Gebäude abschotten und ähnliches ist wie ein Taschentuch bei Schnupfen.Bundy hat geschrieben:Noch was dazu: In einem Land, in dem verurteilte, geständige Sexualverbrecher und Kinderschänder nach ein paar Jahren wieder freigelassen werden, da muss man sich auch nicht wundern, wenn manchmal so ne Scheiße passiert...
Leicht offtopisch, und hat auch nix mit dem aktuellen Fall zu tun, ist aber leider so....
DA sollte man ansetzen, und nicht bei der Abschottung der Schulen...
Ich kann zwar verhindern dass mir die Rotze auf den Pullover tropft, aber an der Ursache verändert das Taschentuch nichts.
Ich denke ein guter Ansatz wird mit dem Projekt "Faustlos" an Schulen und Kindergärten seit einiger Zeit durchgeführt. Es muss irgendwo in den Köpfen der Kinder verankert werden, dass Gewalt Mist ist.
Wichtig ist auch, dass ALLE Kinder davon profitieren. Wenn natürlich die Kinder gar nicht erst in den Kindergarten gehen, weil Mami meint, dass sie das viel besser kann und ja auch Zeit genug hat (und dann nur das Kind überall mithinschleppt oder vor TV oder PC setzt, statt damit irgendwas zu machen/unternehmen usw.), dann gehen solchen Kindern soziale Kontaktmöglichkeiten und das Erlernen des Umgangs miteinander schon ganz früh ab. Ist es dann ein Wunder wenn diejenigen sich dann irgendwann ihre eigene Welt "bauen"?
Die Gedankenlosigkeit und das völlige "Egal" an den eigenen Kindern zugunsten des Ich (ich brauche meine Ruhe/ Wann soll ich denn noch Hausaufgaben mit den Kindern machen, ich arbeite bis 5/ Ich will zum Stammtisch, ich, ich, ich...) führt doch dazu, dass Kinder sich selbst "erziehen". Und was daraus wird, das sieht man draußen auf der Straße zu Genüge rumrennen.
Man denke an die Kids mit den Gewaltvideos auf den handys. Meine Frau hat so was schon live erlebt. Und ist eingeschritten. Das machen aber die meisten Menschen nicht. Man könnte ja selber Ziel von so was werden...
Wir leben in einer besch... Zeit für Kinder. Um daran was zu ändern ist JEDER gefragt, seine eigenen Kinder anders zu erziehen und den Blick offen zu halten und ggf. einzuschreiten oder zu helfen.
Die Basis für Taten wie die von gestern liegt zumeist schon irgendwo in frühen Lebensjahren. Das passiert nicht aus dem Affekt.
Martin