ich nenne seit einiger Zeit eine SV 650 S mein eigen, die (bekannterweise) mit einer sehr rückenschonenden Gabel versehen ist. Um es höflich auszudrücken, dass sie viel zu weich ist.
Nahezu alle Teile der Gabel sieht man auf dem ersten Bild, bis auf die Gabelfedern.

Folgendes habe ich bisher gemacht:
Progressive Wilbersfedern (von 7,5 N/mm auf 8,5N/mm), von Originalgabelöl (ich glaube 5er) auf Wilbersöl (15er) gewechselt.
Luftkammer auf 130mm wie von Wilbers vorgegeben eingestellt, Vorspannhülse um die Höhe der Emulatoren gekürzt
Dazu kamen diese Emulatoren:


Aufgesetzt werden diese Emulatoren auf diese "Flöten", die man neben den Vorspannhülsen sieht. Auf die Emulatoren wird dann die Feder gesetzt.
Die Flöten haben jeweils 4 Bohrungen a ~8 mm, diese werden aufgebohrt auf 10mm und jeweils 2 zusätzliche 8mm Bohrungen gesetzt. Dies dient wohl dazu, den Strömungswiderstand durch die Emulatoren zu kompensieren.
Im Schnitt sehen die ungefähr so aus:

Die Druckstufe (nur darauf wirken die Emulatoren!) wirkt so, dass das Öl von unten nach oben strömt. Der grüne Strich ist die silberne Scheibe die man von oben sieht, das rote ist eine Feder. Die "grüne" Scheibe hat in der Mitte ein Loch, wodurch das Öl beim Einfedern nach oben fließen kann, dazu gibt es die "blauen" Öffnungen.
Das dicke gelbe ist die Scheibe, die man von oben sehen kann, die unter der langen Feder liegt, sie hat eine kleine Bohrung.
(In der Zeichnung sieht man noch einen kleinen schwarzen Strich zwischen den blauen Öffnungen und der gelben Scheibe, das ist falsch, einfach wegdenken!)
Bei kleinen bzw langsamen Hüben drückt sich das Öl durch die kleine Öffnung der Messingscheibe, bei mehr Ölstrom drückt das Öl die ganze Scheibe gegen die Feder nach oben.
Die Vorspannung der Feder kann geändert werden, ich hab jetzt 1,5 Umdrehungen zusätzlich.
Das ist aber zu weich, bremst man auf ebener Fläche sportlich von 20-30 auf Null runter ist der Data-Recording-Kabelbinder nur noch ca. 1,5cm von der Gabelbrücke entfernt.
Sportlich auf unebenem Belag gefahren wird das zu eng, denke ich, zumal die Gabel auch ruhig etwas straffer arbeiten könnte.
So, jetzt frage an die, die bis hierher gelesen haben:
Wie könnte man am besten die ganze Gabel etwas stärker dämpfen in der Druckstufe?
