Zum Inhalt
NEU: Events vieler Veranstalter direkt auf R4F buchen. Bequem und einfach. Jetzt buchen

Erfahrung mit Gabelemulatoren & Abstimmung?

Fahrwerk, Tuning, Reifen, Tips&Tricks,...

Moderatoren: as, Chris

  • Benutzeravatar
  • Johnny Offline
  • Beiträge: 3674
  • Registriert: Freitag 1. April 2005, 21:50

Erfahrung mit Gabelemulatoren & Abstimmung?

Kontaktdaten:

Beitrag von Johnny »

Wertes Forum,

ich nenne seit einiger Zeit eine SV 650 S mein eigen, die (bekannterweise) mit einer sehr rückenschonenden Gabel versehen ist. Um es höflich auszudrücken, dass sie viel zu weich ist.
Nahezu alle Teile der Gabel sieht man auf dem ersten Bild, bis auf die Gabelfedern.

Bild

Folgendes habe ich bisher gemacht:

Progressive Wilbersfedern (von 7,5 N/mm auf 8,5N/mm), von Originalgabelöl (ich glaube 5er) auf Wilbersöl (15er) gewechselt.
Luftkammer auf 130mm wie von Wilbers vorgegeben eingestellt, Vorspannhülse um die Höhe der Emulatoren gekürzt

Dazu kamen diese Emulatoren:

Bild
Bild

Aufgesetzt werden diese Emulatoren auf diese "Flöten", die man neben den Vorspannhülsen sieht. Auf die Emulatoren wird dann die Feder gesetzt.

Die Flöten haben jeweils 4 Bohrungen a ~8 mm, diese werden aufgebohrt auf 10mm und jeweils 2 zusätzliche 8mm Bohrungen gesetzt. Dies dient wohl dazu, den Strömungswiderstand durch die Emulatoren zu kompensieren.

Im Schnitt sehen die ungefähr so aus:
Bild

Die Druckstufe (nur darauf wirken die Emulatoren!) wirkt so, dass das Öl von unten nach oben strömt. Der grüne Strich ist die silberne Scheibe die man von oben sieht, das rote ist eine Feder. Die "grüne" Scheibe hat in der Mitte ein Loch, wodurch das Öl beim Einfedern nach oben fließen kann, dazu gibt es die "blauen" Öffnungen.
Das dicke gelbe ist die Scheibe, die man von oben sehen kann, die unter der langen Feder liegt, sie hat eine kleine Bohrung.
(In der Zeichnung sieht man noch einen kleinen schwarzen Strich zwischen den blauen Öffnungen und der gelben Scheibe, das ist falsch, einfach wegdenken!)
Bei kleinen bzw langsamen Hüben drückt sich das Öl durch die kleine Öffnung der Messingscheibe, bei mehr Ölstrom drückt das Öl die ganze Scheibe gegen die Feder nach oben.

Die Vorspannung der Feder kann geändert werden, ich hab jetzt 1,5 Umdrehungen zusätzlich.

Das ist aber zu weich, bremst man auf ebener Fläche sportlich von 20-30 auf Null runter ist der Data-Recording-Kabelbinder nur noch ca. 1,5cm von der Gabelbrücke entfernt.

Sportlich auf unebenem Belag gefahren wird das zu eng, denke ich, zumal die Gabel auch ruhig etwas straffer arbeiten könnte.


So, jetzt frage an die, die bis hierher gelesen haben:

Wie könnte man am besten die ganze Gabel etwas stärker dämpfen in der Druckstufe?
  • Benutzeravatar
  • rufer Offline
  • Beiträge: 2164
  • Registriert: Donnerstag 17. Januar 2008, 21:47
  • Motorrad: R1 RN49
  • Lieblingsstrecke: Mugello
  • Wohnort: CH-3110 Münsingen
  • Kontaktdaten:

Kontaktdaten:

Beitrag von rufer »

Von Racetech gibt es einen Cartridge Emulator Kit für die SV, weiss nicht ob das das gleiche ist??
http://racetech.com/ProductSearch/2/Suz ... /1999-2002
Dort kannst du auch Federraten ungefähr berechnen.

Grüsse
Rufer
2014: 4. Platz Speer Powercup auf GSX-R 1000 K5
2016: 4. Platz Speer Powercup auf R1 RN32
2018/2019: 5. Platz Speer Powercup auf R1 RN49
  • Benutzeravatar
  • Johnny Offline
  • Beiträge: 3674
  • Registriert: Freitag 1. April 2005, 21:50

Kontaktdaten:

Beitrag von Johnny »

ja, das ist das gleiche, nur kosten die von Ractech um die 180 Euro
kauft man die bei nem Ami-Harley Händler kosten sie inkl. Versand, Zoll etc ungefähr 50 Euro 8)

die Federrate passt, habe ich da auch ausgerechnet bzw Empfehlungen kontrolliert

ich denke die Löcher in der Flöte sind zu groß, dadurch fließt das Öl zu leicht durch und die Druckstufe wird zu weich

werds wohl nochmal ausbauen müssen und unterlegscheiben als Reduzierung draufpunkten

das Vorspannen der Emulatorfeder um weitere 1,5 Umdrehungen hat kaum was gebracht. ich bilde mir ein, dass sie etwas straffer ist, aber trotzdem ist der Kabelbinder fast an der unteren Gabelbrücke :?
  • Benutzeravatar
  • Wolfgang vom BO Offline
  • Beiträge: 1473
  • Registriert: Montag 3. Juli 2006, 22:01
  • Motorrad: Suzuki GSX-R 750 K9
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: 55411 Bingen
  • Kontaktdaten:

Kontaktdaten:

Beitrag von Wolfgang vom BO »

Dann würde ich mal noch etwas mit dem Luftpolster arbeiten :wink:
Gruß Wolli #77
Bikeroffice
Motorentuning, Leistungsprüfstand, Fahrwerksüberarbeitung! Wilbers- Stützpunkt + Servicecenter
Rennsportteile, EVOMOTOR Pitbikes
DUNLOP und BRIDGESTONE Rennreifen
Bikeroffice Racing - Come Race with us
ecu-flash.de
  • Benutzeravatar
  • Johnny Offline
  • Beiträge: 3674
  • Registriert: Freitag 1. April 2005, 21:50

Kontaktdaten:

Beitrag von Johnny »

habe ich vergessen zu erwähnen
Luftpolster laut Wilbers 130mm
hatte ich anfangs, mit dem umstellen der Emulatoren habe ich in jeden Holm nochmal circa ein Schnapsglas voll eingefüllt
wird nicht viel ausmachen, vielleicht kommt sie mir auch nur deswegen etwas härter vor

ich lese auch grad bei svrider.com bezüglich der Bohrungen, soweit ich da jetzt gerade bin sind die Angaben von Racetech wohl Schrott und man soll nur die vorhandenen Löcher aufbohren und keine Löcher extra
Why is it when people follow RaceTech's instructions to drill extra holes in the damper
rods, they end up replacing the damper rods?
I guess racer's and riders experiences on this board, on the socal svriders board, and the svforum in England are all full of crap.

The enlarged holes still provide some damping in extreme conditions ... extra holes remove it completely.

There are hundreds of threads on damper rods being ruined by drilling the extra holes.
I have bailed out a couple of members here that have done that and I gave them some
spares that I had lying around. ..........The only documentation I have seen is on
drilling extra holes is in RaceTech's instructions. There are hundreds of SV owners that
found out otherwise. There are 4 suspension shops that I personally called to confirm that
these instructions are wrong for the SV.
Das würde bedeuten, ich müsste die zusätzlich gebohrten Löcher wohl wieder schließen, das müsste ja von innen gemacht werden, richtig?
Da dieses Ventil am unteren Tauchrohrende ja über die Öffnungen der Flöte gleitet. Gehe ich recht in der Annahme, dass das dann ein Hydrostop ist? Nach dem übergleiten der Bohrungen schließt das Tauchrohr ja das Öl im Standrohrboden ein, wenn ich jetzt keinen Denkfehler habe.
  • Benutzeravatar
  • Wolfgang vom BO Offline
  • Beiträge: 1473
  • Registriert: Montag 3. Juli 2006, 22:01
  • Motorrad: Suzuki GSX-R 750 K9
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: 55411 Bingen
  • Kontaktdaten:

Kontaktdaten:

Beitrag von Wolfgang vom BO »

Einfach wieder zuschweißen :wink:
Gruß Wolli #77
Bikeroffice
Motorentuning, Leistungsprüfstand, Fahrwerksüberarbeitung! Wilbers- Stützpunkt + Servicecenter
Rennsportteile, EVOMOTOR Pitbikes
DUNLOP und BRIDGESTONE Rennreifen
Bikeroffice Racing - Come Race with us
ecu-flash.de
  • Benutzeravatar
  • Marco369 Offline
  • Beiträge: 357
  • Registriert: Donnerstag 1. November 2007, 12:28

Kontaktdaten:

Beitrag von Marco369 »

@ Jonny,

die Dämpfung durch einfache Löcher zu realisieren kann ja eigentlich immer nur ein "fauler Kompromiss" sein - entweder passts bei langsamer Einfedergeschw. und dann nicht bei hoher oder umgekehrt - oder bei beidem nicht so richtig.
Daher diese Emulatoren, welche laut Racetech die Druckstufendämpfung komplett übernehmen sollen. Das vergrößern der existierenden Bohrungen bzw. das hinzufügen neuer soll die Dämfung an dieser Stelle eigentlich vollständig wegnehmen.

Wenn deine Druckstufendämpfung nun zu schwach ist der Emulator schlicht falsch dimensioniert und die Beiträge aus den englischsprachigen Foren deuten ja darau hin.

Laut Racetech kannst du über

a) das Vorspannen der Vorspannfeder des Emulators
b) die Federrate dieser Feder
(beides eher für mittlere und hohe Einfedergeschwindigkeit)
c) die Größe der Bohrung in der (von dir gelb gezeichneten) Scheibe (geringe Einfedergeschw.)
die Dämpfung weiter beeinflussen.

Wenn du kannst solltest du genau hinschauen ob deine Dämpfung zu schwach ist oder die Federrung (Gabel taucht bei längerer, starker Bremsung zu weit ein). Zweiteres kannst du mit Verringerung des Luftbolsters oder eben nochmal stärkeren Federn beheben.

Die Dämpfung weiter erhöhen geht eben nur wie oben beschrieben (wobei ich die Vorspannung der Emulatorfeder nochmals erhöhen und gemäß dem Tip der Zeitschrift Motorrad ein 20er Öl nehmen würde).
Wenn das auch nicht reicht bleibt nur das Wiederverschliessen der Löcher...

Marco
  • Benutzeravatar
  • Johnny Offline
  • Beiträge: 3674
  • Registriert: Freitag 1. April 2005, 21:50

Kontaktdaten:

Beitrag von Johnny »

Bild

der grüne Pfeil stellt die Einfederbewegung dar, die roten Pfeile sind das Öl, die Länge stellt das Volumen dar
am Ende des Tauchrohrs sitzen innen Plastikbauteile, die über diese "Flöte" gleiten und die Öffnungen verdecken, hier diese blauen 4ecke
ganz unten ist noch eine Feder drin, als Anschlagsdämpfer sozusagen, die habe ich jetzt nicht gezeichnet

es gibt ja 3x2 Bohrungen
beim einfedern drückt das Tauchrohr das Öl durch die Bohrungen nach innen in die Flöte und durch den Emulator, das klappt für das obere und mittlere Bohrungspaar, da die gleichzeitig von dem blauen Schieber verdeckt werden
federt man jetzt weiter ein, wandert der Schieber weiter nach unten entlang der Flöte und verdeckt das mittlere und das untere Bohrugspaar.

dadurch drückt es das öl in den Raum zwischen Flöte und Tauchrohr und FAST NICHT durch den emulator, da in dem Raum zwischen Flötenoberkante und Standrohr fast keine Volumenänderung mehr auftritt also auch fast keine Druckänderung. Daher ist ab dem öffnen der oberen Bohrung fast keine Druckstufendämpfung mehr vorhanden

Ergo muss man die obere Bohrung wieder schließen, Tadaa :idea:

Die Federn passen ja und ob jetzt 15er oder 20er Öl, die Gabelölviskositäten sind ja sowieso nicht vergleichbar zwischen den Herstellern..

Wenn ich Landstraßen zweiter und guter dritter Ordnung fahre ohne zu bremsen und dabei jeden Gullideckel und jedes Schlagloch mitnehme, benutze ich nur die Hälfte des Federweges, es fehlt einfach das "dagegen stemmen" der Gabel gegen Ende des Federweges.

Werde die Flöten morgen nochmal ausbauen die Löcher von innen mit einem Blech zuheften oder entdeckt noch jemand nen Denkfehler ?
  • Benutzeravatar
  • Rock`n Roll Offline
  • Beiträge: 2804
  • Registriert: Sonntag 2. Dezember 2007, 10:01
  • Lieblingsstrecke: Schleiz
  • Wohnort: Niederbayern

Kontaktdaten:

Beitrag von Rock`n Roll »

hab diese Emulatoren auch in einer Gabel verbaut gehabt.

Funktionieren für Ihren Zweck super!

Deine zusätzlichen Löcher machen das Kraut sicher nicht fett, denn es heisst ja der Durchfluss soll so ungehindert wie möglich durch die Emulatoren.

ich würd eher mal härtere Gabelfedern versuchen plus weniger Luftpolster!

über die Aussagen der Wilbers-Techniker zu diesem Thema besser den Mantel des Schweigens legen..... :wink:
  • Benutzeravatar
  • Wolfgang vom BO Offline
  • Beiträge: 1473
  • Registriert: Montag 3. Juli 2006, 22:01
  • Motorrad: Suzuki GSX-R 750 K9
  • Lieblingsstrecke: Most
  • Wohnort: 55411 Bingen
  • Kontaktdaten:

Kontaktdaten:

Beitrag von Wolfgang vom BO »

@Jonny,
die Löcher werden zu keiner Zeit durch den "blauen Ring" verdeckt :wink:
Da ist genug Luft dazwischen.
Dieser Ring ist vielmehr der Hydrostopp für die letzten 2 cm Federweg :wink:
Eine härtere Feder hat keine Auswirkung auf die Dämpfung.
Wenn dein statischer und dynamischer Negativfederweg stimmt, passt die Feder und du musst die Dämpfun über den Emulator und/ oder Ölviskosität einstellen. Die Progression wird über das Luftpolster eingestellt :wink:
Gruß Wolli #77
Bikeroffice
Motorentuning, Leistungsprüfstand, Fahrwerksüberarbeitung! Wilbers- Stützpunkt + Servicecenter
Rennsportteile, EVOMOTOR Pitbikes
DUNLOP und BRIDGESTONE Rennreifen
Bikeroffice Racing - Come Race with us
ecu-flash.de
Antworten