige Beiträge für eine Internetseite geschreibselt und ne Menge Spaß dabei gefunden.
Mich würde interessieren, wie so ein Arbeitsalltag eines Sportredakteurs aussieht bzw. was man(n) selber an Know how mitbringen sollte.
Ich habe erste Kontakte geknüpft und darf ab Februar 2009 mich beweisen.
Bin dabei mir "Einführung in den praktischen Journalismus" von LaRosche zu bestellen ---> ist dies überhaupt empfehlenswert???
Und wie habt Ihr angefangen???
Sodele erstmal genug an Fragen!!!!
Getreu dem Motto.." Hobby zur Arbeit machen " versuche ich erste Schritte.
Habe so einige Beiträge für eine Internetseite geschreibselt und ne Menge Spaß dabei gefunden.
Mich würde interessieren, wie so ein Arbeitsalltag eines Sportredakteurs aussieht bzw. was man(n) selber an Know how mitbringen sollte.
Ich habe erste Kontakte geknüpft und darf ab Februar 2009 mich beweisen.
Bin dabei mir "Einführung in den praktischen Journalismus" von LaRosche zu bestellen ---> ist dies überhaupt empfehlenswert???
Und wie habt Ihr angefangen???
Sodele erstmal genug an Fragen!!!!
*Der Gedanke etwas nicht zu riskieren, ängstigt mich zu Tode*
Jens hat geschrieben:PT, sach watt
Zu Mr. Child.
Die wenigsten hier haben was mit Journalismus zu tun. Ich kenne hier eigentlich nur "Matthias", den Macher von PS.
Also, ich kann Dir zu diesem speziellen Thema nichts sagen. Aber die Fragen waren ja auch nicht an mich gerichtet.
Gruß aus dem Münsterland
Stoppie
Stoppie
- Tiger Warshaw Offline
- Beiträge: 984
- Registriert: Donnerstag 20. November 2003, 09:17
- Motorrad: ST765RS,KX250F,KX250
- Wohnort: Blaubeuren
Mal so als Hobbyschreiber und mittlerweile ganz kleiner Hobbyschornalist:
Ist ein umfangreiches Thema. Zu professionell recherchierten Test- und Technikberichten, Interviews und ähnlich alltäglichem kann ich nichts sagen, hab ich schlicht noch nicht gemacht. Was ich aber sagen kann:
Spaß am Schreiben ist eine unabdingbare Voraussetzung. Ebenso die Gabe, die Kleinigkeiten des täglichen Lebens zu registrieren und zu verarbeiten. Die Würze eines Artikels liegt nicht zuletzt in der außergewöhnlichen Beschreibung eigentlich völlig gewöhnlicher Dinge. Dazu brauchst du zuweilen viel Phantasie. Wenn du einen Text schreibst, gehst du damit (zumindest ich) regelrecht schwanger. Du setzt dich ja nicht an den PC und sagst: So jetzt mal was witziges schreiben, zack zack. Das funktioniert meist nicht. Ein guter Text entwickelt sich. Du bist in Gedanken dabei, auch wenn du gerade was völlig anderes machst. Beim Autofahren z.B. hab ich meist Zeit, über den Weltfrieden zu sinnieren. Wichtig ist es, alle kreativen Einfälle, die dir egal wann und wo durch den Kopf schießen, gleich aufzuschreiben, sonst vergisst du sie wieder.
Insgesamt braucht es wohl auch ein wenig Talent, gut und witzig zu schreiben. Die höhere "Kunst" des Schreibens entwickelt sich dann von allein, je mehr du schreibst. Anfangs schreibst du irgendwie drauf los, später denkst du dann plötzlich über Aufmacher nach, überlegst, wie du einen Spannungsbogen hinbekommst und auch wie du den Schluss schreibst, um das alles rund zu machen. Ein Lehrbuch oder gar eine Ausbildung hab ich bisher nicht gemacht. Hat auch noch keiner verlangt
Noch was. Irgendwann kommst du an einen Punkt, an dem du leergeschrieben bist. Irgendwann hast du jede Begebenheit mit deinen Worten beschrieben und wiederholst dich. Dann musst du dich entweder hemmungslos besaufen (schlechte Alternative auf Dauer), dir eine Muse besorgen (teuer auf Dauer) oder mal ne Pause machen um neue Inspirationen zu sammeln. Das Lesen anderer gut gemachter Artikel, Berichte, Reportagen, Geschichten hilft dabei. Auch die Tagespresse enthält viele Kuriositäten, die man einbauen kann.
Alles in allem viel Spaß und immer schön kreativ bleiben.
Prost
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Ist ein umfangreiches Thema. Zu professionell recherchierten Test- und Technikberichten, Interviews und ähnlich alltäglichem kann ich nichts sagen, hab ich schlicht noch nicht gemacht. Was ich aber sagen kann:
Spaß am Schreiben ist eine unabdingbare Voraussetzung. Ebenso die Gabe, die Kleinigkeiten des täglichen Lebens zu registrieren und zu verarbeiten. Die Würze eines Artikels liegt nicht zuletzt in der außergewöhnlichen Beschreibung eigentlich völlig gewöhnlicher Dinge. Dazu brauchst du zuweilen viel Phantasie. Wenn du einen Text schreibst, gehst du damit (zumindest ich) regelrecht schwanger. Du setzt dich ja nicht an den PC und sagst: So jetzt mal was witziges schreiben, zack zack. Das funktioniert meist nicht. Ein guter Text entwickelt sich. Du bist in Gedanken dabei, auch wenn du gerade was völlig anderes machst. Beim Autofahren z.B. hab ich meist Zeit, über den Weltfrieden zu sinnieren. Wichtig ist es, alle kreativen Einfälle, die dir egal wann und wo durch den Kopf schießen, gleich aufzuschreiben, sonst vergisst du sie wieder.
Insgesamt braucht es wohl auch ein wenig Talent, gut und witzig zu schreiben. Die höhere "Kunst" des Schreibens entwickelt sich dann von allein, je mehr du schreibst. Anfangs schreibst du irgendwie drauf los, später denkst du dann plötzlich über Aufmacher nach, überlegst, wie du einen Spannungsbogen hinbekommst und auch wie du den Schluss schreibst, um das alles rund zu machen. Ein Lehrbuch oder gar eine Ausbildung hab ich bisher nicht gemacht. Hat auch noch keiner verlangt
Noch was. Irgendwann kommst du an einen Punkt, an dem du leergeschrieben bist. Irgendwann hast du jede Begebenheit mit deinen Worten beschrieben und wiederholst dich. Dann musst du dich entweder hemmungslos besaufen (schlechte Alternative auf Dauer), dir eine Muse besorgen (teuer auf Dauer) oder mal ne Pause machen um neue Inspirationen zu sammeln. Das Lesen anderer gut gemachter Artikel, Berichte, Reportagen, Geschichten hilft dabei. Auch die Tagespresse enthält viele Kuriositäten, die man einbauen kann.
Alles in allem viel Spaß und immer schön kreativ bleiben.
Prost
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- Pt-Race Offline
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bei frog an mie wendn 
http://www.pt-race.de bin kein Mann der Worte , sondern der taten..
- dadidada Offline
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- Registriert: Dienstag 10. Juni 2008, 13:34
- Wohnort: Bamberg
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Moin Child,
Glückwunsch!! Wenn du dich ab Februar beweisen darfst, hast du den wichtigsten Schritt bereits getan. Wie meisten in unserer Branche war auch ich Quereinsteiger, bekam im Praktikum die Chance mein Talent zu beweisen und absolvierte anschließend ein zweijähriges Volontariat. Wenn du für die Sache brennst, ne gute Schreibe hast und immer neugierig bleibst, kann nix schief gehen.
Hier ein paar Tipps für deinen Start:
"Einführung in den praktischen Journalismus" von LaRosche hatte ich mir damals auch gekauft. Wurde mir leider gleich zu Beginn vom Schreibtisch geklaut, habs also nie gelesen.
HALTS DEINES GUT FEST
Redakteure arbeiten immer unter Zeitdruck. Als Praktikant kannst du dich NUR durch Kaffee kochen beliebt machen. Sorge dafür, daß die Kanne immer voll ist und rede darüber.
Wenn ihr zu Test/Fotofahrten ausrückt, überhole NIEMALS einen Redakteur, er wird dich sonst ein Leben lang hassen.
Bei Ortsterminen außer Haus ist der abendliche Barbesuch Pflicht. Das dient der Informationsbeschaffung. Erfahrene Journalisten haben deshalb eine perfekt austrainierte Leber, Du nicht! Trinke deshalb Olivenöl vor dem Gelage.
Journalisten werden oft und gerne hofiert. Das führt manchmal zu übersteigerter Selbsteinschätzung, deshalb solltes auch du mit Komplimenten nicht sparen. Achte aber darauf, daß nicht der Eindruck entsteht, du hättest homoerotische Absichten. Das wäre ebenso schlimm, wie Kritik an deren Arbeit.
Wenn du bei Fahrpräsentationen oder Testfahrten stürzt, zeige Reue und Demut. Behaupte aber auch IMMER, daß mit dem Reifen etwas nicht ganz in Ordnung war.
Ich denke, damit kommst du die ersten paar Tage zurecht. Wenn du spezielle Fragen hast, kannst gerne ne PN schicken.
Viel Erfolg
Glückwunsch!! Wenn du dich ab Februar beweisen darfst, hast du den wichtigsten Schritt bereits getan. Wie meisten in unserer Branche war auch ich Quereinsteiger, bekam im Praktikum die Chance mein Talent zu beweisen und absolvierte anschließend ein zweijähriges Volontariat. Wenn du für die Sache brennst, ne gute Schreibe hast und immer neugierig bleibst, kann nix schief gehen.
Hier ein paar Tipps für deinen Start:
"Einführung in den praktischen Journalismus" von LaRosche hatte ich mir damals auch gekauft. Wurde mir leider gleich zu Beginn vom Schreibtisch geklaut, habs also nie gelesen.
Redakteure arbeiten immer unter Zeitdruck. Als Praktikant kannst du dich NUR durch Kaffee kochen beliebt machen. Sorge dafür, daß die Kanne immer voll ist und rede darüber.
Wenn ihr zu Test/Fotofahrten ausrückt, überhole NIEMALS einen Redakteur, er wird dich sonst ein Leben lang hassen.
Bei Ortsterminen außer Haus ist der abendliche Barbesuch Pflicht. Das dient der Informationsbeschaffung. Erfahrene Journalisten haben deshalb eine perfekt austrainierte Leber, Du nicht! Trinke deshalb Olivenöl vor dem Gelage.
Journalisten werden oft und gerne hofiert. Das führt manchmal zu übersteigerter Selbsteinschätzung, deshalb solltes auch du mit Komplimenten nicht sparen. Achte aber darauf, daß nicht der Eindruck entsteht, du hättest homoerotische Absichten. Das wäre ebenso schlimm, wie Kritik an deren Arbeit.
Wenn du bei Fahrpräsentationen oder Testfahrten stürzt, zeige Reue und Demut. Behaupte aber auch IMMER, daß mit dem Reifen etwas nicht ganz in Ordnung war.
Ich denke, damit kommst du die ersten paar Tage zurecht. Wenn du spezielle Fragen hast, kannst gerne ne PN schicken.
Viel Erfolg
