Na ja, ich finds echt nicht toll und kann verstehen, warum er das hier postet. Obwohl man sagen muss, dass es so halt läuft heutzutage. Aber finden tu ichs nicht im Anzeigenmarkt. Scheinbar schon wieder draußen?
Jaja und genauso gehört es zum guten Ton, dass Hertrampf
den Cortese Kabelbaum aus der IDM 1098 mit der Motec M800,
Federweg-, Radsensoren, Display, etc. bei Ebay als echtes Schnäppchen für 28.000€ angeboten hat. Wahrscheinlich waren da goldene Litzen drin...
Kurvenjunkie hat geschrieben:Hoffentlich hat das Ding keiner gekauft!
Des ist doch der Punkt - entscheidet nicht der Käufer über die Kaufentscheidung? Na also, anbieten kann doch jeder was er mag; muss ja niemand kaufen oder haben wir Kaufzwang?
Da an unterschiedlichen Märkten oder hier besser passend Marktplatformen unterschiedliche Preise zu unterschiedlichen Zeitpunkten zustande kommen ist ja nun nicht wirklich neu. Wenn jemand etwas bei Ebay als Schäppchen kauft, ist es doch i.O. es wieder zu verkaufen, wenn er dabei einen höheren Preis erzielen kann. Das ist der Lohn für das Risiko, das er trägt. Kann ja auch durchaus sein, dass diese Rechnung nicht aufgeht und er bleibt darauf sitzen. S.o. - der Käufer entscheidet.
Walnussbaer hat geschrieben:...es so halt läuft heutzutage...
Das nennt man Handel, freien Handel. Und das gibts schon einige Hundert Jahre, z.B. wenn die Holländische Handelgesellschaft Pfeffer und andere Gewürze vor 400 Jahren aus Indien nach Europa geschafft hat. Die haben sich deutlich mehr bezahlen lassen, als den Aufwand des Transportes! Die Nachfrage war aber bereit den Preis zu zahlen, der Markt hat funktioniert.
Man kann natürlich auch eine deutlich ineffizientere Wirtschaftsform wählen, in der alle Märkte reguliert sind und die Preise für jedes Gut vom Staat vorgegeben sind. Das hatten wir doch in den 5 neuen Bundesländern bis vor ~20 Jahren und das wohl nicht so super funktioniert, wenn ich mich irre.
Nicht falsch verstehen, es gibt Güter, in denen der Staat in die Preisbildung eingreifen sollte, z.B. bei Marktversagen, Kartellbildung und einigen anderen ökonomischen Phänomen.
Aber bei einem Rennkit? Leute, im Ernst - lasst mal das Gejammer und die Kirche im Dorf. Muss ja keiner kaufen, der nicht will.....
Natürlich haben wir keinen Kaufzwang aber wenn wie im Fall der Motec-Sachen Teile weit über dem Neupreis liegen, grenzt so ein Angebot meines Erachtens schon an Betrug oder zumindest steckt eine betrügerische Absicht dahinter...
Wenn man das weiß ist es gut, denn dann weiß man auch, was man dort vielleicht anderweitig erwarten darf. Weiß man es nicht, wird man verarscht und das ist unter Umständen sehr sehr bitter für den Betroffenen.
Ja - gebe ich Dir recht. Das ist auch Wucher und irgendwann sittenwidrig - glaube ich. Bin ja Ökonom und nicht Anwalt.
Aber mal mit gesundem Menschenverstand - wer ist denn dann so blöd und kauf für 28k € Teile ohne sich nicht vorher nicht mal halbwegs über den Neupreis oder realen Wert zu informieren? Wer das nicht tut, ist selbst schuld. Bischen Eigenverantwortung tut mal not. Wir können ja nun auch mal Konsumenten nicht aus jeglicher Verantwortung entbinden. Und gerade bei den Summen - das ist ein kleiner Mittelklassewagen - das informiert man sich doch, oder etwa nicht?
Klar läuft das so seit xx Jahren, aber gut finden muss man das ja trotzdem nicht. Das mit den Banken, Hedgefonds usw. lief ja auch lange ganz toll. Da wäre Kritik zwischendurch auch mal gut gewesen...