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Robert Enke tot!!!

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  • Martin Offline
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Beitrag von Martin »

Güdy hat geschrieben: (und ich hab täglich mit Menschen zu tun, die mit dem Gedanken spielen...)
Güdy:
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Ok, das erklärt alles. Mein Beileid. ;-)

btt: Als Nichtfußballfan muss ich sagen: Bis gestern abend kannte ich seinen Namen nicht mal und habe mich erst mal durchgegoogelt.
Es hörte sich alles nach einem Menschen an, der trotz heftigem Schicksalsschlag sein leben im Griff hatte und fest auf seinen Füßen stand. Er hatte allem Anschein nach eine Familie/Ehefrau, die ihm Halt gibt. Die Adoption ist auch noch nicht lange her.
Und gerade so etwas zeigt doch eigentlich, dass ein Mensch längerfristig plant, noch Ziele hat. Mit diesem Hintergrund stellt sich mir (und sicher den meisten anderen) die Frage nach dem "Warum".
Enke hat einen Abschiedsbrief hinterlassen. Ob die Öffentlichkeit je etwas von seinen Beweggründen erfährt, der zu diesem Schritt führte? Angehen tut es sich niemand etwas, aber wissen möchte man es schon, um zu versuchen, es zu verstehen.

Ich wünsche seiner Familie und seinen Freunden alle Kraft die man braucht um einen solch plötzlichen Verlust irgendwie verarbeiten zu können und hoffe, dass wenigstens sie Antworten auf Ihre Frage nach dem "Warum" bekommen.

Martin
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Beitrag von Obi »

Es gibt nur ein wahrhaft ernst zu nehmendes philosophisches Problem, und das ist der Selbstmord. Zu entscheiden, ob ein Leben lebenswert ist oder nicht, entspricht der Antwort auf die grundlegendste Frage der Philosophie. Hier eine Antwort zu finden, halte ich in dem Kreise fuer ausgeschlossen.
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Beitrag von Volker.D »

R. Enke hat eine Entscheidung getroffen und ich geh mal davon aus, das das Ergebnis in seinem Sinne ist. Aktzeptieren wir das doch einfach mal!

Leid tun mir allerdings seine Frau und das eben erst adoptierte kleine Mädchen. Unendlich leid sogar. Furchtbar ist es auch, was er mit seinem Schritt dem Lokführer, seinen Freunden, seiner Famile etc etc. angetan hat.

Schon aus diesen Überlegungen heraus muss ich sagen: egoistisch. Aber man muss seine Entscheidung akzeptieren. Man muss sie nicht mögen oder verteidigen.

Und ja, ich weiss, wie es sich anfühlt, seine Tochter zu verlieren. Das ist nun exakt 21 Jahre + 2 Tage her, macht es aber kein Stück erträglicher.

Ich bin übrigens keineswegs der Meinung, dass er nun bei seiner verstorbenen Tochter sei, wie Bundy es formuliert. Aus diversen Gründen.
Er ist einfach tot und hinterlässt weitere schwer verletzte Seelen.

Volker
Oft ist das Denken schwer, indes,
das Schreiben geht auch ohne es...

Wilhelm Busch
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Beitrag von RS-Lehrling »

Schau mir wenns geht alle Berichte an von Robert Enke denn es war schon zu Gladbacher Zeiten mein Lieblingstowart .
Ich bin geschockt und traurig :cry:
Robert Enke litt schon seit 2003 an Depressionen , das bedeutet auch das 2006 der schlimme Tod seiner Tochter nicht der Anfang war . Erstmal Hut ab das er danach noch weitergemacht hat . Die ständigen rückschlage durch Verletzungen waren sicherlich auch mit ausschlaggebend
Ausserdem hatte er Angstzustände und das ist....................wirklich die Hölle auf Erden . Gerade Verlustängste sind so übel weil du nichts dagegen machen kannst .
Es klingt jetzt bestimmt merkwürdig wenn ich schreibe irgendwie kann ich es verstehen denn irgendwann kommt der Punkt an dem du nicht mehr kannst du bist nur noch müde und die Fasade aufrecht zu erhalten das keiner was merk , die raubt dir die letzte Energie . Klar kann man jetzt sagen ...........es gibt immer einen Weg usw.
Aber man kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen wenn man nicht das selbe (Depressionen und Ängste) selbst mal erlebt hat . Und sich diese Frage gestellt hat
Natürlich war das mit dem Lokführer nicht richtig es hätte auch andere Lösungen gegeben .
Wünsche der Familie und allen Angehörigen viel Kraft diese schwierigen Zeiten zu überstehen .
Gruss L
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  • sRacerle Offline
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Beitrag von sRacerle »

R.I.P Robert, du hattest deine Gründe

Viel Kraft den Angehörigen und Freunden sowie unserer DFB 11
Gruß
Florian


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  • Stromberg Offline
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Beitrag von Stromberg »

dito

R.I.P
Es sind 2 Dinge die die Menschen wollen, alt werden und jung bleiben

2014 - mal schauen was geht
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Beitrag von Diditotalbekloppt »

Ich persönlich habe wenig Verständnis über ausbrechende Diskussionen über sowas....

Er war ein feiner, ruhiger und bescheidener Mensch. Natürlich tut er seiner Familie damit keinen Gefallen und dem Lokführer, den Einsatzkräften (auch ich habe diverse Bahnleichen mit ansehen müssen, man kann sich den Anblick als Normalbürger nicht vorstellen) und allen Beteiligten.

Aber in diesem Augenblick kann keiner nachempfinden was in diesen Menschen, die mit der Krankheit Depressionen umgehen müssen, vorgeht. Von daher ist jede Diskussion müßig und auch ein kleines bisschen unanständig !

Mein Beileid und alle Kraft der Welt wünsche ich seiner Familie, seinen Freunden und Mitspielern.

Bin sehr betroffen.

Didi
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Beitrag von Ecotec »

Nicht mal seine Frau und sein engster Doktor wussten das es so schlimm in ihm ausgesehen hat.

Wie es heute in der Pressekonferenz erklärt wurde, hat er seine Familie und seinen betreuenden Arzt bewusst was vorgespielt.

In seinem Abschiedsbrief hat er sich dafür wohl auch entschuldigt.


Ich bin auch der Meinung, das sich gesunde Leute wie wir darüber kein Urteil bilden können, wieso er das getan hat.

Es ging ihm gut, Geld hat er wohl auch genug gehabt, er hatte eine Frau und ein adoptiertes Kind, er wurde von seinen Fans geliebt.

All das hat trotzdem nicht ausgereicht, um diesem Menschen Glücksgefühle zu bringen.

Der Freitod ist immer eine Sache die lange in einem brütet, wenn er schon seit 2003 in ärztlicher Behandlung war, wird er wohl schon 6 Jahre mit sich gekämpft haben, gestern Abend hat er den Kampf verloren und wusste wohl keinen Ausweg mehr.....

Es war sehr bewegend heute die Bilder seiner Fans zu sehen, die Bilder seiner Fußballkollegen die alle total fertig waren, und besonders bewegend war es, seine Frau dort sitzen zu sehen, das ging mir ganz schön an die Nieren.

Sicher gibt es auf der Welt noch schlimmere Schicksale, aber man bekommt sie nicht so aktiv mit wie das jetzt, da wird einem immer wieder bewusst wie gut es einem doch geht..

Ich werde die nächsten Tage jedenfalls nicht jammern.........


MFG

Ecotec



RIP Robert, in Gedanken bist du nächstes Jahr bei der WM im Tor.......
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  • Erdnuss Offline
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Beitrag von Erdnuss »

Die hier teilweise ausgebrochene Diskussion kotzt mich echt an!
Rein nüchtern betrachtet hatte er ein gutes Leben. Das ist wohl der erste Gedanke den jeder hat.
Ich denke jedoch, wenn ein Vater den Tod seiner Tochter verkraften muss, die 2 Jahre alt war und einen angeborenen Herzfehler hatte, kommt man ins Grübeln... Hier drin einen Sinn zu sehen ist meiner Meinung nach unmöglich! In diesem Moment wird einem bewusst, dass Geld eben doch nicht alles. Denn alle Kohle die er hatte, konnte seine Tochter nicht vor dem Tod bewahren!! Er hat seine kleine 2 jährige absolut unschuldige Tochter verloren, macht euch das doch mal klar...

Depressive Menschen sind krank! Vergesst das mal nicht liebe Leute...
Das sind keine Kurzschlussreaktionen von Leuten die sich mal kurz überlegen vor einen Zug zu springen!! In der Regel sind die Selbstmorde über lange Zeit geplant und die Patienten versuchen auch sich helfen zu lassen! Leider nicht immer mit Erfolg.
Die menschliche Psyche ist nun mal leider nicht so einfach wie das manch einer denken mag...
Zu sagen, weil unbekannten Selbstmördern nicht nachgetrauert wird, tu ich das hier auch nicht finde ich einen Widerspruch in sich... Sollen wir jetzt jeden Tag trauern?? Ich würde in meiner Lage auch sicher nicht von trauern sprechen, aber ich war auch geschockt und finde das ganze sehr bedauerlich. Genauso bedauerlich wie es ist, wenn ein Idiot eine ägyptische Zeugin im Gerichtssaal absticht... Jedoch hatte man eine engere "Bindung" zu Robert Enke und damit ist man mehr geschockt...
Ich kann euch nur in einem Punkt Recht geben: Vor einen Zug zu springen ist nich unbedingt sozial, wenn ich an die Zugführer etc. denke... Es gibt sicher Todesarten, bei denen ich keinen anderen direkt mit ein binde... Aber lassen wir das...

Lange Rede, kurzer Sinn: RIP Robert Enke...
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  • werneroderwas Offline
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Beitrag von werneroderwas »

"de mortuis nihil nisi bene" (="Über die Toten nur Gutes").
hab ich mal gelernt und auch behalten.

Wer als redlicher Zynder eine Liebhaberei pflegt, die durchaus manchen nahestehenden Menschen belastet, sollte einem Menschen, dessen Seele im Dunkeln versunken ist, keine posthumen Vorwürfe machen,weil der nicht nur sich, sondern auch...

Freuen wir uns besser über jeden Tag, den wir und unsere Lieben gesund sind.

Und ich wünsche allen die mit R.E. und seinem Tod ganz nah zu tun haben viel viel Kraft.

Werner
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